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Marionettenbühne in Mering

15.05.2015

Neue Kulissen für „Des Kaisers neue Kleider

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In Mering wird jetzt schon auf die Vorstellung im November hingearbeitet. Wie das neue Team der Marionettenbühne ein bekanntes Märchen in Szene setzt.

Im November nach den Herbstferien und noch die erste Dezemberwoche wird in diesem Jahr ein Märchen frei nach Hans Christian Andersens, „Des Kaisers neue Kleider“, bei der Meringer Marionettenbühne auf dem Programm stehen. Schon mit der Inszenierung des Weihnachtskurzstückes „Sterntaler“ konnte die Bühne zeigen, dass auch in neuer Besetzung die kreative Arbeit mit den Marionetten weitergeht. Die beliebten Stücke von Martin Schallermeir werden weiterhin zur Abwechslung gezeigt. Wie viel Arbeit ein neues Marionettenstück erfordert, zeigt sich erst während der Entwicklung.

Schon seit dem letzten Winter sind die Vereinsmitglieder damit beschäftigt, die Spielkreuze, mit denen die Marionetten geführt werden und Rohlinge für die Puppen herzustellen. Jetzt modellieren sie jeden Mittwochvormittag Köpfe, Hände und Füße. Eine zweite Gruppe setzt die Arbeit am Abend fort. Kurt Schiller, der bisher Hände und Füße und die Rohlinge sowie alle Tiere der Aufführungen herstellte, steht dem Team weiterhin beratend zur Seite.

Im Aufführungsraum ist Hans Scheitzenhammer dabei, die Kulissen für das neue Märchen zu malen. Einen Marktstand und das Volk, das am Schluss über den Kaiser lacht, hat er schon vollendet und ist gerade mit einer Waldkulisse beschäftigt. „Vor zwei Jahren gab uns Kurt Schiller einen Marionettenbaukurs und als ich damals einen Kaiser fertigte, hatte ich die Idee für das nächste Märchen. In der Weihnachtszeit saß ich circa vier Wochen über dem Textbuch“, erzählt Viktoria Hartmuth.

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Aus dem nur eineinhalb Seiten langen Märchen ist eine einstündige Vorstellung entstanden, die den aktiven Mitgliedern beim Vorlesen gleich gut gefiel. Zu der Vorlage aus dem Märchenbuch bevölkern noch zwei waschechte Marktfrauen und das unter der Prunksucht leidende Bauerndorf die Szenen. Ein Schattenspiel wird auch eine Rolle spielen.

Die zwei Handwerker Fritzl und Heini, die den Kaiser betrügen, werden dem Zuschauer vielleicht sogar sympathisch vorkommen. Sie sind zwei faul gewordene Gesellen, die ohne Arbeit Geld verdienen wollen und denen es gelingt, alle Bewohner des Schlosses an der Nase herumzuführen.

Ein lustiges Stück für Kinder ab drei Jahren

Das lustige Stück ist für Kinder ab drei Jahren geeignet. Für das Tonbild ist wieder Regieleiterin Ellinor Danzfuß verantwortlich. Sie konnte die Kinder der Luitpoldschule, die bei „Sterntaler“ mitgewirkt haben, erneut für das kommende Marionettenstück gewinnen. Den Handwerkergesellen Fritzl spricht Veit Bolling, den bestimmt viele vom bunten Abend im Papst-Johannes-Haus her kennen, den Heini übernimmt Hans Scheitzenhammer. Hermann Paul leiht dem Kaiser seine Stimme und Cilly Stadtherr von der Merchinger Bühne war nicht beleidigt, als die Vereinsmitglieder sie fragten, ob sie eine keifende Marktfrau übernehmen würde.

Bald schon werden die Nähkundigen unter den Aktiven die Kleidung für die Marionetten anfertigen, sodass sie zuletzt aufgefädelt werden können. Nach den Sommerferien beginnen die Proben für die Aufführung.

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