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Mering

17.10.2019

Neue Boulderhalle in Mering: Das verspricht sich der Alpenverein

Boulderwand
2 Bilder
Die neue Boulderhalle des Meringer Alpenvereins ist fertig. Foto:Eva Weizenegger
Bild: Eva Weizenegger

Plus Nach über 1000 Stunden ehrenamtlicher Arbeit ist die neue Boulderhalle des Meringer Alpenvereins fertig. Damit soll die Nachwuchsarbeit weiter gestärkt werden.

Lange haben sich die Jugendlichen beim Meringer Alpenverein einen Raum ganz für sich gewünscht. Dass nun sogar noch eine kleine Boulderhalle dazu kam, ist mehr als nur ein Sahnehäubchen obendrauf. Bei einem Tag der offenen Tür stellt am Sonntag, 20. Oktober, die Meringer Sektion ihre neue Indoor-Anlage vor.

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Der elfjährige Jonathan hängt senkrecht in der steilen Wand. Nur seine Zehen- und Fingerspitzen finden Halt an den Griffen. Mit einem kräftigen Ruck zieht er sich nach oben und dann: Ein Sprung aus gut drei Metern Höhe. Doch dabei bricht er sich nichts, denn eine spezielle Bouldermatte schützt ihn nach der Landung. Diese Matte war mit 8000 Euro auch eine teure Anschaffung für den Verein.

Boulderhalle in Mering entstand mit viel Eigenleistung

„Insgesamt haben wir die Umbauarbeiten rund um unser Vereinshaus hier an der Wertstoffsammelstelle gut 120.000 Euro investieren müssen“, erklärt Sepp Pemsl, 1. Vorsitzender der Meringer Alpenvereinssektion. Davon hat die Kommune einen Zuschuss mit 50.000 Euro beigesteuert. „Wir glauben, dass dieses Geld eine gut angelegte Investition in unsere Nachwuchsarbeit ist“, sagt Pemsl. Dass Boulder- und Jugendraum aber nicht von Geisterhand entstehen, erlebten auch die Jugendlichen hautnah mit. Denn mehr als 1000 Stunden Eigenleistung waren nötig, um die Boulderwände fertigzustellen. „Es war ein harter Kern von etwa drei bis vier Leuten, die da geschraubt und gehämmert haben“, freut sich Thomas Lidl, Jugendleiter und Leiter der Familiengruppe. Aber auch Familien und Jugendliche haben fleißig mitgeholfen, damit der Boulderraum fertig wurde.

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Zuvor wurde auch das ganze Haus in Angriff genommen. Denn eine Betondecke musste gezogen werden, um genügend Traglast abzustützen, die durch die neuen Räume im Dachgeschoss auf die Mauern drückt. „Das war ja hier ein ganz normaler Speicher und nicht mit dem vergleichbar, was hier jetzt entstanden ist“, erklärt Herbert Schön. Der Naturwart ist selbst Schreiner und hat mindestens nochmals 1000 Stunden seiner Freizeit in den Bau investiert.

Auch dankt der Alpenverein Klaus Schelle. Der Meringer Architekt hatte den Verein als Mitglied mit seinem Fachwissen bis zu seinem Tod in diesem Jahr unterstützt und beraten. Die technische Leitung für die Erstellung des Boulderraums übernahm federführend Markus Schiele.

In der Boulderhalle in Mering wird ohne Seil und Haken geklettert.
Bild: Eva Weizenegger

„Ohne diesen Zusammenhalt hier im Alpenverein wäre das nicht möglich gewesen“, freut sich Sepp Pemsl zusammen mit seiner Stellvertreterin Elisabeth Walch über das Engagement der Mitglieder.

Boulderhalle in Mering soll Nachwuchsförderung stärken

Mit dem neuen Boulderraum will der Meringer Alpenverein die Nachwuchsförderung stärken. „Oft war es so, dass wir großen Zulauf im Frühling hatten und dann im Winter kaum etwas für die Jugendlichen anbieten konnten“, sagt Martin Walch, der ebenfalls Jugendleiter in Mering ist. Nun können die älteren Jugendlichen wöchentlich mittwochs ab 17 Uhr dort trainieren und am Freitag trifft sich die Jugendgruppe für Kinder ab zehn Jahren von 16 bis 17.30 Uhr dort. Ein offenes Angebot ist derzeit noch nicht möglich, da es an Betreuern für den Raum fehlt. „Der Boulderraum steht ausschließlich unseren Mitgliedern zur Verfügung“, stellt Pemsl klar. Man könne sich durchaus vorstellen, dass neben den Terminen mittwochs und freitags noch weitere dazu kommen, fall sich zuverlässige Ehrenamtliche unter den Mitgliedern finden, die dann den Raum betreuen.

Tag der offenen Tür Am Sonntag, 20. Oktober, können sich ab 14 Uhr aber alle Meringer ein Bild vom neuen Boulderraum und dem renovierten Alpenvereinsheim machen.

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