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Ringen

10.10.2018

Mering ärgert die Bundesliga-Reserve

Lennart Bieringer (rotes Trikot) gewann zwar gegen den ehemaligen Meringer Rene Winter nach Punkten, doch er brachte zu viel Gewicht auf die Waage. Somit gingen die Punkte letztlich nach Hallbergmoos.
Bild: Matthias Biallowons

Der TSC verliert zwar am Ende, fordert der zweiten Vertretung des SV Hallbergmoos aber alles ab. Dabei gibt es ein interessantes Wiedersehen.

Hochkarätig, laut, spannend. So könnte man den Kampf zwischen dem Tabellenzweiten aus Mering und dem direkten Verfolger aus Hallbergmoos zusammenfassen. Was die Zuschauer geboten bekamen, war Ringen auf höchstem Niveau, Höchstspannung bis zum Schluss und eine emotionale und hitzige Stimmung.

„Wir haben wohl den qualitativ hochwertigsten Kampf gesehen, der je in Mering stattgefunden hat“, schwärmte TSC-Vize Korbinian Krupna nach dem Duell. Obwohl sein Team am Ende mit 10:19 den Kürzeren zog, war er dennoch stolz: „Es war eine tolle Mannschaftsleistung. Die Jungs wachsen an ihren Aufgaben.“ Die Gäste waren mit einer aus der Bundesliga verstärkten Staffel angereist.

Dies bekam Kilian Krupna im Fliegengewicht direkt zu spüren. Gegen Ecevit Kilic musste er die körperliche Dominanz seines Gegenübers anerkennen und verlor klar (Stand 4:0 für den Gast). Im Schwergewicht stand die Partie bis kurz vor Schluss auf Messers Schneide, ehe Zsolt Dajka wegen seiner aktiveren Ringweise den entscheidenden Punkt gegen den bis dato unbesiegten Matthias Wimmer aus dem Bundesliga-kader bekam. (Stand 1:4 aus TSC-Sicht). Gespannt wurde die Rückkehr des Ex-Meringers Rene Winter bis 61 Kilo griechisch-römisch erwartet. Dort traf er auf Lennart Bieringer. In einer engen Begegnung bewies Bieringer Standhaftigkeit und Cleverness im Stand und Boden, indem er die gefährlichen Angriffe Winters konsequent abwehrte und mit 5:4 siegte. Die Punkte gingen aber nach Hallbergmoos, da Bieringer mit deutlichem Übergewicht angetreten war (Stand 1:8).

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Das Highlight des Abends folgte bis 98 Kilo im freien Stil. Dort standen sich der amtierende Veteranen-Weltmeister, Gabor Hatos aus Mering, und Bundesligagröße Ahmet Bilici gegenüber. In einem hart geführten und technisch versierten Duell konnte sich der Gast hauchdünn mit 3:2 durchsetzen. Beide Athleten erhielten tosenden Applaus. „Der Kampf hatte eigentlich keine Sieger verdient. In jedem Fall war das großer Ringsport“, freute sich TSC-Sportwart Peter Tränkl. (Stand 1:9).

Jetzt mussten für Mering dringend Punkte her. Den Anfang machte Moritz Zeitler bis 66 Kilo Freistil: Gegen Andreas Walbrun drehte der Youngster einen Rückstand und siegte verdient mit 7:2 (Stand 3:9). Bis 86 Kilo griechisch-römisch ließ Trainer Hannes Haring erneut keinen Zweifel daran, dass er zu den besten Ringern in dieser Klasse gehört. Emrah Aydin hatte seinen blitzschnellen Aktionen nichts entgegenzusetzen und verlor mir 0:13. Mering schloss damit auf 6:9 auf.

Viele verhindern, aber keine Zähler holen, konnte Dominik Ringenberger bis 71 Kilo greco. In einem ausgeglichenen Kampf bot er dem im klassischen Stil bisher ungeschlagenen Manuel Striedl bis zum Schluss Paroli, musste aber die aktivere Ringweise im Stand anerkennen (Stand 6:11). Noch drei Begegnungen standen aus, der TSC durfte keine mehr verlieren. Doch bereits nach nur einer Minute war die Hoffnung dahin: Nico Winter wurde bis 80 Kilo Freistil nach gutem Start von Jakob Jung geschultert. (Stand 15:6). Ähnlich erging es Benedikt Rieger dann auch bis 75 Kilo im freien Stil: Andreas Pflüger nutzte seine körperliche Überlegenheit und Technik aus, indem er mit einer Beinschrauben-Serie Rieger von der Matte fegte (Stand 6:19). Für Ergebniskosmetik sorgte nochmals Niklas Guha bis 75 Kilo griechisch-römisch. Dem deutlich leichteren Niklas Jung gab er unter Beschimpfungen der Gäste einige „Gratis-Flugstunden“, die zum überlegenen Punktesieg führten (Endstand 10:19). Mering konnte trotz der Niederlage erhobenen Hauptes die Matte verlassen und bleibt auf dem dritten Platz der Bayernliga Süd.

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