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Gemeinderat in Merching

29.03.2014

Mehr Wohnraum auf den Holleräckern

Auf den Merchinger Holleräckern sollen die Häuslebauer bald loslegen dürfen.
Bild: Archiv, Höpfner Nikolaus

Merching plant, im Herbst mit der Erschließung des neuen Baugebiets zu beginnen. Bis der Plan endgültig umgesetzt wird, diskutiert das Gremium Probleme und Details

 In Kürze wird das Planungskonzept zu dem neuen Merchinger Baugebiet Nr. 28 „Auf den Holleräckern“ zur Einsicht ausliegen, denn der Gemeinderat konnte sich in seiner jüngsten Sitzung auf einen Vorentwurf einigen.

Im Verlauf dieser Woche ist geplant, die Träger öffentlicher Belange miteinzubeziehen, bis spätestens September soll der Satzungsbeschluss stehen. Sollte alles im Zeitrahmen bleiben, könnte man laut Planungsleiter Peter Markert im Herbst mit der Erschließung und Planung beginnen.

Peter Markert und Adrian Merdes vom Planungsbüro Markert hatten dem Rat zur jüngsten Gemeinderatssitzung ihr überarbeitetes Konzept mitgebracht mit und feilten gemeinsam mit ihnen an den Details. Markanteste Änderung ist die veränderte Straßenführung, die nun statt eines geradlinigen Verlaufs einen Knick aufweist: „Dadurch bedingt sich eine bessere Grundstücksaufteilung mit 27 möglichen Bauplätzen, davon vier Doppelhaushälften“, denn es konnten die Flurstücke viel besser einbezogen werden.

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„Sie gewinnt an Charme, sie ist das Sahnehäubchen der Gestaltung“, begeisterte sich Markert. Durch den Versatz diverser Fluchten, die der Verkehrsberuhigung dienen, wirke die Straße gleichzeitig sehr großzügig. Durch die Umplanung konnte die Zahl der Stellplätze auf zwölf verdoppelt werden. Eingeplant werden konnte auch der gewünschte Kinderspielplatz - sollte das Baugebiet zu einem späteren Zeitpunkt erweitert werden, wäre dies problemlos möglich.

Auch der Ortsrandlage wurde mit einer durchlässigen Einfriedung, einer privaten Grünfläche in fünf Meter Tiefe, der Einzelhausbebauung, sowie der Auflage heimische Büsche und Bäume in den Garten anzupflanzen, Rechnung getragen. Bürgermeister Martin Walch plädierte dafür, sofort die Anbindung eines Gehwegs und weniger DHH einzuplanen. Obwohl die Bauplätze heiß begehrt seien, hätten nur zwei Interessenten danach gefragt: „Was nutzt es, wenn wir diese Bauplätze haben und keiner will sie kaufen.“

Akribisch besprach und diskutierte der Gemeinderat Details wie die Grundflächenzahl (0,4), Traufhöhe und Firsthöhe oder Beschaffenheit der Dach- und Fassadengestaltung. Da einige Mitglieder des Gemeinderates hauptberuflich in der Baubranche tätig sind, konnten sie ihre Erfahrung und ihr Fachwissen sachlich fundiert zur Diskussion bringen.

Stets hatten sie Optimierungsvorschläge im Blick, die ihnen im Hinblick zu den letzten Baugebieten verbesserungswürdig erschienen. Nachdem der Gemeinderat den Vorentwurf beschlossen hat, kann nun jeder die Details einsehen und dazu seine Anregungen und Bedanken vortragen.

Ein Ausgleichsgebiet unweit der Lechstaustufe 23, das sich an den Parkplatz in Richtung verlorener Bach anschließt, wird bereits für das geplante Baugebiet vorbereitet und erweitert. Anita Menge regte an, über ein Blockheizkraftwerk für das neue Wohngebiet nachzudenken. Dies könne man, so unterstützte sie Peter Markert angehen, sobald es Eigentümer für das Bauland gibt.

Seiner Einschätzung nach, könnte dies für das neue Baugebiet kollektiv günstiger kommen, als eine Einzelversorgung. „Gut wäre, wenn vorab die Frage beantwortet werden könne, wer die Energieversorgung übernehmen könnte.“, sagte er.

Bürgermeister Martin Walch ergänzte, er habe bereits einmal Anfragen eines potenziellen Betreibers erhalten. Konkret sei das Ganze allerdings bislang noch nicht geworden.

Geschäftsführer Bernhard Frank befürwortete die Überlegung des Bürgermeisters. Er warnte jedoch vor der Problematik einer sehr langfristigen Vorbereitung. Diese stehe im Gegensatz zu dem Erwartungsdruck der künftigen Bauherren, „dass alles möglichst schnell erschlossen sein soll“.

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