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Arbeiterwohlfahrt

28.03.2015

Mit Malstift gegen Ausgrenzung

So wie Viktor in der Fliederstraße, warfen viele Hortkinder ihre gemalten Karten gegen Rassismus in Kissinger Briefkästen.
Bild: Heike John

Kissinger Hort hat sich am Internationalen Tag gegen Rassismus beteiligt

Ein blondes und ein dunkelhäutiges Mädchen als Freundinnen, ein Willkommensgruß für Menschen aus dem Dschungel, vom Meeresstrand oder aus der Wüste und sogar bewaffnete Kämpfer in Afghanistan, denen Kissinger ein freundliches Hallo entgegenbringen. All dies sind Motive, die Kinder im AWO-Hort gemalt haben. Auf Einladung der Arbeiterwohlfahrt setzten sie sich unter dem Motto „ AWO gegen Rassismus – AWO für Vielfalt“ mit dem Thema Rassismus auseinander. Alles im Rahmen des Internationalen Tags gegen Rassismus, wobei noch bis 29. März die Woche gegen Rassismus begangen wird. Das alles war Anlass genug für die Arbeiterwohlfahrt, alle ihre Einrichtungen aufzurufen, mit kreativen Aktionen ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen und sich zu beteiligen.

Im Kissinger Hort „Schlaue Füchse“ entschied man sich zu einer Postkartenaktion. Die Ausgangsfrage dazu lautete: Wie können wir zum Ausdruck bringen, dass Ausgrenzung weder in unserem AWO-Hort und noch in einem anderen demokratischen Raum Platz haben darf und dass jeder, egal ob er eine andere Hautfarbe oder eine andere Nationalität hat, willkommen ist? „In meiner Kindersprechstunde, die jeden Montag stattfindet, haben wir das Thema seit Wochen ausführlich diskutiert“, erzählt Hortleiterin Madeleine Mrotzek. „Ein paar Kinder erlebten bereits selbst einmal die Erfahrung der Ausgrenzung oder haben sie bei Freunden gesehen. Auch um die Flüchtlingsfamilien waren sie sehr besorgt“.

So entschied man sich zu einer Malaktion. Das Resultat waren gedruckte Postkarten, auf denen spielende Kinder unterschiedlicher Hautfarben oder Familien aus unterschiedlichen Ländern willkommen geheißen werden oder auch die Geschichte einer vertriebenen Familie, die in Kissing herzlich aufgenommen wird, zu sehen ist. In der vergangenen Woche verteilten die Kinder in Begleitung ihrer Pädagogen in Kissing Hundert ihrer selbstgemalten Karten. Größtenteils wurden sie in Briefkästen geworfen, teils aber auch persönlich in der Sparkasse, im Schreibwarengeschäft, in der Apotheke oder der Eisdiele verteilt und hierzu die Hintergründe erklärt. „Mit dieser Postkartenaktion leisten die Kinder und Fachkräfte des AWO-Kinderhortes „Schlaue Füchse“ einen Beitrag zur weiteren Sensibilisierung für das Thema „(Alltags)rassismus“, freut sich Madeleine Mrotzek zusammen mit ihrem Team. Im Kissinger Hort haben derzeit 14 von 55 Kindern einen Migrationshintergrund. (jojo)

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