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Show

09.02.2015

Piraten und Pumuckl tanzen wie die Profis

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Neun Stunden lang zeigen gestern die Faschingsgarden in der Meringer Mehrzweckhalle ihr großes Können

Vom stundenlangen Zuschauen hätte einem fast schwindlig werden können, so viele Beine wirbelten gestern beim großen Gardetreffen in der geschmückten Meringer Mehrzweckhalle durch die Luft. Vom Vormittag bis in die Abendstunden hinein präsentierten die Mitglieder von insgesamt 31 Faschingsgarden ihr tänzerisches Können, das die Zuschauer mit viel Applaus und Zugabe-Rufen honorierten. „Für einen möglichst reibungslosen Ablauf ist ein hoher technischer Aufwand erforderlich“, sagte Organisationsleiter Patrick Hintersberger vom Meringer Faschingskomitee „Lach Moro“. Mit kurzen Umbaupausen klappte aber alles bestens.

Die Teilnehmer am Showtanztreffen waren unter anderem aus Augsburg, Fürstenfeldbruck, Gundelfingen, Kissing, Klosterlechfeld und Schwabmünchen nach Mering gekommen. Sie zeigten mit ihren fantasievollen Kostümen als Piraten oder Märchenfiguren ein hohes Maß an Kreativität und mit vielen Darbietungen ein nahezu professionelles Niveau. Was auf der Bühne so beschwingt und spielerisch leicht aussah, war jedoch das Ergebnis monatelanger harter Probenarbeit, die viel Fleiß und Disziplin verlangt.

Nach dem Einmarsch der Meringer Garde sorgten 35 Kinder der Narrneusia gleich für einen ersten Höhepunkt: Eine halbe Stunde lang entführten sie das Publikum ins Märchenland und brachten Heidi und Schneewittchen, Pumuckl und Pippi Langstrumpf, Harry Potter und das Dschungelbuch auf die Bühne der Mehrzweckhalle. Da war keine Minute langweilig, Schlag auf Schlag wechselten die bunten Bilder einander ab und kaum waren die hübschen Hexen verschwunden, tauchten schon Gestalten aus 1001 Nacht auf. Die Erwachsenengarde der Narrneusia aus Neusäß beeindruckte ebenfalls mit ihrer „Piraten der Karibik“-Show.

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Unter dem Motto „Popcorn und Zuckerwatte“ stand die Darbietung der Kinder vom FFC Augsburg, während die 20 Tänzerinnen aus Mering am Sonntagnachmittag „Vier Jahreszeiten“ anschaulich machten. Ebenfalls mit dabei waren gestern das Kissinger Tanzstudio Effekt, der MSV Mering, die Brucker Heimatgilde sowie der Schleißheimer Narrenrat.

Das zackige Auftreten vieler Garden geht darauf zurück, dass sie ursprünglich als Persiflage auf das Militär entstanden sind; das ist nicht zu allen Zeiten auf Gegenliebe gestoßen: So waren etwa in den Anfangsjahren nach dem Zweiten Weltkrieg Karnevalsumzüge von den Alliierten Besatzungsmächten verboten worden, weil man die Garden als militaristisch deutete. Weibliche Tanzgarden sind relativ neu und haben ihren Ursprung im Revuetanz der 1920er und 1930er Jahre. Die erste, die Blaue Tanzgarde der KG Möbelwagen Stuttgarter Karnevalgesellschaft, war 1947 gegründet worden.

Die nächste Möglichkeit, die Show des Meringer Faschingskomitees zu sehen, ist am Samstag, 14. Februar, beim Meringer Marktball. Tags darauf ist der beliebte Kinderball in der Mehrzweckhalle an der Reihe. Höhepunkt ist das große Faschingstreiben auf dem Meringer Marktplatz: Am Dienstag, 17. Februar, gibt es von 12 bis 18 Uhr ein buntes Treiben mit Essen, Musik und Showauftritten.

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