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21.12.2013

Neue und alte Märchen

Zwischen den einzelnen Märchen sang Brigitte Bollinger schwäbische Lieder auf einem neu gelernten Instrument, einer Ukulele.
Bild: Heike Scherer

Brigitte Bollinger zieht Zuhörer in Bann

Mering Gespannt waren die Kinder, aber auch Erwachsenen auf Brigitte Bollinger, die auf Einladung von Doris Gerlach nach Mering gekommen war. Klaus Becker, Bürgermeisterkandidat der Meringer Grünen, begrüßte sie und die zahlreichen Besucher und freute sich auf sein Lieblingsmärchen der Brüder Grimm, „Frau Holle“, das Brigitte Bollinger als Erstes erzählte. „Meine Tochter wollte Märchen nicht vorgelesen, sondern lieber erzählt bekommen und sie durften beim zweiten Mal nicht anders sein“, berichtete Brigitte Bollinger, die ihre von der Europäischen Märchengesellschaft angebotene Ausbildung im Jahr 2002 an mehreren Wochenenden im Kloster Oberschönenfeld absolviert hatte.

Aufmerksam lauschten die Besucher nach einem mit der Ukulele, einer kleinen Gitarre, begleiteten schwäbischen Lied dem relativ unbekannten Märchen „Die schlanke Birke“. Als ein armer Mann im Wald diese Birke umschlagen will, bittet sie ihn, ihr ihre Schönheit zu lassen und er findet vor seinem Haus einen großen Stapel Holz. Seine unzufriedene Frau schickt ihn wieder zur Birke, um sie um Mehl zu bitten. Schließlich möchte sie noch Gold und wünscht zuletzt, dass die Birke beide in Ungeheuer verwandelt, damit niemand mehr ihr Haus betritt und den Sack Gold stiehlt. „Als der Mann nach Hause geht, kommt ihm eine Bärin entgegen. Auch er verwandelt sich in einen Bären und die Leute gehen in die verfallene Hütte und finden einen Sack mit goldenen Weizenkörnern. Den Wald hat aber niemand mehr betreten, weil da zwei alte grimmige Bären hausten“, endete dieses Märchen. Das letzte sollte von den Kindern vorher erraten werden. Es sei eine besondere Pflanze, die früher auch Sonnenwirbelchen hieß, im Winter wächst und gegessen werden kann. Feldsalat oder Rapunzel war die Lösung für das Märchen. (hese)

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