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Foto: Ederer
Foto: Ederer

Maria und Herbert Ederer haben das Pflegezentrum in Mering an die Johanniter-Unfall-Hilfe übergeben.

Mering
08.01.2021

Das Ehepaar Ederer übergibt Pflegezentrum an die Johanniter

Von Christine Hornischer

Plus Die Johanniter übernehmen das Pflegezentrum Ederer in Mering. Wie das Ehepaar Ederer die Einrichtung im alten Krankenhaus aufbaute.

Lange trugen sie die Verantwortung für das Pflegezentrum in Mering, das ihren Namen trägt. Doch der Abschied aus der Leitung der Einrichtung im Gesundheits- und Sozialzentrum falle dem Ehepaar Maria und Herbert Ederer nicht allzu schwer. Das letzte Jahr als Eigentümer nämlich war überschattet von der Corona-Pandemie, wie sie erklären. Die Verantwortung für die Gesundheit der Bewohner und Mitarbeiter lastete schwer auf den Schultern des Ehepaars.

Auch das Pflegezentrum blieb nicht von Corona verschont. Eine Mitarbeiterin war dort im November positiv auf das Virus getestet worden. Der zweite Reihentest ergab dann aber zur Erleichterung der Heimleitung, dass sich keine weiteren Personen infiziert hatten.

Nun beginnt für das Ehepaar Ederer ein neuer Lebensabschnitt. Sie freuen sich, dass die Johanniter-Unfall-Hilfe das Pflegezentrum mit allen Angestellten ab diesem Monat übernommen hat und in ihrem Sinne als moderner kirchlicher Anbieter weiterführen will. Das gelte auch für die Einrichtungen im Landkreis Augsburg und den ambulanten Pflegedienst.

Pflegezentrum Ederer ist 2005 in Mering ausgebaut worden

1992 war das Pflegezentrum von Maria Ederer in Königsbrunn eröffnet worden. Getreu dem Firmenmotto „Persönliche Betreuung und individuelle Pflege“ wurde es in Mering ab dem Jahre 2005 ausgebaut und verstärkt. Seit 1996 unterstützte zudem ihr Mann, der Diplom-Verwaltungswirt Herbert Ederer, die examinierte Krankenschwester. Schon von Beginn sei eine enorme Nachfrage in Mering zu spüren gewesen.

Wie vom Landratsamt Aichach-Friedberg geplant, war das ehemalige Krankenhaus in der Marktgemeinde in ein Gesundheits- und Sozialzentrum umgebaut worden. Einrichtungen wie die behindertengerechten Wohnungen für das Fritz-Felsenstein-Haus, die Altenpflegeschule des BBZ, ein Therapiezentrum und die Seniorenberatung des Landkreises fanden hier ein neues Zuhause.

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Foto: Heike John
Foto: Heike John

Das Pflegezentrum Ederer im Meringer Gesundheits- und Sozialzentrum wird von den Johannitern übernommen.

Besonders wichtig sei den Eigentümern des Pflegezentrums immer der fürsorgliche Umgang mit den Betreuten gewesen. Ein höflicher Umgang und Wertschätzung auch für demenziell erkrankte Patienten standen immer im Vordergrund der Versorgung. Oft genug habe Maria Ederer zu hören bekommen: „Sie schickt der Himmel“. Inzwischen sorgen sich mehr als 45 Mitarbeiter täglich um das Wohl der Bewohner. 30 in Kurzzeitpflege und vollstationärer Pflege und bis zu 20 Tagespflegegäste wurden und werden weiterhin betreut und gepflegt.

Lage im ehemaligen Krankenhaus in Mering hat sich bewährt

Die Lage im ehemaligen Krankenhaus in Mering sei nahezu perfekt: „So waren die Menschen im Pflegeheim für Besuche gut zu erreichen“, sagt Maria Ederer. Leider fehlten durch den Verkauf der ehemaligen Krankenhausparkplätze auf der anderen Straßenseite durch den Landkreis oft Parkplätze für den Besuch der Pflegeeinrichtung. Trotzdem bereut das Ehepaar keine Sekunde: „Wir waren oft zu Tränen gerührt, wie dankbar unsere Bewohner waren“.

Nachdem die beiden nun das Rentenalter erreicht haben, entschieden sie sich für den Verkauf. Mit der Johanniter-Unfall-Hilfe aus Augsburg hätten sie nach zweijähriger Vorbereitung einen idealen Nachfolger gefunden. Er führe die Einrichtung ohne Änderungen weiter. Das sei dem Ehepaar Ederer besonders wichtig gewesen, zum einen für die Mitarbeiter, die auch zukünftig einen sicheren Arbeitsplatz in gewohnter Umgebung haben werden, aber auch für die betreuten Patienten, die weiterhin wie bisher vom gleichen Personal versorgt werden.

Für die Zukunft wünscht sich das Ehepaar, dass der Betrieb in gewohnter Weise weiter geht. Angedachte Erweiterungen wie beispielsweise eine weitere Tagespflege in Ried könnten vom Nachfolger in Angriff genommen werden und seien mit Sicherheit ein wünschenswertes Engagement. Besonderen Wert hätten die Betreiber immer auf einen sorgsamen Umgang mit den Mitarbeitern gelegt, die auch in schwierigen Zeiten jederzeit zum Unternehmen gestanden hätten.

Lesen Sie dazu den Kommentar: Der Trend bei Seniorenheimen geht zu großen Trägern

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