1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Meringer Volksbühne spielt noch mal ihr erstes Marionetten-Stück

Mering

10.10.2019

Meringer Volksbühne spielt noch mal ihr erstes Marionetten-Stück

Das bekannte Märchen von Frau Holle zeigt die Meringer Volksbühne in diesem Jahr mit ihren Marionetten. Alles fängt damit an, dass die Goldmarie auf Geheiß ihrer Stiefmutter ihrer Spule in den Brunnen hinterher springen muss.
Bild: Heike Scherer

Vor 25 Jahren gaben die Puppenspieler in Mering mit „Frau Holle“ ihr Debüt. Zum Jubiläum ist das bekannte Märchen um die tüchtige Goldmarie wieder zu sehen. Die Nachfrage nach den Karten ist groß.

Die Meringer Volksbühne gibt am 2. November die Premiere des Märchens „Frau Holle“. Es war 1994 das erste Stück, das die Marionettenspieler aufführten. Und auch 1999 und 2010 stand es auf dem Programm. Zum 25-jährigen Bestehen wird es nun wieder gezeigt. Die Puppen stammen teils noch vom Gründer der Volksbühne, dem mittlerweile verstorbenen Martin Schallermeir.

Die Zuschauer bekommen ein Mädchen zu sehen, das von allen herumgeschickt wird. Erst von der Schwester, die selbst nur faul herumsitzt, dann von der Stiefmutter. Als diese das Mädchen ans Spinnrad schickt, nimmt die Geschichte ihren Lauf. Denn der fleißigen Stieftochter fällt die Spule in den Brunnen. In ihrer Verzweiflung springt sie hinterher und landet so bei Frau Holle. Und was sie dort erlebt, können die Besucher in der einstündigen Aufführung des Grimmschen Märchens gespannt mitverfolgen.

Volksbühne Mering: 800 Karten innerhalb einer Woche reserviert

Schon zu Schulbeginn starteten die Proben in den Räumen der Volksbühne Mering, die pro Vorstellung 80 Besuchern Platz bieten kann. Viele Schulklassen und Kindergärten meldeten sich bereits bei Hildegard Wenderoth von der Volksbühne für einen der Vormittage im Monat November an. 800 Karten wurden gleich in der ersten Woche reserviert, erzählt sie begeistert.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Zwei Gruppen sind für die Vorführungen zuständig. Zum Vormittagsteam, das pro Woche acht Aufführungen stemmt, zählen Christiane Danzfuß, Hildegard Wenderoth, Christine Hieke und Anni Strohauer im Wechsel mit Maria Kamm. Ellinor Danzfuß, die den Text überarbeitete und das Tonbild neu aufnahm, führt Regie. Im Wochenendteam spielen Petra Bischofer, Simon Deutsch, Sonja Hofmann und Viktoria Hartmuth im Wechsel mit Petra Schlehuber. Dort ist Lukas Bischofer für die Regie zuständig.

Schon in den Monaten Juli und August entstand das neue Tonbild mit Sprechern, die teilweise bereits in den vergangenen Jahren mitwirkten,. Es sind aber auch einige neue Stimmen zu hören. Die Erzählerin ist Sonja Hofmann, den Geißbock sprach Simon Deutsch, den Hahn Wolfgang Günthel. Der Pechmarie gab Vanessa Hartmann die Stimme, als Goldmarie ist Christine Hieke zu hören. Die Mutter übernahm Gabi Fixmer, für Frau Holle war Ilka Wieland mit ihrer sanften Stimme am besten. Das Brot übernahm Lukas Bischofer, den Baum Bodo Danzfuß, die Äpfel wurden von mehreren Personen gesprochen, informierte Ellinor Danzfuß.

Zankende Tiere: Das gefällt vor allem den Kindern

Über das Stück sagt sie: „Obwohl die Stieftochter alle Arbeiten verrichtet, die ihr die Schwester und Mutter auftragen, ist sie trotzdem selbstbewusst und äußert mitunter Kritik an der Schwester“. Die leibliche Tochter sei eigentlich nicht so hübsch, betrachte sich jedoch selbst als die wichtigere, fügt sie hinzu.

Obwohl sich der Geißbock und der Hahn manchmal necken und Spitznamen geben, seien sie eigentlich sehr gute Freunde. Der Hahn wird als Rotschopf oder Lästerschnabel bezeichnet, den Geißbock nennt er „Meister Langbart“. Ein gutes Verhältnis zwischen den Tieren gefalle den Kindern besonders, weiß sie. Höhepunkt des Stückes sind sicherlich die Szenen bei Frau Holle.

Auf der Wiese und im Haus ist nämlich viel Musik zu hören. Die Einspielungen mit Geige, Flöte, Glockenspiel und Klavier übernahm Ellinor Danzfuß selbst. „Wenn die Schwestern die Betten schütteln, merken die Zuschauer an der Art und Weise, wie ich das Lied „Schneeflöckchen Weißröckchen“ spiele, sofort, wer die fleißigere von den beiden ist“, sagt sie.

Die Bühnenbilder und Marionetten stammen von dem Gründer der Volksbühne Martin Schallermeir. Den Hof, auf dem die Mutter mit der Gold- und Pechmarie wohnt, hat er in die Berge gelegt. Die Tiere fertigte der vor kurzem verstorbene Kurt Schiller an. Das Besondere in Mering ist die Seitenbühne, wo sich die Wiese mit dem Backofen und dem Apfelbaum befinden wird.

Der Kartenvorverkauf in Mering läuft

  • Kartenvorbestellungen für das Wochenende bei Christine Hieke unter 08233/789141 oder über www.volksbuehne-mering.de
  • Termine Vom 4. bis 29. November finden die Vorstellungen für Schulen und Kindergärten von Montag bis Freitag (außer Mittwoch) um 9 und um 10.30 Uhr statt. Kartenvorbestellungen für Gruppen bei Hildegard Wenderoth Tel. 01522/9722439
  • Preise 3,50 Euro pro Person, Gruppen bezahlen 3 Euro.

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren