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Merching
23.11.2021

Merching ebnet Weg für Rathausumbau und schafft eine Gemeinbedarfsfläche

Ein Fußweg verbindet in Merching Schulweg und Hauptstraße. In früheren Plänen der Gemeinde, war hier eigentlich eine Straßenverbindung vorgesehen.
Foto: Christina Riedmann-Pooch

Der Gemeinderat stellt zwei Bebauungspläne für Flächen im Bereich von Rathaus und Schule in Merching auf. Eine nie gebaute Straße sorgt für Diskussionen.

Schon längere Zeit überlegt die Gemeinde Merching, das Rathaus zu sanieren und zu erweitern. Wie dies genau aussehen wird, ist noch nicht ganz sicher. Um aber alle Möglichkeiten ausschöpfen zu können, einigte sich der Merchinger Rat nun darauf, den Bebauungsplan in diesem Areal zu ändern.

Davon erhofft sich die Gemeinde, das Verfahren zum Rathausumbau schnell umsetzen zu können. Grund für die Änderung war vor allem, dass in dem bisher gültigen Plan eine Straßenverbindung vom Schulweg zur Hauptstraße mit öffentlicher Verkehrsfläche und Einzelbäumen festgehalten war. Diese Straße gab es jedoch nie und sie wird nach Ansicht des Rates auch nicht benötigt. Im Moment besteht nur ein Weg für Fußgänger und Radfahrer, der die beiden Straßen an der Südseite der Gemeinde verbindet.

Dritter Bürgermeister Wolfgang Teifelhart hakte nach, was denn passieren würde, wenn man die Straße später doch noch benötigen würde. Ganz besonders dann, wenn man den Zugang zu weiteren öffentlichen Einrichtungen, die noch entstehen könnten, benötigen würde. Der anwesende Diplom-Geograph Jürgen Grahammer der Firma Arnold Consult erklärte, dass man den jetzt geänderten Bebauungsplan dann wieder ändern oder neu aufsetzen könne.

Gemeinbedarfsfläche in Merching für künftige Entwicklungen

Die zweite Änderung, für die sich der Rat einstimmig aussprach, betraf die sogenannte Gemeindedorffläche, die sich entlang des Schulwegs nördlich an den Neuen Friedhof und westlich an die Schule anschließt. Auch hier stellte Jürgen Grahammer einen Entwurf für die neue Fassung des Bebauungsplanes vor. Die Fläche war eigentlich als Friedhofserweiterungsareal festgesetzt gewesen, nun soll sie künftig in eine Gemeinbedarfsfläche umgewandelt werden. Hier könnten ab jetzt - je nach Bedarf – Gebäude für soziale und kulturelle Einrichtungen entstehen oder Schulgebäude oder auch Raum für die die öffentliche Verwaltung.

So könne man einen möglichst großzügigen Bereich für den Gemeinbedarf schaffen. Grahammer stellte die Möglichkeit vor, dass man im Falle eines Bauvorhabens ein Gebäude mit maximal drei Geschossen und einer Höhe von maximal 19,5 Metern errichten könnte. Er betonte aber, dass es im Moment nur um eine Umwidmung der Fläche gehe, um im Bedarfsfall schnell eine gute Option zu haben.

Es sei im Fall eines Bauvorhabens nicht möglich, den Gehölzbestand völlig zu erhalten, man werde sich aber an die Regel halten, dass man für vier gefällte Bäume mindestens fünf im gleichen Areal nachpflanzen werde. Wie der Platz genau genutzt wird, stehe noch nicht fest. Die Umwidmung schätzte Grahammer als eher unproblematisches Verfahren ein, das aller Voraussicht nach nur einen Verfahrensschritt benötigen würde. Ausdrücklicher und vielfacher Wunsch des Rates war es aber, den beliebten Spielplatz für die Kinder zu erhalten. Diese Anregung wurde aufgenommen und wird noch genau im Plan abgeglichen werden.

Wolfgang Teifelhart bekräftigte seine Überlegung zur Umwidmung der Fläche am Rathaus noch einmal: Die Möglichkeit zur Option einer Straßenverbindung zwischen Schulweg und Hauptstraße sei gerade auch wegen diesem potentiellen neuen Gebäude auf der Gemeindedorffläche zur gemeindlichen Nutzung auf alle Fälle zu bedenken.

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