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12.12.2018

Meringer Gottesdienst live im Fernsehen

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Pfarrer Thomas Schwartz hält den Meringer Sonntags-Gottesdienst vor laufenden Fernsehkameras.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Pfarrer Schwartz und sein Team bereiten sich auf das große Ereignis vor. Dabei steht der Seelsorger vor einer großen Herausforderung, die er an gewöhnlichen Messfeiern nicht schafft.

Pfarrer Schwartz ist für sein Organisationstalent bekannt. Dass er einen prall gefüllten Terminkalender hat, ist für ihn keine Besonderheit. Doch die nächsten Tage ist sein mobiler Kalender, den er in seinem Handy stets zur Hand hat, noch voller als sonst. Denn am kommenden Sonntag, 16. Dezember, wird das ZDF ab 9.30 Uhr live aus Mering den Fernsehgottesdienst übertragen. Und es gibt so viele Termine zu koordinieren, dass dem Meringer Seelsorger schon ein wenig der Kopf raucht.

Dabei hat er eigentlich „Rücken“, wie er sagt und schmerzverzerrt lacht. Schon seit über einem Jahr planen Schwartz und sein Team den Fernsehgottesdienst, jetzt hätte ihm ein dreifacher Bandscheibenvorfall beinahe einen Strich durch die Rechnung gemacht. „Ich bin Gottseidank in guten medizinischen Händen und werde für den nächsten Sonntag hoffentlich fit gemacht“, sagt er.

Ausnahmezustand in Mering vor dem Fernseh-Gottesdienst

Schon ab Freitag herrscht in der Pfarrgemeinde „Ausnahmezustand“. Jedenfalls, wenn es um die Gottesdienste geht, die eigentlich sonst auf dem Plan stehen. „Bis auf die Roratefeier um 6 Uhr morgens, werden alle anderen Messfeiern entfallen“, informiert der Pfarrer.

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Selbstverständlich finden die Vorabendmesse in Meringerzell, die Messe im Theresienkloster und die Sonntagsabendmesse in Mariä-Himmelfahrt in Mering-St. Afra zu den üblichen Gottesdienstzeiten statt.

Ab Freitag ist auch der Kirchplatz gesperrt, denn dann rückt das ZDF mit mindestens drei großen Übertragungswagen und der über 30-köpfigen Crew an. Die Kirche wird verkabelt, 30 Tonnen Technik werden installiert und aufgebaut, damit am Sonntag der Gottesdienst an über eine Million Zuschauer gesendet werden kann.

Für Pfarrer Schwartz ist die Situation, live im Fernsehen zu sein, keine Premiere. „Ich war schon zu Gast in Talkrunden und habe zudem in unterschiedlichsten Fernsehformate mitgewirkt.“ Dennoch ist es auch für ihn eine neue Erfahrung, einen Gottesdienst fürs Fernsehen zu feiern. Seines Wissens nach ist es der erste Fernsehgottesdienst im Dekanat Aichach. Schwartz betont, dass es trotz der TV-Übertragung, noch immer eine heilige Messe ist. „Wir machen hier keine Show fürs Fernsehen, sondern freuen uns, dass wir mit unserem Gottesdienst ganz viele Menschen, die vielleicht krank oder alt sind, die keine Gelegenheit haben, eine Kirche zu besuchen, die Möglichkeit geben, mit uns zu feiern.“ Auch die Messgewänder in der Farbe Rosa sind ganz übliche Gewänder, die man am dritten Adventssonntag trägt. „Rosa deshalb, weil das dunkle Violett des Advents heller wird, da es nur noch wenige Tage sind bis Weihnachten“, erklärt Schwartz. Und an diesem Hochfest trägt der Seelsorger dann weiß oder gold.

Fürs Fernsehen darf die Predigt von Pfarrer Schwartz nur fünf Minuten dauern

Exakt 44,51 Minuten sind für den Gottesdienst anberaumt. Und Thomas Schwartz darf für seine Predigt nur fünf Minuten einplanen. „Das ist, wer mich aus anderen Gottesdiensten kennt, die größte Herausforderung“, sagt Schwartz und lacht. Die Predigt hat er bereits ausgearbeitet und sie liegt der TV-Redaktion vor. „Nicht um sie zu autorisieren, sondern um sie zeitlich genau takten zu können“, betont Schwartz. Er verrät auch worum es gehen wird: „Ich werde über den Raum, den wir Jesus in unserem Leben geben, sprechen.“

Wer hautnah bei dem Fernsehgottesdienst dabeisein will, der sollte bis 9 Uhr am Sonntag in der Kirche sein. „Ich freue mich, wenn die Kirche voll besetzt ist und ganz viele Kinder und Jugendliche kommen“, sagt Schwartz. Keiner sollte sich abschrecken lassen und sagen: „Da wird es ohnehin voll sein.“ Wer am Sonntag dann doch keinen Platz bekommen hat, kann ja immer noch von zu Hause aus ab 9.30 Uhr den Fernsehgottesdienst im ZDF verfolgen oder ihn ab Nachmittag auf der Homepage der Pfarrei St. Michael unter www.mitten-in-mering.de verfolgen wie auch in der ZDF Mediathek.

Doch bis es soweit ist, steht auch für die Ministranten und die vielen ehrenamtlichen Helfer viel Arbeit an. „Wir proben bereits ab Freitag und am Samstag den ganze Tag“, sagt Pfarrer Schwartz. Er ist sehr froh, dass ihn auch Diakon Tino Zanini zur Seite steht. „Er hat extra mit unserem damaligen Mesner Gregor Danke in Frankfurt bei der katholischen Fernseharbeit ein Seminar besucht, um die Pfarrei auf dieses Großereignis vorzubereiten.“

Ehrenamtliche in Mering übernehmen Telefondienst zur Live-Sendung

Über 30 Ehrenamtliche werden den Telefondienst übernehmen. „Denn oft rufen TV-Zuschauer an und haben Fragen oder wollen wissen, wo sie nochmals den Gottesdienst sehen können“, erklärt Schwartz. Dieser Service wird unter der Rufnummer 0700/14141010 angeboten und muss aber von der jeweiligen Pfarrei betreut werden, die den Fernsehgottesdienst feiert.

Auch das Catering für die TV-Crew wird von einem Helferteam übernommen. „Es soll ja allen gut gehen“, sagt Pfarrer Schwartz.

Termin Der Fernsehgottesdienst findet am Sonntag, 16. Dezember, ab 9.30 Uhr in Sankt Michael statt. Zur selben Zeit wird er auch im ZDF ausgestrahlt. Am Samstag, 15. Dezember, findet um 16.30 Uhr die Generalprobe des Sonntagsgottesdienstes statt. Sie kann auch von Gemeindemitgliedern besucht werden

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