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Ortsentwicklung

30.10.2017

Meringer CSU will sich beim Rathaus nicht festlegen

Was passiert mit dem Meringer Rathaus, wenn die Vision 2025 Wirklichkeit wird? Darüber diskutierte der CSU-Ortsverband bei seiner Mitgliederversammlung
Bild: Gönül Frey (Archiv)

Hort in der Klostergasse soll unabhängig von der Vision 2025 angegangen werden.

Für mehr Gestaltungsspielraum bei den Planungen zur Vision 2025 hat sich der CSU-Ortsverband Mering im Rahmen einer Mitgliederversammlung ausgesprochen. Vor allem eine Festlegung auf einen neuen Rathaus-Standort wollen CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer und Fraktionschef Georg Resch nicht haben. Auch die vom Meringer SPD-Bürgermeister vorgeschlagene Variante die dann heimatlosen Vereine im alten Rathaus unterzubringen stößt bei der CSU nicht nur auf Zustimmung. „Es ist ein Irrglaube, dass man am bestehenden Rathaus dann nichts mehr investieren müsse“, so CSU-Ortsvorsitzender Florian A. Mayer. An einem solchen Standort mitten im Ort zwischen Kirche und Marktplatz ein baufälliges Gebäude stehen zu lassen oder gar an einen Verkauf zu denken, das lehnen Resch und Mayer ab. Schließlich habe man vor einigen Jahren auch das Benefiziatenhaus von der katholischen Kirche erworben, um zusammen mit dessen Garten Erweiterungsmöglichkeiten für das Rathaus am jetzigen Standort zu haben. Außerdem wundert sich die CSU, dass die ursprüngliche Idee mit der Vision 2025 auch Ersatz für das marode Bürgerzentrum in der Bouttevillestraße zu schaffen jetzt plötzlich kein Thema mehr sei. Deshalb will der Ortsverband verschiedene Varianten im Rahmen der anstehenden Feinuntersuchung von Profis betrachtet haben, zumal der beibehalt des jetzigen Rathaus-Standortes auf der Klausurtagung des Marktgemeinderates vor zwei Jahren noch interfraktioneller Konsens war. Vor allem die anwesenden CSU-Mitglieder wunderten sich auch über die vielen Verzögerungen im Rahmen der ersten Planungen. Diese wiederum hätte man mit der Hinzunahme eines neutralen Moderators vermeiden können. Trotz einstimmigem Beschluss des Marktgemeinderates wurde dies aber nicht umgesetzt. Außerdem wolle man den notwendigen Hortneubau am Alten Kloster unabhängig von der Debatte um die Mädchenschule angehen.

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Die CSU Mering hat sich auf ihrer jüngsten Monatsversammlung aber auch mit anderen aktuellen kommunalpolitischen Themen wie dem geplanten Gewerbe- und Industriepark befasst. Aus dem neuen Gewerbe- und Industriepark erhofft sich die CSU mehr Gewerbesteuereinnahmen, aber auch neue Arbeitsplätze. Der unbekannte Großinvestor wolle dabei allein etwa 150 bis 200 Arbeitsplätze schaffen, erläuterte Resch. Wichtig ist es der CSU dabei aber auch, dass man an eventuelle Nachfolgenutzungen denkt. Aktuell ist ein Teil des Betriebsgeländes für Montagetätigkeiten, der andere für die interne Logistik vorgesehen. Zudem soll ein Bürotrakt entstehen. Laut Mayer müsse man versuchen dieses Verhältnis beizubehalten. Ein reiner Logistik-Betrieb würde am Ende möglicherweise statt 70 bis 80 Lkw-Fahrten auf eine Größenordnung von 300 bis 400 Fahrten kommen.

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