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28.03.2009

Noch mehr Ordnung in Merings Hundewelt

Mering Dass einem Meringer in München beinahe sein "Zamperl" weggefangen worden wäre, weil dieses keine Hundemarke trug - Bürgermeister Hans Dieter Kandler erzählte diese Geschichte in der jüngsten Sitzung des Gemeinderats und nannte sie einen Anlass, warum Mering demnächst die Blechplättchen ausgeben wird. Auch sonst wird die Marktgemeinde weiter Ordnung in seine Hundewelt bringen. In einer für dieses Thema erstaunlich kurzen und kurzweiligen Beratung wurde am Ende Einigkeit erzielt.

Man könne das Thema Hundekot auch riesig ausbreiten oder breit treten, so Kandler. Immer wieder sei hier eine bessere Regelung auch in Bürgerversammlungen gefordert worden. Mering aber geht konsequent weiter auf dem Pfad, auf die Vernunft seiner Bürger zu setzen. Da ist zum einen die Hundesteuer: Die wird in ihren Sätzen auf Vorschlag der CSU-Fraktion etwas erhöht, aber weiter auseinandergezogen als bisher für Liebhaber, die sich gleich mehrere Tiere halten wollen. Der Satz für Kampfhunde wurde gleich richtig satt erhöht - in Mering ist derzeit allerdings keiner gemeldet. "Damit wir uns richtig verstehen: Das gesamte Hundesteueraufkommen beträgt 5000 Euro im Jahr", bremste der Bürgermeister zu große Erwartungen.

Demnächst werden auch Hundemarken ausgegeben. "Dann kann der eine oder andere Nachbar beobachten, ob das Zamperl angemeldet ist oder nicht. Vor allem, wenn ihm dieses immer wieder in seinen Vorgarten macht." Kandler setzt bei der Überwachung der neuen Satzung stark auf Sozialkontrolle, denn Verwaltungspersonal will er möglichst wenig damit beschäftigen. Und auch nicht die kommunale Verkehrsüberwachung, wie es zweiter Bürgermeister Leonhard Erhard vorschlug. "Schon jetzt ist eine Kraft vier Stunden pro Woche damit beschäftigt, die Hunde-WCs zu warten", wusste Kandler. An elf Standorten können Tütchen gezogen werden, die Hinterlassenschaften des Tiers aufgesammelt und nach dem Spaziergang dann dort entsorgt werden. Demnächst kommen noch 13 weitere Standorte hinzu, schön verteilt über das Gemeindegebiet. Aus allen Fraktionen des Gremiums kamen dabei Vorschläge. In St. Afra sollen gleich vier der grünen Ständer aufgestellt werden, was Kandler zu einer seiner flapsigen Bemerkungen verführte. "Es scheint schon so zu sein, dass in der Siedlung die Hunde besonders viele Geschäfte machen." Um die Akzeptanz der Beutelchen weiter zu erhöhen, hatte er den Sitzungsunterlagen Beispiele von "bellobags" beigelegt, deren Anschaffung er subventionieren wollte. Dies wurde zwar mit 5:20 Stimmen abgelehnt, weil die Kommune mit den Neuanschaffungen eh Geld ausgibt zum Nutzen der Hundehalter. Der Vorschlag von Wolfgang Raab (Grüne) aber, bei der Anmeldung dem Tierfreund eine Bestellkarte mitzugeben, einen Gutschein und beim Hersteller einen Rabatt auszuhandeln für die Meringer, wurde für gut befunden.

Vorteile und Funktionsweise des "bellobags" erläuterte der Bürgermeister kurz: "Man muss nicht den ganzen Rückweg das Plastiktüterl mit dem Kot mittragen. Das Täschchen, in das das Tüterl kommt, kann an die Leine gehängt werden." Das schlug den Vorschlag von Reiner Heinrich um Längen, der Erfahrungen aus Fürstenfeldbruck weitergab. Dort setzt man auf Pappschäufelchen, die bei der Abholung der Hundemarke mitgegeben werden.

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