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Umwelt in Friedberg

14.04.2017

Osttangente ist das zentrale Thema

Der Vorstand der Aktionsgemeinschaft Lechleite/Lebenswertes Lechtal (von links): Gottfried Meitinger Josef Metzger, Heinrich Drössler, Doris Wackerl, Schuster Margit, Sabine Metzger, Rosemarie Krendlinger, Andreas Kienast, Claudia Trieb, Ludwig Hauser, Erich Schuster.
Bild: AGLL

Die Aktionsgemeinschaft Lechleite diskutiert über aktuelle Entwicklungen. Die Mitglieder fürchten bei dem großen Straßenbauprojekt mehr Verkehr und Lärm für die Region.

Den Vereinszweck der Aktionsgemeinschaft Lebensraum Lechleite/Lebenswertes Lechtal (AGLL) betonte der Vorsitzende Josef Metzger in seinem Rechenschaftsbericht bei der Mitgliederversammlung: die Erhaltung des Grüngürtels zwischen Augsburg und der Lechleite, die Förderung des Landschaftsschutzes und die Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen. Dabei ist das zentrale Thema der nächsten Jahre die Osttangente, teilte der Verein in einer Pressemitteilung mit.

Die Planungen laufen für das Raumordnungsverfahren mit Anhörung der Gemeinden und Grundstückseigentümer. Die AGLL plant zusammen mit dem „Aktionsbündnis Keine Osttagente“ weitere Aktionen. Da im Bundesverkehrswegeplan nicht einmal die Resolution des Kreistags berücksichtigt worden sei, ist laut Metzger klar, dass diese Straße überregionale Bedeutung habe und nur mehr Lärm und Abgase für die Region bringen werde. Diese Wahrheit hätten Landrat Metzger, der Abgeordnete Tomaschko, die Bürgermeister Eichmann und Wolf der eigenen Bevölkerung vorenthalten.

Beim Thema Abfall listete Josef Metzger die Forderungen der AGLL an das neue Verpackungsgesetz auf: Darunter die Reduzierung und einheitliche Kennzeichnung der Verpackungsmaterialien, ein neues Gebührensystem, das Mehrweg und stoffliche Verwertung fördert, und eine hohe stoffliche Recyclingquoten, um die in der Verpackung gebundenen Stoffe und Materialien vollständig zu nutzen. Nur einige Punkte davon sind im neuen Verpackungsgesetz umgesetzt worden. Welche Auswirkungen dieses Gesetz auf den Landkreis Aichach-Friedberg hat, wird in Kürze mit dem Verband „Das bessere Müllkonzept Bayern“, indem die AGLL Mitglied ist, diskutiert.

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Die Mitglieder protestierten gegen die Erweiterung des Gewerbegebiets in Derching. Selbst die Regierung von Schwaben, das Landratsamt Aichach-Friedberg, der Regionale Planungsverband und die Stadt Augsburg hätten Einwendungen dagegen eingebracht. Diese bestätigten auch die Hauptargumente der Aktionsgemeinschaft, die Beeinträchtigung des regionalen Grünzugs, der sogenannten Frischluftschneise zwischen Friedberg und Augsburg. Befürchtet werden weitere Probleme mit dem Grundwasserschutz und dem Kiebitz-Vorkommen.

Turnusgemäß stand die Neuwahl des Vorstandes an: Bestätigt wurden der 1. Vorsitzende Josef Metzger, die 2. Vorsitzende Margit Schuster und der 3. Vorsitzende Andreas Kienast. Claudia Trieb und Renate Gerstmeyr wechselten ihre Plätze bei den Kassiererinnen. Ihre bisherigen Posten behielten die Schriftführerinnen Sabine Metzger und Doris Wackerl. Beisitzer sind Ludwig Hauser, Walter Hollmann, Rosemarie Krendlinger, Gottfried Meitinger und Erich Schuster. Revisoren sind Heinrich Drössler und Adolf John.

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