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Kleinkunst

09.10.2014

Müllapostel, Weiberfeind und Hausdrache

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„Adams letztes Abenteuer“ mit Franz Abold und Fanny Schmelcher, gespielt 1979, war eines der Theaterstücke der Rieder Bühne.

Die Theaterfreunde Ried feiern ihr 40-jähriges Bestehen. Die Fangemeinde kommt aber eher von außerhalb

1974 begann in Ried eine neue Zeitrechnung. Dies gilt zumindest für die Geschichte der Theaterfreunde, die auf ein 40-jähriges Bestehen zurückblicken können. Aus diesem Anlass findet am Samstag, 18. Oktober, um 19.30 Uhr in der Turnhalle des Rathauses ein gemütlicher Festabend statt. Auf dem Programm stehen neben dem Rückblick auf vier Jahrzehnte, den Grußworten der Ehrengäste und der musikalischen Unterhaltung durch „Die Kissinger“ auch die Aufführung eines Sketches der Theaterjugend und ein Einakter der Erwachsenentruppe.

Theater gespielt wurde in Ried schon 1920. Bis 1974 war dafür der Burschenverein verantwortlich. Doch mit jungen Burschen allein lässt sich auf Dauer nicht Theater spielen, so merkten die Rieder bald. Auch ältere Männer und Frauenrollen mussten her, und so wurde ein Theaterverein gegründet. Am 4. September 1974 fand die Gründungsversammlung im Sportheim in Ried statt, an der 25 Personen teilnahmen. Noch heute leben 21 von ihnen und sind nach wie vor als Passivmitglieder im Verein, der inzwischen über hundert Mitglieder, darunter rund 30 Aktive, hat. Die Hauptinitiatoren der Vereinsgründung waren Anton Widmann, der sich 25 Jahre lang als Spielleiter engagierte, und Leonhard Erhard, der sechs Jahre lang Vorsitzender blieb.

Ein für den Verein wichtiges Ereignis war der Umzug in die eigenen Räume im Juli 2003. Im alten Schulhaus konnte in der Turnhalle eine neue feste Bühne gebaut werden. Vorbei waren somit die Jahre, in denen für Proben und Aufführungen Kulissen und Requisiten aus dem Keller hinauf in den Saal vom Steinbock geschafft werden mussten.

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Prägend war für den Rieder Theaterverein auch der Aufbau einer eigenen Jugendgruppe. 1979 führten die jungen Theaterspieler unter der Leitung von Gerald Sandmeir mit „Die Erbschaft“ ihr erstes Stück auf.

Später wurde die Jugendgruppe wieder eingestellt, weil zu wenig Aktive Interesse hatten, doch inzwischen hat sie wieder einen hohen Stellenwert im Verein. „Für mich steht die Arbeit mit der Jugend ganz oben“, betont Alois Bachmeir. Der im Juni 2012 neu gewählte Vorsitzende weiß noch aus seiner Arbeit als Feuerwehrkommandant, wie wichtig die Rekrutierung des Nachwuchses ist. Er schätzt die aktive Jugendarbeit der beiden Betreuer Sandra Erhard und Annemarie Müller, die vor zwei Jahren Brigitte Helfer und Renate Nimführ ablösten. Und so gibt es neben einem Ferienprogramm und regelmäßigen Ausflügen und Zusammenkünften auch ein Theaterprogramm der Jugendlichen.

Im Sommer 2013 zogen die acht jungen Schauspieler mit ihrer Aufführung gleich 100 Zuschauer an, so erzählt Alois Bachmeir stolz. Das ist eine beachtliche Zahl für eine diesbezüglich wenig verwöhnte Truppe. Denn die Erwachsenenbühne kämpft mit stetig zurückgehendem Besucherinteresse.

„Im letzten Jahr hatten wir unter 500 Zuschauer bei fünf Aufführungen“, erzählt Bachmeir, „das war wirklich deprimierend.“ Die Laienschauspieler bedauern das allgemein feststellbare geringe Interesse der Rieder Bevölkerung am Theater. „Wir haben immer mehr Besucher von außerhalb.“

Mit dem Jubiläum erhofft er sich wieder einen neuen Aufschwung, „denn wir stehen allesamt gerne auf der Bühne“. Das erste Theaterstück war „Der weibsscheue Hof“, Aufführungen wie der „Müllapostel“, der „Weiberfeind“ und der „Hausdrache“ folgten. Im Dezember heißt es wieder „Vorhang auf“ für die neue Aufführung mit dem Titel „Da Besnbinder Bebbi“. Doch zuvor wird zünftig Geburtstag gefeiert.

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