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Merching

15.05.2019

Neue Dirigentin in Merching: Musik gibt bei ihr den Takt an

Franziska Beyerlein ist die neue Dirigentin des Musikvereins Merching. Musik ist für die mehr als ein Hobby – es ist eine Lebensweisheit.
Bild: Christina Riedmann-Pooch

 Franziska Beyerlein ist die neue Dirigentin des Merchinger Musikvereins. Die 29-Jährige erzählt, wie die Musik sie sogar ins Eheglück führte

Eineinhalb Jahre hatte der Musikverein Merching vergeblich gesucht – dann klappte es auf Anhieb mit der neuen Dirigentin Franziska Beyerlein. Wer sich mehr über die glückliche Fügung freut, ist schwer zu sagen. Die Vorsitzende Hannah Hintersberger meint: „Wir sind sehr froh, wieder eine Dirigentin zu haben. Es macht Spaß, wenn man wieder neue musikalische Anforderungen bekommt und wir uns weiter entwickeln können.“

Franziska Beyerlein, die kurz vor dem Abschluss ihres ASM-Dirigentenkurses steht, wollte gerne eine Musikkapelle leiten – und war begeistert, dass es in Merching geklappt hat. Musik spielte in ihrem Leben immer schon eine große Rolle, erzählt die zierliche 29-Jährige. Überraschend war für die Eltern, die Querflöte und Klarinette spielten, allerdings die erste Instrumentenwahl der Tochter am musischen Gymnasium Maria Stern: Violine. André Rieu habe sie damals dazu inspiriert, meint sie etwas verlegen. Das hat sich mittlerweile relativiert. Als zweites Instrument kam bald das Saxofon dazu. „Schade, dass man als Kind oft nicht erkennt, dass man sein Augenmerk viel mehr aufs Üben legen müsste“, meint sie ein wenig nachdenklich.

Für Franziska Beyerlein ist Musik ein Teil ihres Lebens

Dabei spielt selbst beim Sport ihre Leidenschaft eine tragende Rolle: Seit sie 15 Jahre alt ist, tanzt sie und lernte dabei auch ihren Mann kennen. Nach dem Abitur kam zwar ein Musikstudium nicht in Frage, aber nur Musikant zu sein, habe ihr auch nie gereicht. Für Franziska Beyerlein ist Musik ein Teil ihres Lebens: „Nur wenn ich schlafe, höre ich keine Musik.“ In Wehringen und Dasing war sie bereits aktiv im Blasorchester und als Aushilfsdirigentin. Aber wenn sie sich etwas vornimmt, dann will sie es richtig machen. Und so begann sie den Dirigentenkurs, der zwei Vollzeit-Wochen umfasst, sowie drei Samstage mit Musiktheorie, Gehörbildung und Harmonielehre. Weil sie Bläserin ist, muss sie noch eine Prüfung am Schlagwerk ablegen. „Nicht ganz einfach – und vor allem: ordentlich laut“, meint sie lächelnd.

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Die Musiker sollen die Interpretation fühlen

Jetzt freut sie sich darauf, mit dem Musikverein Merching etwas zu erarbeiten, damit die Zuhörer Emotionen und Aussage des Stücks spüren können. Die Musiker sollen die Interpretation fühlen und eine Geschichte erzählen können. Wie man das macht, sei nicht immer so einfach in Worte zu fassen, gesteht die junge Frau. Aber man müsse als Dirigent genau wissen, was man will. Viele Musikanten sehen das Spielen im Verein als Ausgleich zur Arbeit: „Da geht das nicht so tief.“ Trotzdem will sie versuchen, die Musiktheorie mit einzubauen.

Auch die Auswahl der Stücke empfindet Beyerlein als Herausforderung: Einerseits soll sie die Musiker herausfordern, so dass es Spaß macht, das Stück zu lernen, andererseits die Zuhörer nicht überfordern: „Die muss man immer wieder mit bekannten Stücken abholen, etwa einem bekannten Marsch, einer Polka, eben Musik, die jeder kennt.“ Ihren Vater hat sie zum Mitspielen schon gewonnen. „Großartig wäre es natürlich, wenn sich für unseren Musikverein ein paar weitere Musikanten fänden.“ Beyerlein schätzt sich als sehr ehrgeizig ein. Vielleicht ergibt es sich sogar, dass sie von ihr Hobby zumindest teilweise zum Beruf machen kann: „Musik ist wie eine Lebensweisheit“, ist sie überzeugt. Im Mai ist erst einmal die Abschlussprüfung. Ein Teil dürfte nach dem erfolgreichen Frühlingskonzert in Merching richtig gut werden: Das Proben mit dem Blasorchester. „Da kann mich eigentlich fast nichts mehr umhauen“, meint sie lachend.

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