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Kissing

21.11.2018

Neues Kunstrasenfeld für Kissing: KSC stellt Bedingung

KSC-Vorsitzender Robert Kronester setzt sich für einen neuen Kunstrasenplatz ein. Doch der KSC will das Projekt nur unter einer Bedingung in Angriff nehmen.
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KSC-Vorsitzender Robert Kronester setzt sich für einen neuen Kunstrasenplatz ein. Doch der KSC will das Projekt nur unter einer Bedingung in Angriff nehmen.
Bild: Eva Weizenegger

Plus Der KSC setzt sich für eine Erneuerung des Platzes ein. Doch die Kissinger Sportler steigen nur ein, wenn künftig der ungehinderte öffentliche Zugang beschränkt wird.

Das Kunstrasenfeld in Kissing ist nach über 20 Jahren deutlich in die Jahre gekommen. Dass es dringend erneuert werden muss, wird seit einigen Jahren diskutiert. Immer wieder wurde das Projekt aber von der Gemeinde bei den Haushaltsberatungen hinten angestellt. Nun soll am Donnerstag in der Finanzausschusssitzung wieder einmal über einen Zuschussantrag des Kissinger Sportclubs (KSC) beraten werden. Der KSC setzt sich für einen Neubau des Kunstrasenfelds ein, doch nur unter bestimmten Voraussetzungen.

„Wichtig ist vor allem, dass der Platz dann nicht mehr uneingeschränkt öffentlich nutzbar ist“, sagt Robert Kronester, 1. Vorsitzender des KSC. Wenn der Platz für etwa 360000 Euro erneuert werden sollte, könne man diesen nicht mehr von jedem nutzen lassen, so die Auffassung des KSC. Bislang war das Kunstrasenfeld öffentlich zugänglich. Ein Zaun mit abgeschlossenem Tor sei die einzige Lösung, um den Platz vor Unbefugten schützen. „Der Kunstrasen wächst ja nicht mehr einfach so nach, wenn es da zu Schäden kommt“, erklärt Kronester. Es sei mehrfach vorgekommen, dass dort nicht nur Müll und Scherben aufzufinden waren. „Da kommen Personen und fahren mit ihren Motorrädern mitten auf dem Spielfeld herum“, berichtet Kronester. Die Schäden seien enorm und nur durch Ausbesserungsarbeiten zu beheben. „Wobei, man es dem Platz auch nach einer Reparatur ansieht, wo er verletzt wurde“, so Kronester weiter. Zudem könne man nur mit geeignetem Schuhwerk den Rasen betreten. Auch das sei bei einem öffentlichen Zugang kaum zu kontrollieren.

Die Schäden sind auch nach den Ausbesserungsarbeiten noch deutlich zu sehen.
Bild: Eva Weizenegger

Gemeinde Kissing entscheidet über Zuschuss

Etwa 360000 Euro kostet der neue Platz. Davon könnte der KSC 110000 Euro übernehmen, der Bayerische Landessportverband (BLSV) bezuschusst die Maßnahme mit 50000 Euro und die Gemeinde müsste 200000 Euro einbringen. „Von unserer Seite sind die Mittel aufzubringen und wir sind sehr dankbar, wenn die Gemeinde uns mit ihrem Zuschuss unterstützt“, bestätigt Kronester. Der Hauptverein übernimmt 40000 Euro und die Fußballabteilung 70000 Euro. „Das ist aber an die Maßgabe verknüpft, dass der unbeschränkte Zugang nicht mehr möglich ist“, so Kronester. Er versichert, dass eine Nutzung auf Anfrage, sofern sie den laufenden Spiel- und Trainingsbetrieb nicht beeinträchtige, möglich sei. Auch die Schulen können den Platz nach Absprache nutzen, so der KSC-Vorsitzende.

Um Fördermittel vom BLSV zu erhalten, müsse zudem der Pachtvertrag mit der Gemeinde erneuert werden. Er soll bis 2044 laufen. Und in diesem Pachtvertrag verpflichte sich der KSC, auch für den Unterhalt des Platzes aufzukommen und übernehme Haftung für Schäden sowie werde die Gemeinde auch noch von der Verkehrssicherungspflicht freigestellt. „Wie sollen wir das tun, wenn wir gar nicht wissen, wer auf unserem Platz rumläuft?’“, fragt sich Kronester. Dies sei nur leistbar, wenn ein Zaun Unbefugte abhalte. „Es steht ja beispielsweise auch außer Frage, dass die Sporthalle, ebenfalls nicht von jedem einfach so genutzt werden kann“, fügt Kronester an.

Bürgermeister Wolf unterstützt KSC

Bürgermeister Manfred Wolf steht den Wünschen des KSC „grundsätzlich offen gegenüber“. Auch er befürwortet die Erneuerung des Platzes. „Da habe ich dem KSC meine Unterstützung stets zugesagt“, so Wolf. Den Wunsch nach einer Umzäunung und der Zugangsbeschränkung für den neuen Kunstrasenplatz kann er nachvollziehen. „Das machen andere Vereine und Kommunen, wie zum Beispiel Gersthofen, auch so“, weiß der Kissinger Rathauschef.

An ihm liege es nicht, wenn der Zaun nicht realisierbar sei. „Der Platz liegt im Überschwemmungsgebiet und dort sind nach Auffassung der übergeordneten Behörden Zäune und weitere Bauten nicht zulässig“, erklärt Wolf. Wenn der KSC einen Bauantrag für den Platz stellt, werde das vonseiten der Gemeinden an das Landratsamt weitergeleitet, das dann wiederum den Antrag prüfe. „Solange mir aber keine konkreten Pläne vorliegen, kann ich mich da nicht an die Behörden wenden“, sagt Wolf.

Kronester dazu: „Mit dem Wasserwirtschaftsamt ist abgestimmt, dass ein Zaun gebaut werden darf, dieser aber unten etwa 15 bis 20 Zentimeter offen sein muss, um dem Wasser gegebenenfalls Durchlauf zu gewähren.“

In der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses wird am Donnerstag, 22. November, ab 19.30 Uhr über den Zuschuss sowie den Pachtvertrag des KSC für den neuen Kunstrasenplatz beraten.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Viel Platz für Fußballer in Kissing

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