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Friedberger Halbmarathon

10.09.2017

Nach elf Jahren fällt der Rekord

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2 Bilder
Der strahlende Sieger: Heiko Middelhoff. Er stellte einen neuen Streckenrekord auf und unterbot die alte Bestmarke um eine Sekunde.
Bild: Elisa Glöckner

Heiko Middelhoff ist bei seinem Start-Ziel-Sieg genau eine Sekunde schneller als Thomas Straßmair 2006. Barbara Auer ist die schnellste Frau.

Am Ende war es eine Sekunde. Eine Sekunde, die Heiko Middelhoff beim 15. Friedberger Halbmarathon schneller war als der bisherige Rekordhalter Thomas Straßmair. An dessen 2006 gelaufene Zeit von 1:12,43 Stunden kam lange niemand heran – bis zum Sonntag. Da unterbot der bekannte Mittelstreckler Heiko Middelhoff diese Zeit um eine Sekunde und stellte mit 1:12,42 Stunden einen neuen Streckenrekord auf. Schnellste Frau beim kleinen Jubiläum dieses Laufes war Barbara Auer, die nach 1:29,42 Stunden die Ziellinie überquerte.

Zum ersten Mal startete Heiko Middelhoff beim Friedberger Halbmarathon – und sofort knackte er den Streckenrekord. „Es ist super gelaufen“, freute sich der Sportler, der für LAC Quelle Fürth angetreten war. Erst in der vergangenen Woche habe er noch einmal auf eine lange Distanz trainiert, sei noch einmal zehn Kilometer gelaufen – und prompt der Triumph. „Es war ein guter Start nach einer relativ schlechten Saison“, urteilte der Schrobenhausener. Dabei sei seine Teilnahme am Friedberger Halbmarathon eher spontan gewesen. „Erst am Samstag habe ich mich angemeldet. Ich habe mich doch recht kurzfristig entschlossen“, meinte der Sieger schelmhaft. Und doch: Respekt vor dem Berg war da. „Ich habe vorsichtig begonnen, bin konstant gelaufen und habe mich von Anfang an gut gefühlt“, erklärte er. So lief Middelhoff von Runde zu Runde. Ende des dritten Abschnitts schien der Streckenrekord greifbar. „Ich habe noch einmal alles gegeben“, so der Mittelstreckler.

Alles gegeben hat auch Frank Schlecht, der sich den zweiten Platz in der Siegerliste erkämpfte. „Es war ein super Lauf“, lobte er. Der Athlet aus Kühbach nahm bereits zum dritten Mal an der Friedberger Laufveranstaltung teil. Der Halbmarathon ist für ihn auch eine gute Vorbereitung auf den großen München-Marathon, der im Oktober durch die Landeshauptstadt führt. Mit einer Zeit von 1:18,27 Stunden konnte Frank Schlecht vom LC Aichach eine persönliche Bestzeit auf Halbmarathondistanz einlaufen – trotz des berüchtigten Berges mit seiner 13-prozentigen Steigung. „Ich hätte nie gedacht, auf dem Treppchen zu landen“, sagte er strahlend. Auf dem dritten Rang reihte sich Florian Kerber (1:19,00) ein.

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Nicht nur bei den Männern gab es neue Gesichter. Barbara Auer von der TG Viktoria Augsburg dominierte die Frauenkonkurrenz mit bemerkenswerten 1:29,42 Stunden und stieß damit Petra Stöckmann vom Thron. Die Siegerin der vergangenen sechs Wettbewerbe musste in diesem Jahr verletzungsbedingt pausieren. „Von Beginn an waren die Beine locker“, sagte Auer mit einem breiten Lächeln auf den Lippen. Der Friedberger Berg habe sie zwar aus dem Rhythmus gebracht, dennoch sei sie fokussiert gelaufen. „Es hat wirklich Spaß gemacht“, so die aus der Puste gekommene Athletin fröhlich. „Die Leute und die Trommler auf der Strecke haben mich unterstützt. Es ist einfach eine tolle Veranstaltung.“

Für alle Athleten gab es Grund zur Zufriedenheit – zumal sich die Saison langsam dem Ende zuneigt. „In den kommenden zwei Wochen werde ich sie ausklingen lassen“, bekräftigte etwa Heiko Middelhoff. Der Sieg beim Friedberger Halbmarathon sei für ihn nun das sportliche i-Tüpfelchen der Saison gewesen.

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