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Handball Bayernliga

29.04.2018

Mirko Pesic verabschiedet sich schon wieder

Gab das letzte Anweisungen für die Friedberger erste Mannschaft am Spielfeldrand: Trainer Mirko Pesic.
Bild: Michael Hochgemuth

Trainer hört beim TSV Friedberg auf. Team gewinnt zum Saisonabschluss gegen den VfL Günzburg.

Zum Saisonabschluss lieferten sich die Handballer des TSV Friedberg und des VfL Günzburg vor 650 begeisterten Zuschauern ein echtes Spektakel. Nach 60 packenden Minuten setzten sich die Herzogstädter mit 33:31 (14:14) durch und beenden die Bayernliga als Zweiter. Vor dem Spiel verabschiedete der TSV seinen Trainer Mirko Pesic, der nach einem Jahr seinen Posten schon wieder räumen wird.

Zudem werden folgende Spieler den Verein verlassen: Michael Schnitzlein, Maximilian Schneider, Felix Augner und Thomas Wagenpfeil, der fast 24 Jahre lang für Friedberg aktiv war. Verletzungen und berufliche Veränderungen lassen für diese Gruppe die Fortsetzung ihrer Karriere in Friedberg nicht mehr zu.

Die Günzburger reisten mit zahlreicher und lautstarker Unterstützung an, ihre Anhänger belegten einen ganzen Block der TSV-Halle und machten mit Gesang und Trommeln viel Betrieb. Da wollten sich die Friedberger Fans nicht lumpen lassen, vor einer beeindruckenden Kulisse pushten sich die beiden Fanlager gegenseitig.

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Das Derby begann Günzburg mit klaren Vorteilen. Die offensive Abwehr der Gäste bestrafte den zu statischen Ansatz in der Offensive der Friedberger, zahlreiche Ballverluste waren die Folge. Zudem hatte Trainer Hofmeister sein Team sehr gut auf die Kreisanspiele der Herzogstädter eingestellt, diese Waffe blieb am Samstag stumpf.

Defensiv brauchte die Friedberger 6-0-Formation gute 20 Minuten, um in die Partie zu finden. Mehrere unnötige Zeitstrafen schwächten sie zusätzlich, das 5:10 nach 15 Minuten versprach harte Arbeit für den TSV. Seine Abwehr zeigte sich dann aber den Herausforderungen besser gewachsen: Mit nur einem Gegentor in den nächsten zehn Minuten legte er den Grundstein für eine Aufholjagd, die mit dem 14:14-Ausgleich wenige Sekunden vor der Pause erfolgreich endete.

Im zweiten Durchgang war der VfL lange Zeit wieder das bessere Team. Friedberg stand defensiv erneut zu passiv, bis zum 20:24 nach 42 Minuten hatten die Gäste alles im Griff. Angeführt vom nimmermüden Peter Haggenmüller und dem nicht aufzuhaltenden Fabian Abstreiter kam Friedberg aber erneut zurück. Dank des glänzend aufgelegten Keepers Benjamin von Petersdorff und einer defensiven Steigerung führte Friedberg zehn Minuten vor Schluss mit 26:25.

Günzburg hielt das Derby bis in die drittletzte Minute offen. Nach dem 29:29 entschieden die Gastgeber mit drei Toren am Stück in 60 Sekunden aber das Spiel zu ihren Gunsten. Die Rekordkulisse in der TSV-Halle half auch der Caritas-Sozialstation Friedberg. Denn Hannes Proeller von der Rosenapotheke spendete 1150 Euro, also die Einnahmen aus diesem Abend, für die soziale Einrichtung.

Friedberg Kraus; v. Petersdorff; Okyere (4); Haggenmüller (4); Thiel (2); Augner (6/3); Loris; Wilken; T. Müller; Koch; Dittiger (4), Abstreiter (9); A. Schneider (4); Prechtl

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