1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Noch bleibt etwas Hoffnung

Handball-EM

24.01.2018

Noch bleibt etwas Hoffnung

Betretene Mienen bei den deutschen Handballern. Die Abteilungsleiter aus dem Altlandkreis trauen dem Team das Halbfinale aber immer noch zu.
Bild: Monika Skolimowski/dpa

Die Abteilungsleiter glauben noch daran, dass die deutsche Mannschaft den Sprung ins Halbfinale schafft. Leise Kritik auch am Bundestrainer.

Nein, es läuft sicher alles andere als perfekt für den Titelverteidiger Deutschland bei der Handball-Europameisterschaft in Kroatien. Vor dem letzten Hauptrundenspiel gegen Spanien am heutigen Mittwochabend hat es das Team von Bundestrainer Christian Prokop auch nicht mehr selbst in der Hand, ob der Sprung unter die besten Vier, also der Einzug ins Halbfinale gelingt. Zum einen müssen die deutschen Handballer gegen Spanien gewinnen und sind dann auch noch auf Schützenhilfe der Tschechen, Dänen oder Slowenen angewiesen.

Friedbergs Abteilungsleiter Robert Salopek sieht sich in seiner Einschätzung bestätigt. „Es hat sich bewahrheitet, dass es die befürchtet schwere Vorrundengruppe war – und die Mannschaft ist auch einfach nicht in Form gekommen und war verunsichert“, meinte er. Dennoch hofft Salopek auf das Halbfinale: „Aber dazu müssten wir ja erst einmal Spanien schlagen, aber das traue ich dem Team zu – auch wenn es ein dicker Brocken ist.“ In jedem Fall habe man gesehen, wie eng es bei einer Europameisterschaft zugehen würde, meinte Salopek. Die Friedberger werden das Spiel in einem vereinsinternen Public Viewing in der Vereinsgaststätte Vitalis verfolgen und dem Team die Daumen drücken.

Fast hellseherische Fähigkeiten hatte Karl-Heinz Steiner vom Kissinger SC, der schon vor EM-Beginn die Nichtnominierung des Abwehrspielers Finn Lemke bemängelte. Der wurde inzwischen nachnominiert. „Ich glaub schon, dass sie das Halbfinale noch packen“, so Steiner, der aber anfügte, dass er den Trainer „schimpfen“ müsse. „Ich denke, Prokop hat vielleicht ein bisschen falsch aufgestellt. Wir spielen zu langsam, zeigen keine erste und zweite Welle. Und Tempohandball wäre halt nötig, das hat auch Experte Christian Schwarzer im Fernsehen auf sky gesagt“, so der Kissinger Handballchef, der auch darauf verwies, wie „dicht die Spitze in Europa“ ist.

Etwas skeptisch ist Alexander Graf, Abteilungsleiter des SV Mering: „Es sieht ja eher schlecht aus, aber ein bisschen Hoffnung bleibt noch.“ Als „sehr ernüchternd“ bezeichnete Graf die bisherigen Auftritte der „Bad Boys“, wie sich das Team ja selbst bezeichnet. „Woran das lag, wird man den Trainer fragen müssen. Ich hatte mir mehr erhofft, aber irgendwie fehlte der Spirit, der Teamgeist, der Einsatz, über sich selbst hinauszuwachsen“, sagte Graf. Die Verletzung von Paul Drux mache die Aufgabe gegen Spanien noch schwerer, meinte der Meringer weiter. Auch in Kissing und Mering ist heute ein vereinsinternes Public Viewing geplant.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
13655590.jpg
Kliniken an der Paar

Bald keine Geburten mehr in Friedberg?

ad__starterpaket@940x235.jpg

Webseite und App freischalten!

Die schnellsten Lokalnachrichten - live,aktuell und multimedial.
Alle Online-Inhalte auf allen Endgeräten zu jeder Zeit, mtl. kündbar.
Damit sind Sie daheim und im Büro immer auf dem Laufenden.

Zum Web & Mobil Starterpaket