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Volkstümliches in Mering

23.03.2009

Musik am laufenden Band

Eine sehr ungewöhnliche Mischung präsentierte der Meringer Kunst- und Kulturfrühling am Samstag: Der Münchner Opernsänger Richard Wiedl führte durch einen bunt gemischten Abend, in dessen Mittelpunkt seine Schwester Angela Wiedl steht. Die größten Erfolge der Schlagersängerin werden musikalisch lediglich vom Band begleitet, während Angela Wiedl im perfekt sitzenden Dirndl die aus dem Fernsehen bekannten Texte zum Besten gibt. Von Markus Peters

Mering Eine sehr ungewöhnliche Mischung präsentierte der Meringer Kunst- und Kulturfrühling am Samstag: Der Münchner Opernsänger Richard Wiedl führte durch einen bunt gemischten Abend, in dessen Mittelpunkt seine Schwester Angela Wiedl steht. Die größten Erfolge der Schlagersängerin werden musikalisch lediglich vom Band begleitet, während Angela Wiedl im perfekt sitzenden Dirndl die aus dem Fernsehen bekannten Texte zum Besten gibt. Ohne Ecken und ohne Kanten kommen diese Lieder daher, entführen in eine heile Welt, die lediglich in der Styroporalpenwelt des Musikantenstadls existiert. Doch wie beim Grand Prix der Volksmusik wird auch im Papst-Johannes-Haus kräftig mitgesungen und im Takt geschunkelt.

Doch in die Münchner und Wiener Musikwelt taucht das Publikum erst mit ihrem Vater Willi, dem Bruder Richard Wiedl und Thomas Fischer. Sie verhelfen Weiß Ferdls bekanntestem Stück, dem Wagen von der Linie 8, zu einer sprichwörtlichen Renaissance.

Mit Akkordeon und Gitarre gelingt es ihnen, all die Facetten der Denk- und Gefühlswelt des kleinen Mannes, die Eigenheiten des Bayers an sich und die des Münchners im Speziellen, die in Weiß Ferdls Text verborgen liegen, ins Scheinwerferlicht zu zerren. Die Hymne auf die Münchner Tram bleibt dabei angenehm vertraut und ist doch anders, die deftig-kritischen Verse lassen schmunzeln und sind doch hintergründig und hinterfotzig.

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Wo sind die Kratzer?

Ebenso gekonnt fällt die Adaption von Karl Valentins "Orchesterprobe" aus. In der Hauptrolle Dr. Windlfend, der den Sprachwitz des bayerischen Komikers und seinen Stil prägenden Slapstick derart gekonnt in Szene setzt, dass es den Zuschauer nur mehr wundert, wohin die ganzen Kratzer auf dem Zelluloid hin sind und warum der Kurzfilm aus dem Jahre 1933 plötzlich farbig daherkommt.

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