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Aichach-Friedberg

13.10.2020

Nach Schlappe: Gibt es noch Hoffnung für Friedberger Fußballer?

Marcel Pietruska (links) und Kevin Makowski beide TSV Friedberg gehen geschlagen vom Feld
Bild: Michael Hochgemuth

Plus Für den TSV Friedberg wird es nach der Pleite gegen Babenhausen ganz schwer in Sachen Klassenerhalt. Der FC Stätzling beweist, dass es auch in Unterzahl geht.

Wer nach dem Schlusspfiff in die Gesichter der Bezirksliga-Fußballer des TSV Friedberg blickte, der sah Ratlosigkeit. Nach der 1:6-Niederlage gegen den direkten Konkurrenten TSV Babenhausen ist die Stimmung beim Aufsteiger im Keller – passend zum Tabellenplatz. Denn die Friedberger stehen nach wie vor unter dem Strich. Mehrmals hatte das Team von Trainer Markus Specht die Chance, die Abstiegsränge zu verlassen, doch im entscheidenden Moment war der TSV nicht präsent.

„Wir waren in den vergangenen Spielen immer auf Augenhöhe, haben uns aber nicht belohnt. Wir waren nicht konsequent genug und der Gegner einfach cleverer“, so die Bilanz von Abteilungsleiter Marcus Mendel. Der Spartenleiter meinte damit vor allem die vielen ausgelassenen Torchancen gegen Babenhausen. „Wenn du das leere Tor nicht triffst, wird es schwer. Uns fehlt das Selbstvertrauen.“ Gerade nach dem gehaltenen Elfmeter von Nachwuchstorhüter Julian Lippmann, der sein erstes Spiel bei den Erwachsenen machte, hätte der TSV zwingend nachlegen müssen. „Wir haben auch gut gespielt, aber eben den Gegner am Leben gelassen.“ Wie man das Momentum nutzt, machte Babenhausen im zweiten Durchgang vor.

Bild mit Symbolcharakter: Friedbergs Trainer Markus Specht ärgert sich über die 1:6-Niederlage gegen den TSV Babenhausen.
Bild: Michael Hochgemuth

Friedbergs Marcus Mendel mit Platzverweis nicht einverstanden

Nach einem Platzverweis für Philipp Boser (59. Minute) schlugen die Allgäuer eiskalt zu und schnappten sich die drei Punkte. Mendel ärgerte sich auch mit etwas Abstand noch über diese Szene: „Das war keine Gelb-Rote-Karte. Philipp hat den Ball nicht weggeschlagen, sondern nur etwas weggetoucht. Davon gab es mehreren Szenen in der Partie und keine Gelben Karten“, so der Abteilungsleiter, der aber auch seine Mannschaft in die Pflicht nimmt: „Wir waren auch selbst nicht mehr auf dem Platz. Der Biss, der Wille waren plötzlich weg.“ So ergaben sich die Friedberger in ihr Schicksal. Nachwuchstorhüter Lippmann bescheinigte Mendel, lange Jahre selbst zwischen den Pfosten aktiv, eine starke Leistung: „Er hat super trainiert und deshalb das Vertrauen bekommen. An ihm lag es sicher nicht, dass wir verloren haben – im Gegenteil. Aber im ersten Spiel sechs Stück zu fangen, ist bitter.“

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Bitter ist auch die Tabellensituation für den TSV. Denn der Abstand zum rettenden Ufer ist durch die Schlappe größer geworden. Sechs Spiele hat der Aufsteiger noch Zeit, den Abstieg zu verhindern. Die Hoffnung hat man beim TSV aber noch nicht aufgegeben: „Noch ist nichts verloren, wobei wir dringend Punkte brauchen.“ Letzte Chance auf Zähler in der Bezirksliga Süd in diesem Jahr hat der TSV am Sonntag in Heimertingen. Danach stehen 2020 nur noch Nachholspieltage und der Ligapokal auf dem Programm. Mendel: „Wir wollen nicht schon wieder mit einer Packung in die Winterpause gehen.“ So erging es den Herzogstädtern im November 2019, als man aus Ottobeuren mit einer 0:7-Schlappe zurückkehrte.

Stätzlings Trainer Andreas Jenik
Bild: Michael Hochgemuth

Coach Jenik lobt Stätzlinger Spieler

Einen Platzverweis gab es auch beim FC Stätzling beim Gastspiel in Hollenbach. Stefan Reinthaler kassierte nach einem Laufduell Rot wegen einer angeblichen Notbremse, sehr zum Entsetzen der Stätzlinger Verantwortlichen. Für Trainer Andreas Jenik hätte auch Gelb gereicht: „Es gab einen Kontakt. Für mich hatte der Stürmer aber ohnehin keine Chance mehr auf den Ball.“

Anders als die Friedberger ließen sich die Stätzlinger aber nicht hängen. „Ich bin sehr stolz auf meine Mannschaft. Wir haben gegen einen starken Gegner brutal verteidigt. Jeder hat sich für den anderen reingehauen – eine starke Mannschaftsleistung “, so Jenik, der nach zwei knappen Erfolgen in Ecknach und Hollenbach sehr zufrieden ist. „Gegen Bubesheim haben wir jetzt nichts zu verlieren.“

Fußball-Nachlese: Tops & Flops des Spieltags

Spieler des Spieltags Das ist in dieser Woche Daniel Mrozek, seines Zeichens Torhüter beim Bezirksligisten FC Stätzling. Der 20-Jährige rettete mehrfach stark beim Auswärtsspiel in Hollenbach. In Unterzahl verteidigte der FCS mehr als eine Halbzeit den knappen 2:1-Vorsprung. Mit etwas Glück und einem starken Torhüter gingen die Punkte nach Stätzling.

Torschützen des Spieltags Drei Tore erzielte der FC Laimering beim Sieg beim TSV Aindling II. Zum Matchwinner wurde Dominik Baur, der alle drei Gästetreffer erzielte. Doppelt so viele Tore erzielten die Sport-Freunde Bachern in Ottmaring. Zwei Mal erfolgreich für die Gäste war Tobias Rohrer. Doppelt trafen auch Wulfertshausens Luca Meyer und Tobias Berger (Rinnenthal II).

Serientäter Zehn Partien war der BC Rinnenthal in der Kreisliga Ost ungeschlagen. Nun hat es den BCR erwischt. Beim Tabellenführer TSV Pöttmes gab es eine knappe Niederlage. Auch die Serie des Kissinger SC II ist gerissen. Der KSC verlor beim TSV Haunstetten II erstmals eine Partie in dieser Saison. Seit fünf Spielen ist der Kissinger SC in der Kreisliga Augsburg ungeschlagen.

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