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Initiative

26.02.2015

Online Baugrund verkaufen

Baugrund ist in vielen bayrischen Kommunen Mangelware. Die Stadt Friedberg möchte mit einem Baulückenkataster nun brach liegende Flächen auf den Markt bringen. Symbolbild: Alexander Kaya

Die Stadt Friedberg geht neue Wege. Gestern startete das Projekt. Die Nachfrage ist ein Problem

Friedberg Anstatt nur neue Baugebiete zu erschließen, sollen auch Baulücken geschlossen werden: Das möchte die Stadt Friedberg. Dazu wurden alle zum Verkauf stehenden Grundstücke in ein Kataster eingetragen. Die ersten Angebote gibt es jetzt im Internet.

Angesichts der zunehmenden Flächenversiegelung forderte der Freistaat Bayern die Kommunen dazu auf, ein Verzeichnis anzulegen. Das Baureferat ermittelte rund 350 Grundstücke, auf denen problemlos Neubauten entstehen könnten. Die Stadt hat die Eigentümer angeschrieben und erhofft sich so, neues Bauland zu erschließen. Ein großer Teil der Flächen liege bereits seit langem brach und ein Teil der Nachfrage könnte so gedeckt werden.

Der Baulückenkataster wurde gestern um 8 Uhr auf der Homepage der Stadt Friedberg freigeschaltet. Unter www.friedberg.de/baulueckenangebot können Interessenten die entsprechenden Angebote einsehen. Bauoberrat Wolfgang Weise freut sich über den neuen Service: „Es ist ein Versuch. Wir wollen Vertrauen aufbauen und die Interessenten ins Gespräch bringen. Wir möchten die Eigentümer animieren, über einen Verkauf nachzudenken.“

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Bislang hält sich der Erfolg in Grenzen. Nur zwei Eigentümer haben zugestimmt, dass ihre Grundstücke im Onlineverzeichnis angeboten werden. Eines der Grundstücke befindet sich im Nelkenweg in Haberskirch. Die Preisvorstellung des Eigentümers liegt bei rund 137000 Euro. Zusätzlich kann ein Garagengrundstück erworben werden. Das zweite Objekt liegt Am Spindelberg in Harthausen mit einer Preisvorstellung von 254000 Euro.

Insgesamt hatten sich knapp 60 Prozent der Angeschriebenen auf den Fragebogen zurückgemeldet, der im vergangenen Jahr verschickt worden war. Ursprünglich wollten 16 Eigentümer ihre Grundstücke auf diese Weise zum Verkauf anbieten, doch mittlerweile ist der Großteil bereits verkauft. Die Stadt verfolgt ein bestimmtes Ziel: „Wir wollen mehr Grundstücke zur Verfügung haben, dann können wir auch besser steuern“, sagt Weise. Laut ihm seien viele Grundstücke „zugepflastert“. Im September will die Stadt eine Bilanz vorlegen, wie viele Grundstücke verkauft worden sind.

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