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Mering

28.06.2017

Nichts geht mehr an der Meringerzeller Straße in Mering

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Die Meringerzeller Straße in Mering wird derzeit umgebaut. Sie ist für den Durchgangsverkehr gesperrt
Bild: Eva Weizenegger

Bis zum Ende des Jahres werden die Bauarbeiten in Mering dauern. Noch ist nicht klar, wie hoch der Kostenanteil für die betroffenen Bürger ausfallen wird. Bürgermeister Kandler erklärt, warum ihm das nicht gefällt.

Bis zum Ende des Jahres wird die Meringerzeller Straße in der Marktgemeinde gesperrt sein. Umfangreiche Ausbauarbeiten sind dort notwendig. Für die Anwohner und Geschäftsleute stellt diese Maßnahme eine große Herausforderung dar. Zum einen können sie teilweise für mehrere Tage ihre Grundstücke überhaupt nicht anfahren, auch Lieferverkehr erreicht sie nur schlecht, andererseits kommen auf sie durch den Ausbau Kosten zu.

Wie hoch diese sein werden, ist noch nicht ganz schlüssig, da gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung geklärt werden muss, ob es sich bei der Meringerzeller Straße um eine Durchgangsstraße oder eine Erschließungsstraße mit starkem innerörtlichen Verkehr handelt. Im ersten Fall würden die Kosten in höherem Maße von der Allgemeinheit getragen, ist es jedoch eine Erschließungsstraße, müssen sich die Anwohner laut Straßenausbaubeitragssatzung mit einem größeren Eigenanteil beteiligen.

Diskussion über Durchgangsstraße

„Die Verwaltung teilt die Auffassung der Anwohner nicht, die in der Meringerzeller Straße eine Durchgangsstraße sehen“, erklärt Bürgermeister Hans-Dieter Kandler. Die Anlieger haben, so der Bürgermeister, als Argument vorgebracht, dass diese Straße nach Meringerzell und Baierberg führe und hier ein hoher Anteil an landwirtschaftlichem Durchgangsverkehr stattfinde. „Nur muss man eins bedenken, dass Baierberg und Meringerzell Ortsteile von Mering sind und es kein außerörtlicher Verkehr ist, der in die Meringerzeller Straße fließt“, so Kandler weiter.

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Anwohner wissen nicht, welche Kosten auf sie zukommen

Er verstehe sehr wohl die Anliegen der Anwohner. „Sie können sich sicher sein, dass kein Gemeinderat und kein Bürgermeister die Straßenausbaubeitragssatzung gerne anwendet“, betont Kandler. Doch der Freistaat Bayern habe dies so geregelt und darum müsse diese Satzung auch angewandt werden. „Ähnliche Zustände wie in der Meringerzeller Straße gab es auch in der Kirch- und Bouttevillestraße oder in der Niklaistraße in St. Afra“, informiert Kandler. Auch hier haben Anwohner, teilweise sogar über Gerichtsverfahren, Argumente ins Feld geführt, dass es sich nicht um Erschließungsstraßen mit starkem innerörtlichen Verkehr handele – doch ohne Erfolg. „Wir müssen schon jeden gleich behandeln“, führt Kandler weiter aus.

Nach Abschluss der Bauarbeiten soll eine weitere Verkehrzählung Aufschluss darüber geben, wie die Meringerzeller Straße zu klassifizieren ist. „Deshalb kann ich jetzt auch noch nicht sagen, wie hoch der Anteil der Anwohner sein wird“, informiert Kandler. Zudem hänge diese Berechnung auch von der endgültigen Kostenabrechnung der Baufirma ab. Neben dem Straßenausbau werden auch Arbeiten am Kanal und wo notwendig an den weiteren Sparten wie Glasfasernetz, Gas- und Stromversorgung vorgenommen.

Da die Müllfahrzeuge zurzeit die betroffenen Haushalte nicht anfahren können, müssen die Anwohner ihre Tonnen zu Sammelplätzen brigen. Einer befindet sich an der Einmündung Kirchstraße, weitere an der Hölzl- oder zur Einmündung Adlof-Kolping-Straße. „Über die genauen Details und auch über die Tage, an welchen die Grundstücke überhaupt nicht mit dem Auto zu erreichen sind, werden die Anlieger aber informiert“, so Kandler weiter. Bei allen Fragen können sich die betroffenen Bürger an die Bauleitung oder den Meringer Marktbaumeister Armin Lichtenstern werden, informiert Kandler.

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