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Mering

23.12.2020

Meringer müssen für ihr Wasser mehr bezahlen

Die Meringer müssen fürs Trinkwasser künftig mehr bezahlen.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Plus Immer wieder sorgen Merings alte Wasserleitungen für Rohrbrüche. Für die gestiegenen Instandhaltungskosten müssen nun die Verbraucher aufkommen.

Der Marktgemeinderat Mering hat beschlossen, die Gebühren für die Wasserversorgung anzuheben. Bisher zahlten die Nutzer 1,53 Euro pro Kubikmeter Wasser, künftig werden es 1,71 Euro sein. Wie Bürgermeister Florian Mayer in der jüngsten Sitzung erläuterte, sind dafür vor allem die gestiegenen Kosten bei der Instandhaltung des Rohrnetzes verantwortlich. Statt wie bislang 700.000 Euro für einen Zeitraum von drei Jahren sind künftig 950.000 Euro veranschlagt.

Laut dem Bürgermeister sei dies bereits ein Kompromiss. Würde der Markt Mering an seinem selbst gesetzten Ziel festhalten, nämlich jedes Jahr 1500 Meter seiner teils schon ziemlich mitgenommenen Leitungen auszutauschen, wären die Kosten für die Verbraucher noch deutlich stärker gestiegen. Da die Wasser- und Abwasserversorgung kostendeckend kalkuliert werden müsse, gebe es rechtlich auch keine andere Möglichkeit, als solche Ausgaben über die Gebühren an die Meringer weiterzugeben.

Grünen-Rat ist verärgert über die Erhöhung der Wassergebühren in Mering

Verärgert äußerte sich Stefan Kratzer (Grüne). Die Gemeinde habe es viele, viele Jahre versäumt, für die nötigen Einnahmen beispielsweise durch die Ansiedlung von Gewerbe zu sorgen. Und nun müssten die Menschen den Preis zahlen. Kratzer verwies auf eine Vielzahl von Erhöhungen, die zuletzt beschlossen worden waren, wie etwa bei der Grundsteuer oder auch der Hundesteuer. "Wie viel soll der Bürger noch zahlen?" Bürgermeister Mayer entgegnete, dass die einzig mögliche Alternative wäre, die maroden Leitungen nicht instand zu setzen. "Das müssten Sie dann dem Bürger gegenüber vertreten".

Entsprechend beschloss der Gemeinderat die neue Satzung für die Wasserversorgung ohne Gegenstimmen. Ebenfalls angehoben wird darin der Beitrag für die Wasserversorgung. Dieser fällt jedoch nur dann an, wenn ein Grundstück neu ans Wassernetz angeschlossen wird, also in der Regel nur in Neubaugebieten.

Der Beitrag beträgt künftig 68 Cent pro Quadratmeter Grundstücksfläche (bisher 65 Cent) und 3,21 Euro pro Quadratmeter Geschossfläche (bisher 3,08 Euro). Die Abwassergebühren und -beiträge bleiben dagegen unverändert.

Das waren weitere Themen im Gemeinderat:

  • Glückstraße: Die erste Maßnahme, die die Meringer mit ihren Gebühren mitfinanzieren, ist der Austausch der rund 300 Meter langen Wasserleitung in der Glückstraße. Diese stammt zum großen Teil aus dem Jahr 1962 und es hat hier schon einige Wasserrohrbrüche gegeben.
  • Hundesteuer: Wie berichtet, hat der Gemeinderat beschlossen die Hundesteuer zu ändern. Zum einen soll die bisher geltende Staffelung nach der Anzahl der Vierbeiner aufgehoben werden. Jeder Hund kostet künftig gleichermaßen 65 Euro, Kampfhunde 500 Euro. Dazu beschloss der Gemeinderat nun auch noch die nötige Satzungsänderung.
  • Gewerbegrundstück: Der Markt Mering bietet ein Grundstück im Gewerbegebiet nördlich der Umgehungsstraße zum Verkauf an. Das Areal am Gaußring 10 ist 927 Quadratmeter groß. Das Mindestgebot beträgt 220 Euro pro Quadratmeter. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite des Marktes Mering.

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