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Ausstellung

28.03.2015

Nah dran an Meisterwerken

Bis zum 19. April zeigen Schülerinnen und Schüler aus der Malwerkstatt im KunstWerk ihre Versuche, es den großen Meistern gleichzutun.
Bild: Rieger

Schüler der Friedberger Kunstschule haben große Vorbilder im Blick und entwickeln doch Eigenständiges

So viel Publikum kann nicht irren und alle waren einer Meinung: Toll! Gut gemacht! Die Schüler der Friedberger Kunstschule von Rose Maier Haid hatten die Meisterwerke von selber ausgesuchten Künstlern lange studiert. Mit eigenen kreativen Arbeiten stellten sie sich ihren großen Herausforderern wie Hans Arp oder Michelangelo. Nah dran lautete die Devise: keine Scheu vor zeitloser oder zeitgenössischer Kunst, vor neuen Themen, vor unbekanntem Terrain. Die Belohnung für die Maler der „Plagiate“: Eine eigene Ausstellung im Friedberger KunstWerk. Und weil sich Kunst nicht nur auf die Malerei bezieht, spielte Schüler Manuel ein selbst komponiertes Stück auf dem Klavier: Es lebe die Fantasie. Viel Applaus.

Der Ausstellungsraum befand sich an diesem Abend im Unruhezustand, denn viele, viele Besucher und Schüler waren zur Eröffnung gekommen. Viele Wochen Diskussion, Gestaltung, Organisation und persönlicher Einsatz lagen hinter ihnen. Nun durften die Protagonisten ihren Erfolg genießen. Insbesondere die ausgefeilte Konzeption und die Eigenständigkeit in der Umsetzung überzeugte das Publikum.

Die Auseinandersetzung der Schüler mit den Werken der großen Meister hat zu einem überraschenden Ergebnis geführt: Die Schüler haben sich inhaltlich von den Arbeiten der Meister beeinflussen lassen, ästhetisch haben die Schüler aber Eigenständiges entwickelt. Die so entstandenen Arbeiten sind eine Projektionsfläche, die es dem Betrachter ermöglicht, in aller Freiheit seine eigenen Gedanken zu entwickeln und das kleine oder größere Detail der Veränderung herauszufinden.

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Bis zum 19. April zeigen Schüler aus der Malwerkstatt ihre Versuche, es den großen Meistern gleichzutun. Unter Anleitung von Rose Maier Haid hatten die Schüler zum Pinsel gegriffen und mussten sich intensiv mit Perspektive, Pinselstrich und Farbgebung beschäftigen. Alle Teilnehmer waren konzentriert und mit Sorgfalt bei der Sache. Die Ausstellung im KunstWerk ist die Anerkennung dafür. Die Schüler wie auch Rose Maier Haid selbst hoffen, dass möglichst viele Kunstinteressierte die Gelegenheit wahrnehmen, die Bilder zu betrachten. Kunst wird so als spannende Begegnung mit neuen Ideen erfahren.

ist die Ausstellung „Die etwas andere Kunstgeschichte“ bis 19. April donnerstags, freitags, samstags 14 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 12 bis 18 Uhr im Friedberger KunstWerk, Bauernbräustraße 50. Als Buch ist „Die etwas andere Kunstgeschichte“ für 26 Euro in der Kunstschule erhältlich. Oder per Internet zu bestellen. Näheres unter www.kunstschule-friedberg.de

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