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Friedberg

29.01.2019

Neue Tempo-30-Zonen an Gefahrenstellen

neu: Tempolimit an der Aichacher Straße in Friedberg.
Bild: Ute Krogull

Plus An mehreren Punkten in Friedberg wird die Geschwindigkeit begrenzt – und auch kontrolliert. Das macht eine neue Regelung der Straßenverkehrsordnung möglich.

Die Stadt hat an insgesamt drei Stellen in Friedberg, Stätzling und Rinnenthal neue Tempo-30-Zonen ausgewiesen.

  • Eine Stelle liegt an der Aichacher Straße in Friedberg vor dem Karl-Sommer-Stift.
  • Eine Stelle ist an der Haberskircher Straße in Stätzling (Bereich Kindergarten)
  • Ein Punkt ist an der Aretinstraße in Rinnenthal (ebenfalls Bereich Kindergarten).

Um die Geschwindigkeitsbegrenzungen durchzusetzen, wird dort gleich zu Anfang kontrolliert, wie die Stadtverwaltung auf Anfrage bestätigte. Laut Sprecher Frank Büschel wurden in den neuen Tempo-30-Bereichen bereits Messstellen geprüft und teilweise auch schon eingerichtet. Messstellen vor Kindergärten und Schulen haben laut Büschel bei der Verkehrsüberwachung hohe Priorität.

Hintergrund der neuen Tempo-30-Zonen ist eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Früher waren die Hürden, Tempo 30 außerhalb von ausgewiesenen Tempo-30-Zonen und verkehrsberuhigten Bereichen durchzusetzen, hoch. Letztlich lief es darauf hinaus, dass es sich um einen Unfallschwerpunkt aus der Polizeistatistik handeln musste. Präventiv die Höchstgrenze zu senken, war nicht möglich. Seit 2017 schon – allerdings nur vor Kindertagesstätten, Schulen, Pflegeheimen und Krankenhäusern.

Voraussetzungen für Tempo 30 in Friedberg

Voraussetzung ist unter anderem, dass der Eingangsbereich der Einrichtung in Richtung Straße geht. Das ist bei den zwei Kitas und beim Seniorenheim an der Aichacher Straße der Fall. Der Bereich dort deckt praktischerweise die benachbarten Schulen, Hort und Kindergarten mit ab. Diese hätten nämlich kein Tempo 30 bekommen, weil ihr Eingang in die andere Richtung zeigt. Auch bei der Konradin-Realschule und an der neuen Kindertagesstätte in Rederzhausen war Tempo 30 aus diesem Grund nicht möglich, obwohl die Stadt das beantragt hatte (wir berichteten).

Außerdem ist die Geschwindigkeitsbegrenzung zeitlich begrenzt, und zwar auf die Zeit, in der die zu schützenden Verkehrsteilnehmer hauptsächlich unterwegs sind. Die ist bei dem Altenheim täglich von 7 bis 19 Uhr, bei den Kindertagesstätten dagegen von Montag bis Freitag zwischen 7 und 17 Uhr der Fall.

Dass weitere Zonen nach der Regelung folgen, ist unwahrscheinlich. Die Stadt hatte
ursprünglich acht Punkte vorgeschlagen, von denen drei blieben. Büschel betont: „Die Stellen wurden vom Landratsamt und von der Stadt geprüft. Eine Umsetzung konnte dort erfolgen, wo die rechtlichen Voraussetzungen gegeben waren.“


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