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Einweihung

26.09.2011

Mit dem Zug fährt Merchings Wappen durch die Region

Merchings Bürgermeister Martin Walch (links) und Heino Seeger, der Initiator des Projekts, präsentieren stolz das Merchinger Wappen, das nun auf dem Zug der Bayerischen Regionalbahn zu sehen ist.
Bild: Foto: Regina Kendler

Die Gemeinde ist Pate für einen Triebwagen der Bayerischen Regiobahn. Gefeiert wurde mit einem Segnungsgottesdienst und einem Sektempfang

Merching Neben Mering darf nun auch die Gemeinde Merching ihr Wappen an den Ammersee und viele weitere Orte in der Region schicken. Denn als sichtbares Zeichen einer intensiven Partnerschaft mit der Bayerischen Regio Bahn ( BRB) hat sich Merching dazu entschlossen die Patenschaft für einen Triebwagen anzunehmen. Der gute Name Merching werde so von Eichstätt im Norden bis nach Schongau im Süden getragen, versichert Bürgermeister Martin Walch.

Um das zu feiern, haben sich viele der Bürger am Bahnhof versammelt. Dort wird das neu angebrachte Wappen enthüllt und der Zug getauft, wobei „es sich wohl eher um eine Segnung der Fahrgäste handelt, als um ein Sakrament für die Maschine“, so Heino Seeger, der Geschäftsführer der BRB und Initiator dieses Projekts. Er übergibt das Wort zunächst an Walch, der knapp die Etappen der Merchinger Bahnstation schildert. „Zu Zeiten der Industrialisierung mussten sich unsere Bürger nach Mering oder Althegnenberg begeben, um die große weite Welt zu entdecken zu können“, sagt Walch und erinnert an das historische Jahr 1896 als die kleine Gemeinde endlich auch an das Eisenbahnnetz angeschlossen wurde. Seit 2008 gebe es ihm zufolge eine gute Zusammenarbeit mit der BRB, die sich für die Interessen ihrer Kunden stark mache und anders als „der rote Riese“ ausschließlich modernstes Zugmaterial einsetze. Tatsächlich stimmt auch Paula Wecker, eine Merchingerin, die dem Einweihungsspektakel beiwohnt, dieser Einschätzung zu: „Ich bin keine regelmäßige Zugfahrerin“, sagt sie. „Aber soweit ich das mitbekomme, hat die BRB vor allem in punkto Schülerverkehr einiges verbessert“. Für eine tolle Idee hält Paula Wecker außerdem die kirchliche Segnung des Zuges und der Reisenden. „Es passieren ja immer wieder Unglücke und ich glaube so macht man sich bewusst, dass der Mensch bei technischen Problemen nicht allein da steht“.

Verspätung war hoffentlich eine Ausnahme

Mit dem Psalm 121, der mit den Worten „Unterwegs unter Gottes Schutz“ einsetzt, sprechen Pfarrer Xavier Vettikuzhiachalil und der Lektor Michael Schweinberger den Segen über alle Fahrgäste und beten dafür, dass dieser Zug Menschen miteinander verbindet. Als Merchings Wappen daraufhin enthüllt und von den Zuschauern freudig beklatscht wird, drängt der Lokführer langsam zur Weiterfahrt. Denn schließlich gibt es einen Zeitplan einzuhalten und die mit zehn Minuten Verspätung angekündigte Einfahrt des Zuges „soll hoffentlich eine Ausnahme sein“, sagt Walch. Während sich nun einige aus der Menge verabschieden und gleich mal auf große Fahrt Richtung Schongau gehen, nutzen die anderen das strahlende Wetter und lassen sich bei dem Stehempfang auf Kosten der Gemeinde Brezeln, Sandwich und Sekt schmecken. Dazu gibt es musikalische Untermalung durch den Musikverein Merching. Um den Bürgermeister über den Aufbruch der prachtvollen „Merching-Bahn“ hinweg zu trösten, überreicht ihm der BRB-Geschäftsführer Heino Seeger jedoch ein eigens angefertigtes Modell-Exemplar, das ab sofort auf dem Weihnachtswunschzettel des dreijährigen Elias steht. Zusammen mit seinem Opa und seiner Mama ist auch er gekommen. Als er gehört hat, dass es heute um Züge geht, hat er sofort einen seiner Spielzeug-Waggons mitgenommen. „Aber so einen hab ich noch nicht“, sagt er und lächelt schüchtern.

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