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Kommunalwahlen in Ried

13.01.2014

Offene Kommunikation und kein „Geklüngel“ für Ried

Mit dieser Mannschaft startet die Bürgergemeinschaft Ried in den Kommunalwahlkampf.
Bild: Heike John

Kariene Eikelmann wird einstimmig als Bürgermeisterkandidatin der Bürgergemeinschaft nominiert

Von Heike John

Ried Eine offene Kommunikation anstatt ein „geheimnisvolles Geklüngel“ pflegen und die Zukunft eines innovativen Dorfes unter Mitwirkung aller Bürger gestalten, das will die Bürgergemeinschaft Ried. Bei der Nominierungsversammlung für die Gemeinderats- und Bürgermeisterwahl im Eismannsberger Bürgersaal sprach die Vereinsvorsitzende Ute Schübele-Weber diese Ziele noch einmal klar aus.

Unter dem Slogan „Miteinander leben und gemeinsam gestalten“ wurde die Bürgergemeinschaft am 12. Juni 1996 als Verein ohne Parteicharakter und unabhängige Wählergemeinschaft gegründet. Nun will sie mit Kariene Eikelmann als Bürgermeisterkandidatin zur Kommunalwahl antreten. Dafür erhielt diese alle Stimmen der 18 Wahlberechtigten . Die 40-jährige Chemielaborantin lebt seit 22 Jahren mit ihrem Mann und ihren beiden inzwischen 12- und 14-jährigen Söhnen im Rieder Ortsteil Baindlkirch.

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Als Bürgermeisterin zu kandidieren sei ein wohlüberlegter Schritt, erklärte Eikelmann. Sie sei bereit, dafür auch ihren Beruf aufzugeben, der ihr sehr viel Spaß mache.

Sie rückte für Gerald Modlinger in den Gemeinderat nach, der sich aufgrund der Debatte um seinen Wohnort zurückgezogen hatte (wir berichteten). „Diese Entscheidung war gut“, betonte Modlinger, „denn Kariene brachte viel frischen Wind in den Gemeinderat“. Inzwischen gilt aufgrund einer Gesetzesänderung die strenge Wohnsitzpflicht nicht mehr und Modlinger, der seinen Erstwohnsitz in Utting hat, kandidiert auf Listenplatz 4 erneut. Vor ihm und nach Siegfried Bless hat sich Elisabeth Fischer aus Hörmannsberg auf Platz 3 setzen lassen. „Die Kindergartenmisere bei uns im Ort und auch der Hühnermastskandel haben mich dazu bewogen, der Bürgergemeinschaft beizutreten“, erklärt sie. „Die autoritäre Umgangsweise mit uns Bürgern ist nicht mehr zeitgemäß und deshalb wird es höchste Zeit, alte Zöpfe abzuschneiden“, findet sie.

Als „Hörmannsberger Urgewächs“ hatte auch Leonhard Sedlmeir es satt, dass „bei uns in Ried Entscheidungen nach Gutsherrenart gefällt werden“. Er ist ebenso Gründungsmitglied wie Siegfried Bless und Prof. Theo Vennemann, der aus beruflichen Gründen seinen Platz im Gemeinderat frei machte, aber nun wieder auf der Liste steht. Auch Reinhold Krogull und Andreas Schäfer wollen nicht mehr Dinge stillschweigend in Kauf nehmen. Als Alternative zu aussterbenden Dörfern müsse Landleben heutzutage anders aussehen, findet  Angelika Lutz. Es gelte, ein gutes Zusammenleben von sehr verschiedenen Leuten zu gestalten, die in Ried wohnen wollen, erklärte sie. Die Bürgergemeinschaft sehe sich deshalb auch als Lobby für Neubürger wie Christine Bois oder Nachrückerin Bianca Reinwald. Ihr Engagement begründen Klaus Sedlmeir und weitere Mitglieder auch mit der großen Sympathie für die Bürgermeisterkandidatin.

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