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Friedberg

12.09.2019

Neuer Garten für das Karl-Sommer-Stift

Den Sinnesgarten im Friedberger Karl-Sommer-Stift – hier die Fühlkästen – testen die Bewohnerinnen Anna Ruck (vorne), Renate Ankner und Mitarbeiterin Brigitte Storhas
Bild: Lukas Zimmermann

Das Seniorenheim in Friedberg gestaltet seinen Garten neu. Bewohner können ihn nun mit allen Sinnen erleben. Gerade für Menschen mit Demenz ist das wichtig.

Was gibt es Schöneres, als an einem sonnigen Tag im Garten zu sitzen? Die Bewohner des Pflegewohnheims Karl-Sommer-Stift in Friedberg können das jetzt besonders genießen. Nach zehnmonatiger Bauphase ist der neue Garten im Innenhof fertiggestellt.

Eine weitere Neuerung ist der Sinnesgarten hinter dem Pflegebereich der Einrichtung. Er ist für Bewohner gedacht, die intensive Betreuung benötigen. Durch den direkten Zugang zum angrenzenden Garten können sie sich gut orientieren und haben dadurch die Möglichkeit, diesen alleine zu nutzen, so Brigitte Storhas von der Stabsstelle Betreutes Wohnen des Karl-Sommer-Stifts.

Kinder und Senioren in Friedberg pflegen Garten gemeinsam

Auch das neue Hochbeet im Sinnesgarten, das in Kooperation mit dem angrenzenden Kinderheim gepflegt werden soll, bietet den Bewohnern eine Aktivität. Die dort angepflanzten Kräuter und Beeren in Greifhöhe sollen zudem den Geruchs- und Geschmackssinn der Bewohner anregen, erklärt Storhas. Weitere Möglichkeiten der Sinnesanregung sind die Fühlkästen: Sie entstanden in Zusammenarbeit mit der Technikgruppe 9V der Mittelschule Friedberg. Hier können die Bewohner verschiedene Gegenstände und Materialien erfühlen, dies soll den Tastsinn anregen. Auch ein Klangspiel ist im Sinnesgarten zu finden. Dieses wurde am Staatsinstitut für die Ausbildung von Fachlehrern gebaut.

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Dass die sonst so wenig genutzte Fläche hinter dem Pflegebereich nun endlich belebt wurde, sei ein Grund für die Entstehung des Sinnesgartens gewesen, erzählt Brigitte Storhas. Insgesamt freue man sich, dass die Bauarbeiten nun endlich beendet sind, sagt eine Bewohnerin der Pflegeeinrichtung. Es habe sich gelohnt, alles sei so schön geworden.

Um die Gesamtsumme von knapp 192.000 Euro für das Projekt zu stemmen, erhielt das Diakonische Werk Augsburg Unterstützung in Höhe von 62.200 Euro von der Deutschen Fernsehlotterie sowie 8.000 Euro vom Kuratorium Deutsche Altershilfe.

In Friedberg gibt es drei Seniorenheime

Zur Eröffnung erschienen auch Ehrengäste, darunter Zweiter Bürgermeister Richard Scharold. Die Stadt sei sehr froh über die drei örtlichen Altenheime, sagte er. Man müsse in Zukunft nicht nur für junge, sondern auch für ältere Menschen Projekte ins Leben rufen, findet der CSU-Politiker. Auch aus dem Vorstand des Diakonischen Werkes Augsburg, welches der Träger des Pflegeheims ist, waren zur Eröffnung Gäste anwesend. Pfarrer Fritz Graßmann, Theologischer Vorstand, sprach vom Garten im Innenhof als „Raum zur Erholung und Begegnung“.

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