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Gemeinderat in Merching

08.10.2017

Merchinger Rat setzt sich für Landwirte ein

Beim Ausbau der Straße von Mering nach Unterbergen, soll die so genannten "nördliche Abzweigung" wegfallen. Das sorgt bei Landwirten und Gemeinderäten für Unmut.
Bild: Christina Riedmann-Pooch (Archiv)

Fahrbahnausbau von Mering nach Unterbergen gibt weiter Anlass zur Diskussion.

Die Vorstellung der Planung für den Fahrbahnausbau mit Neubau eines Geh- und Radweges von Mering nach Unterbergen von Peter Wenhardt, Sachgebietsleiter Tiefbau und Bauhof beim Landratsamt Aichach-Friedberg, gab viel Stoff für Diskussionen in der jüngsten Sitzung des Merchinger Gemeinderates. Im Investitionsprogramm des Landkreises ist der Fahrbahnausbau der Kreisstraße AIC 12 von Mering bis Unterbergen im Jahr 2018 vorgesehen. Hinzu kommt ein Geh- und Radweg, der in einem Kreisverkehr gipfeln soll. Demnach ist eine Vereinbarung mit der Gemeinde Merching über die Straßen-Kreuzungsrichtlinien erforderlich.

Und genau hier lag der Hase im Pfeffer begraben. Während Bürgermeister Martin Walch resolut einforderte, dass Landwirte weiterhin die Straße queren dürften und nicht auf den Kreisverkehr angewiesen seien, versuchten es einige Gemeinderäte mit Alternativvorschlägen. So meinte Martin Wecker, man könne vielleicht den Kreisverkehr mit flachen Randsteinen versehen, so könnten die Landwirte in die Mitte des Kreisverkehres ausweichen und so genügend Breite zum Durchkommen haben. Christian Niedermair betonte, dass die Landwirte gerne den direkten Weg und keinen Kreisverkehr nehmen. Vielleicht könne man die Schotterwege der Landwirte so unattraktiv machen, dass Auto und Radfahrer sie sowieso meiden. Christina Haubrich unterstütze: „Es tritt auch eine Art Gewöhnungseffekt ein“.

Bürgermeister plant Versammlung im Feuerwehrhaus

Helmut Luichtl beendete die Diskussion: „Heute haben wir ja nur eine Vorplanung, wir müssen nicht ins Detail gehen“. Dem stimmte Wenhardt absolut zu. Trotzdem wollte Martin Walch in dem Beschluss verankert wissen, dass die Kreuzung für die Landwirte nicht geschlossen wird. Wenhardt solle das mit zum Landratsamt nehmen, insistierte das Gemeindeoberhaupt. Außerdem werde es noch eine Versammlung im Feuerwehrhaus geben, so Walch, mit den betroffenen Anwohnern, Landwirten und den Gemeinderäten. „Nur das ist Demokratie“, polterte der Bürgermeister.

Spende Juki. Der Merchinger Juki-Förderverein hat eine Spende in Höhe von 2.633,17 Euro für die Anschaffung eines Spielgerätes für den Spielplatz im Eichenhof gezahlt. Zusammen mit der Spende vom Bayernwerk über 500 Euro kann das Spielgerät finanziert werden. Als Monika Scheibenbogen an die kaputte Skateranlage während einer Ortsbegehung erinnerte, wusste Walch: „Genau die ist jetzt neu“.

Mandatos. Wie wir berichteten, geht der Merchinger Gemeinderat absolut mit der Zeit. Bereits in der letzten Gemeinderatssitzung wurde darüber abgestimmt, welcher der Räte seine Unterlagen digital bearbeiten will, d. h. mit einem Tablet (das vom Gemeinderat bezuschusst wird) und der so genannten „Mandatos-App“ arbeiten möchte. Mit dieser App können dann die Sitzungsunterlagen via Tablet eingesehen und auch mit Notizen versehen werden. Bürgermeister Martin Walch hatte bereits in der letzten Sitzung gesagt, dass diejenigen, die in der letzten Gemeinderatssitzung nicht anwesend waren, darüber in Kenntnis gesetzt und befragt würden. Inder jüngsten Sitzung war „full house“ und das Thema nochmals aufgegriffen. Grund- und Mittelschulverband Merching. Das Kellergeschoss der Grund- und Mittelschule soll umgebaut und saniert werden. Dabei sollen auch gleich die Kellerräume eingerichtet werden. Bereits im Januar dieses Jahres war die Werklehrerin Frau Meesmann bei einer Sitzung anwesend gewesen und hatte versprochen, die genaue Anzahl des zu beschaffenden Werkzeuges zu ermitteln. Dies ist nun geschehen. Nun soll von der Firma WPO lose Ausstattung der Werkräume in Höhe von 39.811, 26 Euro bestellt werden. Dr. Werner Schrom merkte dazu an, dass Frau Meesmann sich wirklich bei der Beschaffung auf ein Minimum beschränke, was Martin Walch unterstrich.

Bauantrag. Das bestehende Nebengebäudes zum Wohnraum, Hauptstraße 10, soll ausgebaut werden. So stellte Abdullah Celik seinen Antrag. Helmut Luichtl hatte Bedenken wegen der Emissionen. Nachdem aber klar wurde, dass das Landratsamt dies abfragen muss, hatten die Räte keine Bedenken, dem Antrag zuzustimmen.

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