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Naturschutz

13.05.2020

Neue Bienenweiden im Lechfeld und im Zwanzger

Ein Wahlversprechen löste die UWG Mering ein und säte eine Bienenweide im Lechfeld an.
Bild: Ralf Hermle

UWG Mering sät 16600 Quadratmeter Fläche an und löst damit ein Versprechen ein

Im Herbst 2019 benötigte die neugegründete Unabhängige Wählergemeinschaft 180 Unterstützer, um zur Kommunalwahl 2020 antreten zu können. Innerhalb kürzester Zeit kamen 340 Meldungen für die Liste der UWG und 354 für den Bürgermeisterkandidaten Mathias Stößlein zustande. Nun machte sich die Wählergemeinschaft an die Umsetzung ihres Versprechens: 24 Quadratmeter Bienenweide sollten pro Unterstützer gesät und damit Meringer Ackerfläche zum Erblühen gebracht werden. Es galt also insgesamt eine Fläche von gut 16600 Quadratmetern anzusäen, die abseits von großen Straßen gelegen sein sollte, damit die Insekten nicht gleich zum Opfer des vorbeirauschenden Verkehrs werden würden. Dafür stellten die beiden neuen Marktgemeinderäte Peter Ludwig und Paul Kuhnert einen Acker am Lechfeld und einen am Zwanzger zur Verfügung.

Zwölf UWG-Mitglieder, darunter fünf der neuen Marktgemeinderäte, halfen bei der Aussaat mit. Angeführt wurden sie von Peter Ludwig auf seinem Schlepper mit Sämaschinen. Nach und nach rieselten 20 Kilogramm Saatgut aus einem großen Behälter, das von der Sämaschine in zehn Doppelreihen auf dem Acker verteilt wurde. Den größten Anteil des Saatgutes bildete der Buchweizen, dessen zarte weiße Blüten in etwa fünf Wochen erscheinen werden. Die Blüten dieser uralten Kulturpflanze, deren Körner auch zu Mehl verarbeitet werden können, sind besonders ertragreich für die Honigbiene. Darüber dürften sich die am nahen Galgenbach angesiedelten Bienenvölker freuen. Leindotter, Malven, Sommerwicken und Ringelblumen und einige Pflanzen mehr folgen der Buchweizenblüte abwechselnd in verschiedenen Farben. Den Abschluss bilden die Sonnenblumen, die im September den aufkommenden Herbst ankündigen.

Während der Aussaat türmten sich immer mehr dunkle Wolken am Himmel auf, und es fing an, leicht zu regnen, sodass die Aktion beinahe Gefahr lief, abgebrochen zu werden. Doch der Himmel lockerte zum Glück wieder auf, und der zum Gedeihen nötige Regen benetzte erst am folgenden Morgen die Äcker. Es ist geplant, die Aussaat einer Bienenweide zu wiederholen, sodass jedes Jahr auf Meringer Flur ein kleines Paradies für Insekten entsteht. (AZ)

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