1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Nichts für schwache Nerven

Film

27.10.2012

Nichts für schwache Nerven

Das Team von „Eifersucht“: Regisseur Thomas Pill und die Schauspieler Dave Kaufmann, Eva Habermann, Raphael Stark und Christian Sklous (von links) drehten in Stätzling. Foto: Markus Schattner

Thomas Pill drehte in Stätzling und sucht jetzt ein Kino, das seine Arbeit zeigt. „Eifersucht“ ist das Thema

Stätzling „Klappe – und Action!“, hieß es für eine Kurzfilmproduktion, die der Stätzlinger Thomas Pill in seinem Heimatort drehte. Für seine Produktion konnte er Fernsehschauspieler wie Eva Habermann, Raphael Stark, Bruder von Dschungelcampbewohner Rocco Stark, und Dave Kaufmann, Sohn des kürzlich verstorbenen Schauspielers Günther Kaufmann, gewinnen.

Für seinen bereits zweiten Kurzfilm hat Thomas Pill das Thema Eifersucht gewählt. So heißt auch der Titel des Films. „Ich habe genau dieses Thema aufgegriffen, weil ich selbst in meinem Freundeskreis Eifersucht in Beziehungen erlebt habe und was diese anrichten kann“, so Pill. Der Film soll zudem aufzeigen, wie sinnlos Eifersucht ist.

Das ist Gift für jede Beziehung

Nichts für schwache Nerven

Hauptdarstellerin Eva Habermann, die im Film die eifersüchtige Claudia verkörpert, weiß, dass Eifersucht für jede Beziehung Gift ist: „Du stehst die ganze Zeit unter Strom, und wenn einmal die Eifersucht die Beziehung beherrscht, ist es meistens schon zu spät, diese noch zu retten.“ Sie findet es gut, dass sich ein junger Filmemacher mit dem Thema beschäftigt. Auch der zweite Hauptdarsteller Raphael Stark, der im Film David spielt, hat schon mal mit Eifersucht zu tun gehabt: „Ich wurde damit konfrontiert, als meine Freundin durch Zufall eine SMS las und mich daraufhin zur Rede stellte.“

Aber nicht nur mit der Eifersucht befasst sich Regisseur und Filmemacher Thomas Pill. Sein erstes Projekt handelt von einem Kinderschänder, der nach 15 Jahren aus dem Gefängnis freikommt und kurz darauf auf seine Opfer trifft. Gedreht werden beide Filme mittels Spiegelreflexkameras. „Dieser Film ist eine etwas härtere Gangart, also nichts für schwache Nerven. Aber er zeigt das, was unsere Gesellschaft über solche Menschen denkt“, so Thomas Pill. Mit im Team waren Fernsehschauspieler wie Dustin Semmelrogge und Ralph Willmann.

„Es macht einfach Spaß, bei solchen Projekten mitzuwirken und zu sehen, mit welchem Idealismus die Leute in ihrer Freizeit Filme drehen“, so Raphael Stark. Dies kann auch Eva Habermann bestätigen. „Es ist einfach schön zu sehen, mit welcher Energie tolle Filme gemacht werden.“ Deshalb würde sie auch weiterhin ihr Können für diese Produktionen vor der Kamera unter Beweis stellen. Für eine Nebenrolle konnte Thomas Pill in beiden Filmen den Friedberger Schauspieler Christian Sklous engagieren, der schon in der Pro-7-Kinoproduktion „Abgefahren“ mitwirkte.

Für den neuen Streifen kam noch Dave Kaufmann dazu, der in dem Kurzfilm einen Kommissar spielt. Für Anfang nächsten Jahres ist geplant, dass beide Filme Premiere feiern sollen. Vielleicht findet sich ein Kino in der Region, das sich dazu bereit erklärt, einen Themenabend zu veranstalten. Danach sollen die Filme auf Festivals gezeigt werden und in absehbarer Zeit auch auf DVD im Handel erscheinen. Im Internet kann man sich unter www.facebook.com/daskaltegericht informieren.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren