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Entscheidung in Mering

27.03.2015

Oldtimerfreunde ziehen neben den Wertstoffhof

Freie Fahrt in Richtung neues Vereinsheim für den OMC.
Bild: -archiv

Der Gemeinderat Grünes Licht für den Meringer Verein. Wie dieser die nötigen 100000 Euro für den Neubau heran schaffen will

Einschüchternde Gestalten in Motorradkluft, teils wild gepierct, füllten den Zuschauerraum bei der jüngsten Sitzung des Marktgemeinderates. Der Oldtimer- und Motorradclub Mering (OMC) erhielt reichlich moralische Unterstützung bei diesem für die Zukunft des Vereins so wichtigen Termin. Und Vorsitzender Lothar Haupt konnte am Ende mit positiven Neuigkeiten nach Hause gehen. Die Weichen für das neue Zuhause des OMC bei der Wertstoffsammelstelle sind gestellt.

Seine früheren Räum im Meringer Schloss, hatte der Verein verloren, als dieses an einen privaten Investor verkauft wurde. Die anschließende Suche nach einem neuen Domizil gestaltete sich schwierig. Harte Zeiten für die Verantwortlichen, die umfangreiches Material und Geräte vorübergehend privat einlagern musste. Dann kam die Idee auf, der OMC könnte einen bestehenden Stadel der Gemeinde neben dem Wertstoffhof nutzen. Dieser wird jedoch vom Bauhof weiter als Lager benötigt, wie Bürgermeister Hans-Dieter Kandler erklärte. Und so kam die Idee eines Neubaus auf.

Um diesen zu verwirklichen ist ein entsprechender Bebauungsplan für das Areal nötig, auch der Flächennutzungsplan muss geändert werden. Für die Gemeinde bietet das die Möglichkeit, den Bereich ordentlich zu regeln. Denn auch der Alpenverein ist dort ja beispielsweise mit seiner Kletterwand vor Ort. CSU-Fraktionsführer Georg Resch sprach sich dafür aus, dem zuzustimmen. Schließlich habe man dem OMC die Unterstützung zugesichert. Er habe zwar bereits besorgte Anrufe erhalten. „Aber ich glaube nicht, dass hier irgendwelche Wohngebiete von Lärm tangiert sind. Und ich glaube auch nicht, dass der Verkehr in der Hermann-Löns-Straße dadurch zunimmt.“, sagte er. Die SPD-Fraktion freue sich, dass der OMC ein Gelände gefunden hat, erklärte auch Irmgard Singer-Prochazka. Die Grünen hatten zwar durchaus Sorgen wegen der Zufahrt und der Parkplatzsituation, gaben jedoch ihre Zustimmung.

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Später in nichtöffentlicher Sitzung gab der Gemeinderat auch für den nötigen Pachtvertrag seine Zustimmung, wie der OMC in einer Pressererklärung mitteilt. Darin heißt es außerdem, dass die Gemeinde eine Ausfallbürgschaft gewährleistet.

Vorsitzender Lothar Haupt hat sich natürlich bereits damit beschäftigt, wie das Vereinsheim aussehen könnte, wie viel Eigenleistung der Verein erbringen kann und wie er die nötigen Finanzmittel aufbringt. Das Gebäude soll etwa elf auf elf Meter groß werden und 260 Quadratmeter Nutzfläche bieten. Allein 70 Quadratmeter sind für Lagerräume nötig. Größtes Zimmer wird der Versammlungsraum mit rund 50 Quadratmetern. Der OMC plant das Ganze als Holzständerbauweise. Nachdem einige Lieferanten bereits Sonderkonditionen zugesichert haben und die Vereinsmitglieder ihre tatkräftige Unterstützung, soll das Projekt unter 100000 Euro kosten, so Haupt.

Er setzt hier zum einen auf Crowdfunding, bei dem Privatanleger sich mit einem bestimmten Betrag und einer vereinbarten Rendite beteiligen. Außerdem hofft der Verein natürlich auch auf Spenden.

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