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Mering

13.05.2019

Meringer Volksfestbesucher trotzen den Eisheiligen

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Über ein volles Zelt zeigte sich Festwirt Burkhard Greiner an den ersten drei Abenden mit den Partybands sehr zufrieden, nur der Sonntag war wie jedes Jahr nur mäßig besucht
Bild: Heike John

Die Schausteller auf dem Volksfestplatz kämpfen aber  mit Nässe und Kälte. Warum der Termin für das kommende Jahr noch nicht feststeht.

Zum Festabschluss gab Burkhard Greiner am Sonntagabend im Zelt in Mering auf der Bühne zusammen mit der Band Isar 3 sogar noch eine Gesangseinlage samt Jodler. Am letzten Abend hatte der Festwirt dazu Muße, denn die Besucherzahl war wie jedes Jahr an den Sonntagen verhalten. Alles in allem zog er für sich allerdings eine sehr positive Bilanz vom Meringer Volksfest. Darin dürfte er auch mit den vielen Gästen übereinstimmen, die am Donnerstag-, Freitag- und Samstagabend in Scharen ins Zelt strömten. Wer nach 19 Uhr noch einen Sitzplatz ergattern wollte, musste lange suchen.

Die Bands Frontal Party Pur, Tropical Rain und Manyana schafften es an allen drei Abenden in kürzester Zeit, Partystimmung zu verbreiten. Gäste verschiedener Generationen, fast allesamt in Tracht, standen gemeinsam auf den Bänken, um zu einschlägigen Bierzeltschlagern ausgelassen zu feiern.

„Am Freitag, dem Tag der Betriebe, und am Samstag haben wir mit einem fast komplett vollen Zelt die Besucherzahl vom Vorjahr wohl noch übertroffen“, so zog der Festwirt zufrieden Bilanz. 1630 Plätze weist das mit gelb-blauen Deckengirlanden geschmückte Festzelt auf. Auch beim Volksfestauftakt am Donnerstag war richtig was los, allerdings hangelten sich viele Besucher mit den ergatterten Freibiermarken durch den Abend. Denn wer als Mitglied eines Vereins um 18 Uhr zum Standkonzert am Marktplatz eintrudelte und gemeinsam mit seiner Mannschaft zum Volksfestplatz einzog, der erhielt von der Gemeinde eine Freimarke. Und so zog sich nach vorangegangenem Freibiergenuss und einem Standkonzert der drei Meringer Musikkapellen trotz des schlechten Wetters ein langer Zug mit auffällig vielen Mitgliedern im roten Sportdress Richtung Volksfestplatz. Auch der Kindernachmittag begeisterte die Besucher..

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Mitten unter ihnen Umberto von Beck-Peccoz, der sich zusammen mit seiner Frau in der Brauereikutsche zum Festplatz fahren ließ. Der Chef der Kühbacher Brauerei kann wohl mit dem Bierumsatz in Mering auch zufrieden sein. Noch ein letztes Mal als Meringer Bürgermeister durfte Hans-Dieter Kandler das Fass im Zelt anzapfen, was er mit zwei geübten Schlägen vollbrachte.

Bedienungen kommen im Festzelt kräftig ins Schwitzen

Wer sich im Kreis der lokalen Politprominenz bewegte, konnte noch weitere Freibiere ergattern, danach hieß es 9,10 Euro pro Maß zu berappen. Hier und da wurde über den doch recht hohen Bierpreis gemeckert. „Bei mir hat sich aber keiner beschwert“, sagte Burkhard Greiner. Vielmehr habe er beobachtet, dass die Besucher in Mering recht großzügig Trinkgeld geben. 24 Bedienungen waren abends im Einsatz, um all die durstigen Kehlen zu versorgen und sie kamen mit bis zu zwölf auf einmal gestemmten vollen Maßkrügen ordentlich ins Schwitzen.

Stefan Sumperl erinnert sich ans Meringer Volksfest

Draußen vor dem Zelt herrschten jedoch die Eisheiligen und sorgten mit niedrigen Temperaturen und nasskaltem Wetter für einen eher mauen Umsatz. „Dafür dass es so kalt war, ging aber doch noch einiges“, so gaben sich die meisten Schausteller und Verkäufer im kleinen Vergnügungspark mit dem Umsatz mäßig zufrieden. Das ungemütliche Wetter sorgte wohl auch dafür, dass rund 150 Senioren weniger als im Vorjahr der Einladung von Gemeinde und Sparkasse zum Seniorentag bei einem halben Hendl und einer Freimaß folgten. „Das gesellige Zusammentreffen ist jedes Jahr immer wieder schön“, findet Stefan Sumperl. Der 84-Jährige langjährige Gemeinderat und ehemalige zweite Bürgermeister kann sich noch gut an frühere Volksfeste erinnern, aber auch an Zeiten, wo auf dem Festplatz keine Veranstaltung mehr stattfand und wie man später das traditionsreiche Heimatfest wieder aufleben ließ. „Wir hatten sogar mal einen Volksfestausschuss im Gemeinderat“, erzählt er.

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Großer Andrang beim Meringer Volksfest
Bild: Gönül Frey

Begeistert zeigte er sich vor allem vom Spiel der Feuerwehrkapelle, die beim Volksfest besonders oft im Einsatz war. Denn anders als gewohnt übernahmen die Musiker unter der Leitung von Stefan Nerlich auch die musikalische Begleitung des Zeltgottesdienstes und des Mittagstischs, da die Kolpingkapelle zeitgleich ihr traditionelles Muttertagskonzert in der Mehrzweckhalle spielte. Allzu viele Mütter weilten an ihrem Ehrentag allerdings nicht mit ihren Familien im Festzelt. „Der Sonntag ist immer ein Minusgeschäft und das nicht nur in Mering“, erklärte der erfahrene Festwirt. Noch am letzten Abend gleich nach dem abschließenden Hochfeuerwerk ließ er bereits die Zeltdekoration abbauen. Das nächste Engagement von Burkhard Greiner ist in Lohhof-Unterschleißheim, wo auch Markus Söder an einem Abend im Festzelt zu Gast sein wird.

Wann im nächsten Jahr wieder auf dem Meringer Volksfestplatz das Zelt aufgebaut wird, steht übrigens noch nicht genau fest. „Es gibt zwei Termine für den Volksfestbeginn. Entweder der 30. April oder der 18. Juni“, gibt Burkhard Greiner Auskunft. Abhängig ist dies laut seinen Angaben vom Zeitplan des Autoscooter-Betreibers. Denn ohne Fahrspaß vor dem Festzelt ist auch der Feierspaß drinnen nur halb so groß.

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