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Friedberg

04.08.2020

Parkplatzsuche in Friedberg: Die Stadt bekommt ein Leitsystem

Sensoren überwachen künftig die Belegung der Stellplätze in der Garage Ost in Friedberg. Dadurch soll der Park-Such-Verkehr verringert werden.
Bild: Christian Gall (Archiv)

Plus Friedberg bekommt für die Garagen Ost und West ein Parkleitsystem, die Stadt hat das Konzept der Stadtwerke bewilligt. Was das kostet und wie es funktioniert.

In der Garage Ost unter der Ludwigstraße kann man bei der Parkplatzsuche schon mal etwas ins Schwitzen kommen. Denn wenn auf der einen Seite kein Stellplatz frei ist, muss man rangieren und wenden und auf der anderen Seite sein Glück suchen. Diese lästige Seite der Parkplatzsuche soll in Friedberg demnächst der Vergangenheit angehören.

Denn die Stadt möchte 60.000 Euro in die Hand nehmen und ein Parkleitsystem für die Garagen Ost und West anschaffen. Der Werkausschuss des Stadtrats bewilligte bei seiner ersten Sitzung in der neuen Wahlperiode mehrheitlich das Konzept, das der Stadtwerke-Chef Holger Grünaug vorstellte.

Auch die Garage West an der Bauernbräustraße in Friedberg wird in das Parkleitsystem einbezogen.
Bild: Ute Krogull (Archiv)

Geplant ist, dass die Parkplätze mithilfe von Sensoren an der Decke oder Wand überwacht werden. Bodensensoren kämen nicht infrage, weil man dann die Beschichtungen beschädigt, erklärte Holger Grünau. Er berichtete zudem, dass man ursprünglich auch überlegt habe, ob man in der Garage Ost nur Ein- und Ausfahrten überwacht und die freien Stellplätze dann rechnerisch ermittelt.

Dieses System sei zwar kostengünstiger, mache jedoch in der Praxis keinen Sinn. Denn es kann in den Garagen schwierig werden, wenn etwa während des Altstadtfests oder Friedberger Advents ein Teil für Anwohner reserviert wird. Das Parksystem könne nämlich die ein- und ausfahrenden Fahrzeuge von Anwohnern und sonstigen Nutzern nicht unterscheiden, so der Leiter der Stadtwerke.

Parkleitsystem: Weniger Staus in den Friedberger Garagen

Deshalb präferiere man die Lösung mit Decken- oder Wandsensoren. Die zeigen dann – von Weitem gut sichtbar – mittels roter und grüner LEDs über den einzelnen Stellplätzen an, ob diese frei oder belegt sind. Zusätzlich möchte die Stadt in den Garagen dynamische Hinweistafeln installieren, um unnötigen Suchverkehr oder Rückstau durch wartende Fahrzeuge zu vermeiden.

Diese Tafeln informieren mit einem grünen Pfeil, wie viele Parkplätze noch wo frei sind. Im Eingangsbereich der Garagen wird es außerdem Hinweisschilder geben, die die Zahl der freien Stellplätze nennen.

Ein grüner Pfeil führt zu freien Stellplätzen.
Bild: Ute Krogull (Archiv)

Bis die jedoch angebracht werden, dauert es noch ein wenig. Nachdem das Konzept durch den Werkausschuss nun bewilligt wurde, holen die Stadtwerke Friedberg erst einmal Angebote ein. Geplant ist, in vier Monaten einen Auftrag zu erteilen.

Entscheidung ist unter den Friedberger Stadträten umstritten

Unumstritten ist diese Anschaffung jedoch nicht, wie die Diskussion unter den Stadträten zeigte. Jakob Eichele (Freie Wähler) warnte, dass man wegen Corona erhebliche Steuereinbußen habe, und sah deshalb eine Investition von 60.000 Euro als kritisch an, vor allem weil fast immer genug Platz in den Garagen vorhanden sei. Das sah auch Marion Brülls (Grüne) so. Sie plädierte dafür, dass man die Autos aus der Stadt halten und bei gut besuchten Veranstaltungen besser Parkraum unter dem Berg nutzen solle. Das Geld solle man dann für einen Shuttleservice ausgeben.

Andere Stadträte regten dagegen an, auch oberirdische Stellplätze wie etwa auf dem Marienplatz ins Parkleitsystem einzubinden. Bürgermeister Roland Eichmann versprach, die Möglichkeiten prüfen zu lassen, merkte aber an, dass man hier zur Erfassung der Parkplätze Kameras auf städtischen Gebäuden anbringen müsse.

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