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Fußball-Nachlese

17.10.2017

Mering liegt voll im Plan

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3 Bilder
Da kommt Freude auf! Nach dem fulminanten Freistoß-Hammer, der aus über 30 Metern Entfernung zum 1:0 für den MSV einschlug, lässt sich Torschütze Markus Gärtner von Kapitän Stefan Wiedemann herzen. Als weitere Gratulanten nahen Bajram Gocevic (links) sowie Daniel Greimel (11) und Harald Kerber (24).
Bild: Peter Kleist

Das Ziel, das man sich zur Saisonhalbzeit gesteckt hat, ist greifbar nahe. Stätzling ärgert sich über ein frühes, manch anderer Verein über ein spätes Gegentor.

An diesem herrlichen Oktobertag passte beim SV Mering alles: das Wetter, die Leistung und das Ergebnis, sodass alle letztlich mehr als zufrieden den Heimweg antreten konnten. Mit einem souveränen 4:0-Sieg gegen den SC Oberweikertshofen bleibt Mering in der Landesliga Südwest auf Platz drei und ist auf allerbestem Wege, das gesteckte Zwischenziel zur Saisonhalbzeit zu erreichen. „Wir wollen nach der Hinrunde 30 Punkte auf dem Konto haben“, hatte es Co-Trainer und Teammanager Christian Cappek vor dem Spiel erklärt. Nun, nach dem hochverdienten 4:0-Sieg, sind es 29 und ein Spiel – am kommenden Samstag in Olching – steht noch aus, ehe die Hinrunde beendet ist. Die Meringer gingen von Beginn an mit Volldampf in die Partie und ließen sich durch ein paar kleinere Pannen vor dem Spiel nicht aus der Ruhe bringen. So musste einerseits noch ein Loch im Tornetz geflickt werden und auch die Aufstellung auf dem Spielberichtsbogen stimmte mit dem, was auf dem Platz stand, nicht überein. Doch all das störte nicht, der MSV war klar besser, dominierte und hatte mit dem zweifachen Torschützen Harald Kerber auch den überragenden Mann auf dem Platz. „Bei uns passt es, es kämpft und rennt jeder für jeden“, freute sich Trainer Gerhard Kitzler nach dem Schlusspfiff.

Dagegen war dem FC Stätzling so gar nicht nach Freude zumute. Zwar waren die Erwartungen vor dem Gastspiel beim heimstarken FC Memmingen II eh nicht allzu hoch geschraubt, doch dass man schon nach zwei Minuten einem 0:1-Rückstand würde nachlaufen müssen, das war dann doch nicht zu erwarten. „Das war natürlich bitter, wobei man sagen muss, dass Memmingen in der ersten Halbzeit klar besser war“, resümierte FCS-Trainer Alex Bartl. Nach der Pause griffen die Umstellungen, der FCS hatte Chancen – und Pech. „Wir hätten einen Elfer kriegen müssen und die kriegen einen für ein angebliches Handspiel außerhalb des Strafraums geschenkt“, schimpfte Bartl. Torhüter Julian Baumann aber wehrte den Strafstoß ab – umso bitterer war am Ende die knappe 0:1-Niederlage. „Die Moral passt, wir müssen unsere Punkte woanders holen“, meinte der Stätzlinger Trainer.

In der Bezirksliga Süd ist der Kissinger SC weiter auf Kurs, nach dem 2:1 gegen den FC Heimertingen ist der KSC auf dem dritten Platz zu finden. „Auch wenn es knapp war, der Sieg war verdient. Wir haben eigentlich nichts zugelassen und hätten zur Pause höher als mit 2:0 führen müssen“, analysierte Trainer David Bulik. Der musste dann aber auch notieren, dass seine Mannschaft nach dem Wechsel einfach zu wenig zeigte und das Spiel so unnötig spannend machte. „Warum das so war, keine Ahnung, aber das müssen wir abstellen“, erklärte der Coach.

