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Nachhaltigkeit

31.01.2017

Meringer planen für folgende Generationen

Beim ersten Zukunftsforum werden Ideen von Radwegen bis hin zu fairem Kaffee gesammelt

Zum ersten Mal fand im Papst-Johannes-Haus das Meringer Zukunftsforum statt. Im Sinne von „Global denken – lokal handeln“ stellten sich die Teilnehmer der Herausforderung, zu überlegen, wie ihr Ort und ihre Region und jeder Einzelne dazu beitragen können, dass das Leben auch noch für nachfolgende Generationen möglich und erstrebenswert ist.

Fast täglich berichten die Medien von Umweltkatastrophen, Klimaveränderung und Artensterben. Auch die aktuelle Flüchtlingswelle habe darin eine ihrer Ursachen, sagen die Organisatoren. Papst Franziskus findet hierzu in seiner Enzyklika „Laudato Si“ klare Worte: „Wenn jemand die Erdenbewohner von außen beobachten würde, würde er sich über ein solches Verhalten wundern, das bisweilen selbstmörderisch erscheint.“

Die Organisatoren des Forums sind sich darin einig, dass man nicht die Hoffnung aufgeben darf. Lieber sollte man versuchen, etwas bei sich und im eigenen Umfeld zu verändern. „Auch wenn es nur kleine Schritte sind, wenn viele Menschen diese Schritte gehen, wird sich etwas verändern“, formulierten es Michael Dudella und Rudi Kaiserswert in ihren einleitenden Worten. Britta Freitag erläuterte anschließend, dass nachhaltiges Wirtschaften in Deutschland quasi erfunden wurde, indem bereits seit dem Mittelalter nachhaltige Forstwirtschaft betrieben wird.

Im Anschluss an diese einleitende Einstimmung waren die Teilnehmer aufgerufen, sich Gedanken darüber zu machen, wie Mering nachhaltiger werden kann. Ausbau des Radwegenetzes, Stadtbus, plastikfreier Einkauf, nachhaltiges Beschaffungswesen der Marktgemeinde, Repair-Café, Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs, Fair-Trade-Kommune, Bepflanzung des öffentlichen Raums, Mehrwegbecher für Mitnahmekaffee sowie Erhaltung und Wiederverwendung von Bausubstanz waren nur einige Vorschläge, die ausgiebig diskutiert wurden. Sie werden in die weitere Arbeit des Meringer Nachhaltigkeitsteams integriert und in Kürze unter www.mering.info im Internet zur Diskussion gestellt.

Nach dem jährlich stattfindenden Meringer Zukunftsmarkt und dem in kurzen Abständen stattfindenden Zukunftskino ist das jährlich stattfindende Zukunftsforum jetzt die dritte Einrichtung, die dazu beitragen soll, dass Mering nachhaltiger und lebenswerter wird. Damit hoffen die Initiatoren, dass Mering seinen Beitrag für eine Verbesserung globaler Problemfelder leistet – auch für die nachfolgenden Generationen.

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