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Kindergarten

16.05.2019

Mering drückt bei der Kinderbetreuung aufs Gas

In Mering fehlen im Augenblick über 60 Kinderbetreuungsplätze.
Bild: Alexander Kaya (Symbol)

Der Bauantrag für die Erweiterung des integrativen Kinderhauses am Kapellenberg liegt nun beim Landratsamt. Bürgermeister Kandler ist in seiner Euphorie aber gebremst.

Kinderbetreuungsplätze sind in der Marktgemeinde derzeit Mangelware. Dabei hat die Kommune in den vergangenen Jahren kräftig investiert und die vorhandenen Einrichtungen ausgebaut oder erweitert. Doch nun fehlen über 60 Plätze, so der aktuelle Stand laut Bürgermeister Hans-Dieter Kandler. Um diese Lücke zu füllen, sind mehrere Maßnahmen geplant. Einen großen Schritt in die Erweiterung des integrativen Kinderhauses am Kapellenberg hat nun die Kommune unternommen.

Bürgermeister Kandler teilte den Mitgliedern des Bauausschusses mit, dass er den Bauantrag für die Erweiterung des Kinderhauses am Kapellenberg in einer sogenannten „dringlichen Anordnung“ während der Osterferien an die Baubehörde am Landratsamt weitergeleitet habe.

Privatmann verkauft in der Nachbarschaft Wohnhaus

Ein Privatmann verkauft in direkter Nachbarschaft zum Kinderhaus sein bisheriges Wohnhaus, in dem sich auch eine Praxis für Ergotherapie befindet. Das Anwesen am Kornblumenring 8 und 10 kostet etwa 1,5 Millionen Euro. Für Erwerb und Umbau sind insgesamt rund 2,4 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt worden. Allerdings kann der Markt Mering auch mit einem Zuschuss durch die Regierung von Schwaben von circa 1,3 Millionen Euro rechnen. Durch diese Erweiterung entstehen Plätze für 15 Krippenkinder und etwa 60 bis 70 Kindergartenkinder.

„Wir hätten damit unsere dringlichsten Probleme gelöst“, sagt Kandler. Doch seine Euphorie ist etwas gedämpft. Auch wenn nun die Pläne beim Landratsamt liegen, bereits die Genehmigung der kommunalen Dienstaufsicht vorhanden sei, so fehle noch die vom Jugendamt zu prüfende Betriebsvereinbarung. „Wenn das alles vorliegt, können wir den Förderantrag bei der Regierung von Schwaben stellen“, erklärt Kandler. Dann hoffe man auf einen vorzeitigen Maßnahmenbeginn. „Das wäre für uns die beste Lösung, weil wir dann schnell loslegen dürfen“, so Kandler. Denn einfach mit Umbauen und Erweitern anfangen darf die Kommune nicht, weil sie sonst eine Förderung gefährden könnte. „Erst wenn die Regierung von Schwaben ihre Zusage gibt, riskieren wir auch nicht, dass wir Fördermittel verlieren“, erklärt der Meringer Bürgermeister weiter. Doch dieses Prozedere sei langwierig und er rechne nicht mit einem vorzeitigen Maßnahmenbeginn.

Auch in Sachen Waldkindergarten kommt in Mering Bewegung ins Spiel

Schon eher möglich sei ein sogenannter „Unbedenklichkeitsbescheid“. Dieser ermögliche ebenfalls bereits weitreichende Maßnahmen, wobei aber noch nicht endgültig feststehe, wie hoch die Fördermittel und wann sie fließen. Auch in Sachen Waldkindergarten kommt Bewegung ins Spiel. Die evangelische Kirchengemeinde St. Johannes hat sich hier bereit erklärt, die Trägerschaft zu übernehmen. Bislang fehlte jedoch ein geeignetes Grundstück. „Aufgrund des Zeitungsberichts hat sich nun ein Waldbesitzer gemeldet, der vielleicht eine passende Fläche anbieten kann“, informiert Kandler. Noch werde dies geprüft.

Auch im Meringer Norden könnte bald eine weitere Kindertagesstätte entstehen. „Ein Privatmann hat sich an mich gewandt und mir ein Objekt vorgeschlagen“, sagt Kandler. Diese Idee werde er den Gemeinderäten vorstellen. Kommt das Objekt infrage, soll ebenfalls eine dauerhafte Betreuungseinrichtung entstehen.

Doch auch bei den Hortneubauten drückt Kandler aufs Tempo. „Parallel zu den Arbeiten für die Kindertagesstättenerweiterung wollen wir bis zum 31. August alles fertig haben für die Zuschussanträge der beiden Horte in der Klostergasse und an der Ambérieustraße.“

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