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Mering

16.09.2015

Nach ungeklärter Vergewaltigung werden Flüchtlinge wüst beschimpft

In einem Gebüsch am Meringer Park-and-ride-Platz St. Afra wurde am Samstagabend eine Frau vergewaltigt. Die Polizei fahndet mit Hochdruck nach dem Täter.
Bild: Anton Schlickenrieder

Die Vergewaltigung in Mering ist nach wie vor nicht aufgeklärt. Inzwischen ist das Alter des Opfers bekannt. In Mering wächst die Unruhe. Auch im Flüchtlingsheim herrscht Angst.

In der Marktgemeinde wächst die Unruhe. Nachdem am Wochenende ein 16-jähriges Mädchen in der Nähe des Haltepunkts St. Afra von einem Unbekannten überfallen und vergewaltigt wurde, hat die Polizei auch nach intensivster Fahndung keine heiße Spur. „Trotz vieler Hinweise und einer detaillierten Täterbeschreibung, konnten wir bislang keinen Tatverdächtigen ermitteln“, sagt Siegfried Hartmann, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben-Nord.

Flüchtlingsheim wurde in Fahndung nur miteinbezogen

Kurz nachdem die Polizei die Personenbeschreibung ausgegeben hatte, es soll sich dabei um einen Mann mit dunklem Hauttyp handeln, der gebrochen Deutsch spricht, kamen erste Gerüchte auf, dass es ein Asylbewerber sein könnte. „Dabei haben wir diesen Verdacht nicht explizit geäußert“, sagt Hartmann. Man habe lediglich das Flüchtlingsheim, das sich in der Nähe des Tatorts „Haltepunkt St. Afra“ befindet, mit in die Fahndung einbezogen. Derzeit warten die Ermittler auf die Auswertung der Rechtsmedizin. „Dabei werden die Spuren vom Tatort sowie DNA-Proben analysiert“, erklärt Hartmann. Diese Ergebnisse sollen nähere Aufschlüsse bringen und eventuell auch zum Täter führen.

Angst vor Übergriffen auf die Flüchtlinge

Maureen Lermer, die als Koordinatorin die ehrenamtlichen Helfer und die Flüchtlinge selbst in Mering betreut, berichtet von einer Stimmung der Angst, die unter den Männern im Asylbewerberheim herrsche. „Abends fahren hier die Autos in schnellem Tempo vorbei und von den Insassen werden wüste Beschimpfungen ausgerufen“, berichtet sie. Maureen Lermer fürchtet, dass es zu Übergriffen auf die Flüchtlinge kommen könnte. Sie steht in engem Kontakt zu den Männern und weiß, welche Schicksale hinter ihnen liegen.

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Siegfried Hartmann von der Polizei betont, dass nicht nur in Richtung des Flüchtlingsheimes ermittelt wird. „Wir können nicht zu sehr ins Detail gehen, doch es könnte durchaus auch möglich gewesen sein, dass der Täter mit dem Opfer bereits im Zug gesessen hat“, schildert Hartmann.

Im Bezug auf das Meringer Flüchtlingsheim sei die Polizei sensibilisiert. „Das hat nun nichts mit dem Vorfall vom Wochenende zu tun, aber wir fahren an diesen Orten ohnehin verstärkt Streife, um die Menschen vor rechten Übergriffen zu schützen“, erklärt Hartmann. Dies geschehe aber im ganzen Bereich des Polizeipräsidiums.

Hinweise nimmt die Kriminalpolizei unter der Rufnummer 0821/323 38 10 entgegen.

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