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Bis vor zwei Wochen noch hatte der BC Rinnenthal die beste Abwehr der Kreisliga Ost – doch das ist Geschichte. Der 3:5-Heimniederlage gegen Münster folgte nun eine 0:4-Packung in Feldheim. Wo ist sie hin, die beste Abwehr? „Wahrscheinlich zu einem anderen Verein“, sagte BCR-Trainer Vincent Aumiller mit spürbarem Sarkasmus in der Stimme. Konnte man die Pleite gegen Münster noch als Ausrutscher deklarieren, so war das diesmal nicht mehr möglich. „Feldheim hat verdient gewonnen, die haben alles gegeben, wir nicht – im Endeffekt müssen wir froh sein, dass wie nur vier Stück bekommen haben“, so Aumiller. Woran es lag, vermochte er nicht zu ergründen, doch eines steht für den BCR-Coach fest: „Das müssen wir schnell abstellen, denn in dieser Liga bist du auch ganz schnell hinten drin.“

Hatte sich der FC Stätzling über ein frühes Gegentor geärgert, so ärgerte sich der TSV Friedberg unter Flutlicht über ein spätes – den Treffer zum 2:2 für den TSV Dasing im Schlagerspiel der Kreisklasse Aichach. „Ich hatte gehofft, wir kriegens vielleicht über die Zeit. Aber man muss sagen, das war letztlich ein gerechtes Unentschieden. Dasing war nach dem Seitenwechsel die bessere Mannschaft“, gestand TSV-Trainer Damir Mackovic ein. Unter den Augen des noch verletzten Trainers Ali Dabestani hatten die Friedberger vor der Pause aber eine deutlichere Führung als das 2:1 verpasst. Dasings Trainer Jürgen Schmid machte seiner Truppe ein Kompliment: „Wir haben uns den Punkt redlich verdient, schließlich haben wir bis zuletzt gekämpft.“ Das Topspiel bot alles: Rasse, Klasse, viele Zuschauer – schade nur, dass es unter sehr mäßigen Lichtbedingungen über die Bühne ging. Diese Partie hätte sicher den strahlenden Sonnenschein am Sonntag verdient gehabt.

Freude herrschte beim SV Ried, denn die Meisetschläger-Truppe kam im Kellerduell gegen den Vorletzten Klingen endlich zum ersten Saisonsieg und gab die Rote Laterne an die Klingener ab.

Dagegen wird der SV Mering II noch einige Zeit als Schlusslicht in der Kreisklasse Augsburg-Mitte firmieren. Beim 1:3 gegen Firnhaberau verlor man nicht nur die Punkte sondern auch Christian Merk mit glatt Rot. Und im Derby zwischen dem SV Ottmaring und dem TSV Merching war es auch ein spätes Tor, das die Entscheidung brachte. Steven Pankotsch traf in der 89. Minute per Elfmeter zum 3:2 für die Ottmaringer, die schon 0:1 und 1:2 hinten gelegen hatten.

In der A-Klasse scheint alles auf einen Zweikampf zwischen dem SV Wulfertshausen und dem TSV Weilach hinauszulaufen. Beide haben 31 Punkte – zehn mehr als der erste Verfolger Tandern. Und der musste sich in Wulfertshausen gerade mit 1:4 geschlagen geben. Über einen deutlichen 5:0-Derbysieg beim FC Laimering/Rieden durften sich die Akteure es BC Rinnenthal II freuen, der Aufsteiger ist nun im gesicherten Mittelfeld.

Für das Ergebnis schlechthin an diesem Spieltag war der TSV Mühlhausen zuständig. In der B-Klasse Aichach 1 schossen die Mühlhauser den bemitleidenswerten BC Aichach II sage und schreibe mit 18:0 Toren vom Platz. Kein Wunder, dass auch der erfolgreichste Torschütze ein Mühlhauser Trikot trug: Niklas Kirchgeßner traf sechs Mal, ihm folgten Alexander Mayr (5) und Michael Geib (3).

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