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Schmiechen

13.05.2020

Mit diesem Team will Schmiechen in die Zukunft starten

Der neue Schmiechener Gemeinderat hat seit langem einmal wieder auch zwei weibliche Mitglieder von links: Sophie Schweyer und Katharina Velt.
Bild: Edigna Menhard

Josef Gailer wird in Schmiechen zum Zweiten und Wilhelm Kistler zum Dritten Bürgermeister gewählt. So werden die weiteren Posten besetzt.

Als sich die Schmiechener Gemeinderäte das erste Mal in der neuen Amtsperiode zur konstituierenden Sitzung versammelten, begrüßte Bürgermeister Josef Wecker neben den zehn neuen und wiedergewählten Räten der Freien Wähler ganz besonders die beiden Grünen-Politikerinnen Katharina Velt und Sophie Schweyer: „Wir haben schon lange keine Frauen mehr im Gremium gehabt. Das wird unsere Arbeit bereichern.“

Auf der Agenda stand neben der Vereidigung des Rathauschefs und der neu gewählten Mitglieder des Gemeinderates auch die Wahl der weiteren Bürgermeister: Josef Gailer hat das Amt des Zweiten Bürgermeisters übernommen – für ihn stimmten elf der insgesamt 13 Wahlberechtigten. Mit zehn der 13 Stimmen wurde anschließend Wilhelm Kistler zum Dritten Bürgermeister bestimmt.

Katharina Velt ist die neue Jugendbeauftragte in Schmiechen

Und es galt noch, weitere Posten zu verteilen: Katharina Velt ist die neue Jugendbeauftragte, während Josef Gailer Kindergartenbeauftragter und Josef Kölz Seniorenbeauftragter bleiben. Der Bau- und Finanzausschuss wird in den kommenden sechs Jahren von Josef Gailer, Christian Mutter, Wilhelm Kistler und Sophie Schweyer besetzt. Beim Rechnungsausschuss verständigte sich die Freie-Wähler-Fraktion darauf, dass man auch einen Sitz an die Grünen abgeben wolle. Deshalb werden in diesem Gremium künftig nicht nur Stefan Ludwig und Wolfgang Schuster einen Platz haben, sondern auch Sophie Schweyer.

 

Künftig soll es zudem einen weiteren Ausschuss namens „Zukunft, Mobilität und Infrastruktur“ geben, um dieser Thematik mehr Raum zu geben. Hier werden neben Josef Wecker auch Herbert König, Peter Zerle, Stefan Ludwig, und Katharina Velt zusammensitzen. Wichtig war Bürgermeister Josef Wecker, dass er auch wieder zum „Eheschließungsstandesbeamten“ bestellt wurde. „Das ist eine Arbeit, die mir sehr gut gefällt“, verkündete er. „Und es ist mir ein großes Anliegen, weil es für junge Leute schön ist, wenn sie im eigenen Ort heiraten können.“ Immerhin schon 34 Trauungen habe er in den vergangenen Jahren durchführen dürfen, erzählt er.

Weiterer Tagesordnungspunkt der Sitzung war die Diskussion über die Entschädigungsleistungen für den ehrenamtlichen Bürgermeister. Die zwölf Gemeinderäte einigten sich, monatlich 4000 Euro zu zahlen. Dazu kommt eine Reisekostenvergütung von monatlich 310 Euro plus einer Informationspauschale von 55 Euro, die die Kosten für Telefon, Drucker etc. abdecken soll. Die Entschädigungsleistungen für den Zweiten Bürgermeister Josef Gailer wurden von bislang 150 Euro monatlich auf 250 Euro erhöht. Der Dritte Bürgermeister erhält lediglich im Vertretungsfall eine Vergütung, die 1/30 der monatlichen Entschädigung je Vertretungstag des 1. Bürgermeisters beträgt.

Sitzungsgeld in Schmiechen wird angehoben

Außerdem wurde festgelegt, dass für die ehrenamtlichen Gemeinderäte das Sitzungsgeld von 15 Euro pro Sitzung auf 30 Euro angehoben wird. Die Mitglieder erhalten zudem die IT-Pauschale von 400 Euro einmalig ausgezahlt, statt wie bisher in zwei Teilen. Diese Pauschale ist dafür gedacht, dass sie sich die Politiker ein Tablet oder andere IT kaufen, mit dem sie auf das digitale Ratsystem zugreifen können.

 

Nach dem konstituierenden Teil der Sitzung ging es auch gleich an das Tagesgeschäft des Gemeinderats. Josef Wecker informierte, dass mit dem Bau des Radweges von Unterbergen nach Mering am 18. Mai begonnen werde. Deshalb werde die Straße komplett – vermutlich bis Oktober – gesperrt. Darüber hinaus sei das Rathaus in Schmiechen wieder geöffnet.

Ärgerlich sei, dass es nicht nur Ostern, sondern auch in der Freinacht auf den 1. Mai zu Sachbeschädigungen und anderen unangenehmen Vorfällen gekommen sei. So sei unter anderem ein Wasserschlauch in einen Kellerabgang gelegt und das Wasser aufgedreht worden. Dass der Keller glücklicherweise nicht vollgelaufen ist, sei einem Gulli am Kellerabgang zu verdanken. „Mit Brauchtum hat das nichts mehr zu tun“, ärgerte sich Josef Wecker. Er könne nur an die Eltern appellieren, mit ihren Kindern zu reden, dass es eine Grenze zwischen Spaß und Sachbeschädigung gebe.

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