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Betrieb in Kissing

10.08.2018

Nach Insolvenz in Kissing gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt

Die Kissinger Firma Van der Molen betreute Projekte in aller Welt. Diese Filtereinrichtung für Zucker ging  an ein Werk in Afrika.
Bild: Fridtjof Atterdal

54 Mitarbeiter der Firma Van der Molen müssen sich nun neu bewerben. Besonders gefragt sind IT-Experten.

Das Kissinger Unternehmen van der Molen zählte so namhafte Getränkehersteller wie Coca Cola, Pepsi oder Heineken zu seinen Kunden. Auf der ganzen Welt errichteten die Spezialisten aus Kissing Abfüll- und Mischanlagen. Doch nun musste der Betrieb mit 54 Mitarbeitern Insolvenz anmelden.

Ein Porträt über das hochspezialisierte Kissinger Unternehmen lesen Sie hier.

Wie berichtet, haben sich auch die Hoffnungen auf einen Investor zerschlagen. Die Arbeitsagentur kann den Betroffenen jedoch Hoffnung machen. Denn der Arbeitsmarkt bietet gute Voraussetzungen, schnell eine neue Stelle zu finden, erklärt Thea Wittmann, Leiterin der Aichacher Geschäftsstelle. Im Juli lag die Arbeitslosenquote bei 2,0 Prozent, im Juni sogar nur bei 1,9 Prozent.

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Wie vorgeschrieben, hatte der Insolvenzverwalter die Behörde per Massenentlassungsanzeige über die drohenden Kündigungen informiert. Anders als in anderen Fällen war in Kissing jedoch alles sehr schnell gegangen. Bereits mit Eröffnung der Insolvenz wurde der Betrieb still gelegt und mit der Abwicklung begonnen. „Wir haben hier keine lange Reaktionszeit gehabt. Und hatten deswegen keine Möglichkeit, vorab schon mit der Firma Kontakt aufzunehmen“, erklärt die Geschäftsstellenleiterin.

Nach und nach melden sich nun die van-der-Molen-Mitarbeiter, die im Landkreis Aichach-Friedberg leben, bei der Aichacher Geschäftsstelle der Arbeitsagentur. „Sie bekommen von uns umfassende Unterstützung“, versichert Thea Wittmann.

Viele verschiedene Berufsfelder betroffen

Die Situation der Einzelnen sei sehr unterschiedlich. „Wir haben es mit einer Vielzahl verschiedener Berufe zu tun. Das reicht vom Vertriebsingenieur oder technischen Zeichner über den Entwickler bis zum kaufmännischen Berufsfeld“, sagt die Geschäftsstellenleiterin. In Zusammenhang mit früheren Firmenporträts unserer Zeitung hatte das Unternehmen den Anteil von hochqualifizierten Spezialisten in der Belegschaft mit zwei Drittel beziffert.

Erfahrungsgemäß haben es die Mitarbeiter aus der IT-Branche, dem Dienstleistungssektor und der Metall- und Elektrobranche besonders leicht, etwas Neues zu finden; „Da herrscht erhebliche Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt“, sagt Wittmann. Doch auch im kaufmännischen Bereich sei die Lage nicht automatisch schlecht. „Da kommt es sehr auf die persönlichen Voraussetzungen an: Qualifikation, Flexibilität und Mobilität“, sagt sie. Hinderliche Faktoren seien dagegen geringe Qualifikation und das Alter.

Allgemein profitiere der Landkreis Aichach-Friedberg von seiner Lage im Grenzgebiet mit gutem Zugang zum Arbeitsmarkt Augsburg aber auch München und Ingolstadt.

Doch auch wenn die statistischen Aussichten gut sind: „Für den Einzelnen ist das natürlich nicht leicht. Gerade wenn jemand eine enge Bindung an seinen Betrieb hatte. Das muss erst einmal verarbeitet werden“, sagt Thea Wittmann.

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