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Friedberg

29.06.2017

Nach tödlichem Badeunfall: Wie sicher ist das Südufer-Festival?

Der Friedberger See wird beim Südufer-Festival im Juli zur Partyzone. Die Stadt hat ein umfangreiches Sicherheitskonzept aufgestellt.
Bild: Aerobild Augsburg (Archiv)

Am Freitag starb ein 17-Jähriger aus ungeklärten Umständen am Südufer. Jetzt steht das zweitägige Festival an. Ist Friedberg dafür überhaupt bereit?

In gut drei Wochen beginnt das Südufer-Festival am Friedberger See. Rund 3000 Besucher werden am Wochenende des 21. und 22. Juli erwartet. Doch wird die Vorfreude auf unbeschwertes Feiern unter freiem Himmel durch ein tragisches Unglück getrübt, das sich nicht wiederholen soll.

17-Jähriger starb am Freitag am Südufer

Ein 17-Jähriger war am späten Freitagabend nach einem Badeunfall am Südufer gestorben. Trotz eines breit aufgestellten Einsatzes hiesiger Rettungskräfte – darunter die Feuerwehr Friedberg, die Polizei, die Wasserwacht und ein Rettungshubschrauber – konnte der Jugendliche nicht am Leben erhalten werden. Noch ist die Ursache für den Tod des 17-Jährigen unklar. Die Kriminalpolizei hat indes Ermittlungen aufgenommen. Ein Drittverschulden wird derzeit aber ausgeschlossen. Auch Drogen oder Alkohol haben laut Polizei keine Rolle gespielt.

Beim Südufer-Festival wird hingegen Alkohol ausgeschenkt. Im Kulturausschuss des Stadtrats kritisierte Marion Brülls (Grüne) kürzlich, dass es sogar eine Cocktailbar geben soll. Nach Einschätzung von Bürgermeister Roland Eichmann (SPD) handelt es sich bei den Drinks aber nicht um harten Alkohol.

Friedberg trifft umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen

Dennoch hat die Stadt umfangreiche Sicherheitsvorkehrungen getroffen – und zwar schon vor dem tödlichen Badeunfall vom Wochenende. Sie waren von Anfang an Bestandteil des Festivalkonzeptes, sagt der städtische Pressesprecher Frank Büschel, der die Details erläutert:

So liege eine Besonderheit der Veranstaltung in einer zweiten Bühne, die sich im flachen Bereich des Wassers befinden wird. Sicherheitskräfte sind darum unmittelbar im Uferbereich positioniert. "Die Security-Leute haben die Aufgabe, vermeintlich Angetrunkene davon abzuhalten, ins Wasser zu gehen – soweit und sofern sie es für richtig halten", erklärt Frank Büschel. Eine weitere Maßnahme den Uferbereich und das Wasser in einem Streifen von zehn bis 15 Meter auszuleuchten. Bojen markieren die Linien, über die nicht hinausgeschwommen werden soll. "An dieser Linie patrouillieren Boote der Wasserwacht", berichtet der städtische Pressesprecher weiter.

Inseln werden zu Uferbereich gezogen

Zudem würden beide Badeinseln vollständig in den Uferbereich herangezogen, wo sie für die Dauer des Festivals verbleiben werden. Der Grund: "Die Inseln animieren dazu, auch dorthin zu schwimmen", so Frank Büschel. Dies wolle man von vorneherein durch die genannte Maßnahme unterbinden.

Auch die Wasserwacht ist für beide Festival-Tage gerüstet. Wie Christoph Tränkner, Vorsitzender der Ortsgruppe Friedberg bemerkt, werden zehn Personen der Wasserwacht durchgehend im Einsatz sein. "Von Rettungsfahrern über Motorbootfahrern bis hin zu Signalmännern läuft das gesamte Programm", betont er. Während die Wasserwacht in den hellen Stunden lediglich ein Boot einsatzbereit hält, werde zur Dämmerung um ein weiteres aufgestockt. Tränkner betont aber: "Die Wasserwacht ist ausschließlich für das Wasser zuständig – nicht für die Bereitschaft an Land."

Stadtverwaltung Friedberg: Das Konzept stimmt

Frank Büschel von der Stadtverwaltung sieht das Konzept gut aufgestellt: Es sei ein mit allen Sicherheitskräften – darunter die Polizei, das Bayerische Rote Kreuz und in diesem speziellen Fall auch die Wasserwacht – abgestimmtes Maßnahmenpaket. "Die Behörden bestätigen ihrerseits, dass mit diesen Vorkehrungen alles Mögliche getan wird, um eine hohe Sicherheit zu gewährleisten", sagt Büschel.

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