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Freizeit

09.05.2015

Mit der richtigen Technik ins unbekannte Land des Nordic Walking

Jetzt geht es auf die Piste: Seminarleiter Gerhard Beichl (vorne) zeigt Daniela Weinberger, Harald Högg und Margot Högg (von links), wie Nordic Walking funktioniert. Vor allem die Technik ist wichtig, denn der Sport soll die Gesundheit fördern. Auch in den nächsten Wochen wird die Gruppe in Ottmaring an der Paar entlang gehen.
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Jetzt geht es auf die Piste: Seminarleiter Gerhard Beichl (vorne) zeigt Daniela Weinberger, Harald Högg und Margot Högg (von links), wie Nordic Walking funktioniert. Vor allem die Technik ist wichtig, denn der Sport soll die Gesundheit fördern. Auch in den nächsten Wochen wird die Gruppe in Ottmaring an der Paar entlang gehen.

Gerhard Beichl gibt Einblicke in die noch junge Sportart. Unser Volontär Sebastian Richly hat es ausprobiert. Warum ein Fußballer Vorteile hat und auf was es wirklich ankommt

Schnell die Sportklamotten angezogen, die Laufschuhe geschnürt und die Stöcke in die Hand genommen – schon kann es losgehen beim Nordic Walking. Falsch gedacht, denn so einfach geht es nicht. Gerhard Beichl ist passionierter „Walker“. Er zeigt Anfängern, wie es geht. Zurzeit gibt er einmal pro Woche über die Volkshochschule einen Kurs. Auch meditative Elemente sind dabei, der Unterschied zu anderen Sportarten wird schnell klar.

Sechs Personen haben sich in der Nähe des Sportplatzes in Ottmaring zusammengefunden, darunter auch Sebastian Richly, Volontär der Friedberger Allgemeinen. Für den Fußballer ist es das erste Mal mit den Stöcken. Bevor es losgeht, gibt Gerhard Beichl eine Einweisung. Die ist wichtig, denn Stock ist nicht gleich Stock und die Technik schwerer als gedacht. Besonders wichtig sei der richtige Gang: „Das machen viele falsch, deshalb ist es ganz entscheidend, die richtige Haltung von Beginn an zu lernen“, sagt Beichl. Seit etwa sieben Jahren geht der erfahrene Sportler walken. Anfangs habe auch er die falsche Technik gehabt, als er vor fünf Jahren einen Kurs besuchte, änderte sich vieles: „Nur so ist es auch für die Gesundheit gut. Auf die richtige Technik kommt es an“, sagt er.

Jetzt sind die Teilnehmer an der Reihe. Nach und nach sollen sie das Gelernte umsetzen. Daniela Weinberger aus Mering macht den Anfang. Sie schlägt sich gut, erhält Lob von Beichl. Auch Margot Högg aus Friedberg gleitet mit den Stöcken über den Kiesweg. Ihr Mann Harald tut sich etwas schwerer. Auch Sebastian Richly hat am Anfang seine Probleme: „Arme beugen und nach hinten strecken. Der Oberkörper bleibt gerade. Nicht so verkrampft“, gibt Gerhard Beichl klare Kommandos. Und tatsächlich, jetzt läuft es deutlich besser. „Fußballspieler tun sich da leichter. Vom Bewegungsablauf gibt es da einige Gemeinsamkeiten“, weiß Beichl.

Kurzer Zwischenstopp: Denn Beichl bietet ein Balance-Nordic-Walking an. Der Geist soll auch trainiert werden. Deshalb stehen jetzt Atemübungen auf dem Programm. „Tief ein- und ausatmen. Die Augen schließen und auf die Geräusche achten“, gibt Beichl die Marschroute vor. Auch ruft der 65-Jährige nun zum Dehnen auf, genau wie die Fußballer vor einem Spiel.

Jetzt kann es richtig losgehen. Die siebenköpfige Gruppe macht sich auf den Weg, schön langsam versteht sich. „Es geht nicht um Geschwindigkeit. Der Sportler soll seine Umgebung bewusst wahrnehmen“, weiß Beichl. Der Weg sei sozusagen das Ziel. Links, rechts, Stöcke zurück: Immer wieder derselbe Bewegungsablauf. Konzentration ist dabei gefragt, ab und an kommt einer der Kursteilnehmer aus dem Tritt. Beichl greift dann ein: „Die Stöcke weiter nach hinten, den Griff locker lassen.“ Harald Högg ist mittlerweile ganz gelassen: „Meine Frau hat sich angemeldet und ich habe spontan mitgemacht, wegen der Gesundheit“, sagt er. Daniela Weinberger hat jetzt den Bogen raus, sie läuft sogar abseits des Weges durch das hohe Gras.

Die Zeit vergeht schnell, schon ist die Gruppe auf dem Rückweg. Viele Meter haben die sieben nicht zurückgelegt, aber das sei laut Beichl auch nicht wichtig. Ihm gefallen andere Dinge: „Von Kopf bis Fuß kommt der Körper in Bewegung. Man ist an der frischen Luft und kann die Natur bewusst genießen.“ Das komme im Alltag zu kurz.

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