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Mering

09.03.2020

Mering punktet bei Familien mit bezahlbarem Wohnraum

Nicole und Thomas Vogler sind mit ihren Kindern Clemens (2), Justus (4) und dem sechs Monate alten Felix im September von Gilching nach Mering gezogen.
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Nicole und Thomas Vogler sind mit ihren Kindern Clemens (2), Justus (4) und dem sechs Monate alten Felix im September von Gilching nach Mering gezogen.
Bild: Heike Scherer

Plus Meringer mag es überraschen: Neubürger halten Wohnraum hier für günstig. Bei einem Empfang treffen sie sich. Ein Ehepaar zog mit fast 80 aus NRW her.

Der Ort ist hübsch und er liegt nicht weit von den Bergen entfernt. Der Weg zur Arbeitsstelle ist wesentlich kürzer geworden. Auf der Suche nach einem bezahlbaren Haus mit Garten für die Kinder fiel die Wahl auf Mering. Das waren Aussagen von einigen Neubürgern, die sich im Jahr 2019 für Mering entschieden hatten und am Sonntag am Neubürgerempfang in der Bücherei teilnahmen.

Die Bilanz der Marktgemeinde dazu: 650 Personen sind 2019 nach Mering gezogen, 500 Einwohner sind fortgezogen.

Karin und Wilhelm Quast wohnten bisher in Wiehl zwischen Köln und Gummersbach und zogen wegen ihrer Tochter, des Schwiegersohnes und des zweijährigen Enkels im Juni nach Mering. Die junge Familie wohnt in Landsberg und erwartet in Kürze ihr zweites Kind. „Wir werden in diesem Jahr beide 80 Jahre alt und sind freiwillig noch einmal umgezogen“, meinte Wilhelm Quast am Sonntag schmunzelnd.

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Seine Frau lobt, Mering sein ein sehr hübscher Ort und ist bereits Mitglied im Turnverein. Beide haben inzwischen viele Veranstaltungen besucht: das Theaterstück des Neuen Theaters, den Faschingsumzug, die Einweihung des evangelischen Gemeindehauses und das Kabarett mit Münchens Altoberbürgermeister Christian Ude.

Sie wünschen sich aber mehr Geschäfte im Ortszentrum, damit der Ort nicht ausstirbt. Der Verkehr solle reduziert werden, damit man ohne Gefahr zu den Geschäften gelangen kann. „Unser Haus haben wir verkauft und genießen jetzt die Nähe zum Gebirge“, verrät Karin Quast.

Bis von Köln mit fast 80 Jahren sind Wilhelm und Karin Quast nach Mering gekommen, um näher bei Tochter, Schwiegersohn und den Enkelkindern sein zu können. Sie finden den Ort hübsch und haben schon viele Veranstaltungen besucht.

Nicht ganz so weit war es für Claudia, Karl-Heinz und Ronja Probst. Sie sind von Augsburg nach Mering gezogen. Nach 30 Jahren in der Großstadt seien sie kurz vor Weihnachten in ihr frisch renoviertes Elternhaus zurückgezogen, verrät Claudia Probst. Durch den Umzug hatten sie noch keine Zeit, an Veranstaltungen teilzunehmen.

Mering: Neubürger loben die gute Infrastruktur

Sie gehören weiterhin ihrem Augsburger Tennis- und Skiverein an, werden sich aber bald bei den Meringer Vereinen umsehen, sagten sie am Sonntag. Tochter Ronja hat in Kempten Lebensmittel- und Verpackungstechnologie studiert und möchte das Masterstudium in München anhängen.

Die Familie ist froh über die gute Infrastruktur. Ärzte, Bäcker, Metzger seien alle schnell zu erreichen. Aber sie schätzen auch die Nähe zur Natur und die im Gegensatz zu Augsburg viel ruhigere Verkehrssituation.

 

Thomas und Nicole Vogler zogen mit den drei Söhnen Justus, Clemens und Felix Mitte September von Gilching in ein Einfamilienhaus mit Garten. „Ich arbeite in Schwabmünchen, meine Frau in München. Mein Fahrtweg ist viel kürzer geworden“, so Thomas Vogler. Sobald der sechsmonatige Felix größer ist, möchte Nicole Vogler mit der Klarinette in die Kolpingkapelle eintreten. Beide haben durch die Kinder neue Freunde in Mering gefunden.

Merings Bürgermeister Kandler hebt das Vereinsleben hervor

Was ihnen etwas Sorge bereitet, ist die Unsicherheit, ob der mittlere Sohn im nächsten Jahr einen Platz im Kindergarten und der Kleinste in der Krippe bekommt. Sie hätten noch keine Rückmeldung erhalten und von der verschärften Situation in Mering gehört.

Bürgermeister Hans-Dieter Kandler begrüßte die Neubürger und versprach ihnen: „Mit Mering haben Sie eine gute Wahl getroffen. Es ist ein schöner Wachstums- und Zuzugsort mit guter Infrastruktur, wo alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückgelegt werden können. Es gibt über 100 Vereine, so dass jeder einen Verein nach seinen Wünschen finden kann.“

Das Duo Pale sorgte für musikalische Unterhaltung mit Jazzimprovisationen. Für Fragen und Anliegen standen außerdem Mitglieder aller Fraktionen des Marktgemeinderates zur Verfügung. Auch Mitarbeiter aus dem Rathaus, der Diakon Tino Zanini und Anton Weber von der Raiffeisenbank Kissing-Mering waren gekommen.

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