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Ausstellung

01.04.2015

Mit 35 jünger denn je

Künstler zeigen ihre Arbeiten im Foyer der Friedberger Stadthalle

35 Jahre und kein bisschen leise; langweilig, gefällig oder gar rückwärtsgewandt? Im Gegenteil: Die Jubiläumsauflage der Kunstausstellung Friedberg ist vielfältiger, facettenreicher, provokativer und jünger denn je. Mit 61 Werken (Skulpturen, Gemälden, Grafiken und Objekten) von 53 Künstlern aus Süddeutschland ist die 35. Kunstausstellung Friedberg eine der wichtigsten des Landkreises Aichach-Friedberg. Die Sammlung spiegelt nicht nur die aktuelle Kunstszene und ihr kreatives Potenzial wider, hier finden Kunstschaffende, Kunstfreunde und Kunstkäufer im Dialog zusammen.

Nichts hätte das besser beweisen können als die Ausstellungseröffnung im Foyer der Stadthalle, bei der erstaunlich viel Publikum zugegen war. Die ließen sich einerseits vom weichen Sound des Marimbafons vom Duo Safari unterhalten, andererseits wurde leidenschaftlich diskutiert. Zum Beispiel über drei aufeinandergestapelte Stühle, zwischendrin mit Ziegeln beschwert, ein Objekt von Norbert Schessl. „Alles im Lot?“, fragte Rose Maier Haid in ihrer Begrüßungsrede und stellte fest, dass dem nicht so ist. Doch lässt sich mit einem Lot nicht nur die Gerade bestimmen, auch als Pendel und Pinsel ist ein Lot zu verwenden. Das wurde von Schülern der Kunstschule demonstrativ bewiesen.

Bürgermeister Roland Eichmann bewunderte den Mut, sich als Künstler zu outen, ebenso wie den Mut, eine Absage seitens der Jury zu erfahren. „Die Besucher erleben beim Betreten der Stadthalle einen beeindruckenden Querschnitt zeitgenössischen Kunstschaffens, den wohl mancher hier nicht vermuten würde“, freute sich Eichmann. Die Auseinandersetzung mit manchen Werken ist manchmal bestimmt nicht einfach. Es ist vieles dabei, was auf dem Gebiet zeitgenössischer Malerei en vogue ist. Abstraktes, Gestisches, Flächiges, Figuratives, Geschichtetes, Übermaltes oder mit breitem Pinsel gezogene Bahnen. Klebebandobjekte und Holzskulpturen. Ob der Aufruf in kräftigen Farben zur Toleranz von Gerald Bauer oder die Vollbeschäftigung von Ulrich Sobeck, bei der Drahtfiguren einen Holzblock besteigen – wessen Kunst am meisten die Gunst der Besucher auf sich zog, das war schwer auszumachen. Viel Fotorealistisches oder auch Fotografie, also für jeden Geschmack eine reiche Auswahl, die während der Osterferien besichtigt werden kann.

Geöffnet ist die 35. Friedberger Kunstausstellung in der Aula der Friedberger Stadthalle bis 12. April, montags bis freitags von 14 bis 18 Uhr, samstags 12 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr. Am Donnerstag, 9. April, wird Rose Maier Haid mit Kindern von 15 bis 17 Uhr malen und ab 20 Uhr die Werke in ein anderes Licht, nämlich das der Taschenlampe, tauchen.

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