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Bürgergespräch

30.06.2015

Planung stößt auf Unverständnis

So einen massiven Flächenverbrauch befürchten die Friedberger Grünen, wenn die Augsburger Osttangente kreuzungsfrei ausgebaut wird.
Bild: Stadtratsfraktion Grüne

Stadtratsfraktion der Grünen befürchtet nur Lasten für Friedberg durch die Osttangente

Nur Lasten und im Gegenzug keinerlei Nutzen für Friedberg befürchtet die Stadtratsfraktion der Grünen, falls die geplante Augsburger Osttangente verwirklicht werden sollte. Darüber informierten die drei Stadträtinnen bei einem Bürgergespräch.

Der vierspurige kreuzungsfreie Ausbau der AIC 25 zur Osttangente würde enorme Flächen verbrauchen und dadurch Naherholungsgebiete in der Friedberger Au zerstören, so die Grünen. Stadträtin Marion Brülls sagte voraus, dass der Lärm nach dem geplanten autobahnähnlichen Ausbau von den nördlichen Stadtteilen bis in die Kernstadt zu hören wäre. Fraktionssprecherin Claudia Eser-Schuberth sprach von einer „Wahnsinnsstraße“.

Besonders der kreuzungsfreie Ausbau der Straße werde gewaltige Bauwerke mit Überführungen zur Folge haben, so die Grünen. Aufgrund der Enge im Bereich der Kreuzung nahe Segmüller würden die Kleingärten dort verschwinden müssen, so die Ansicht der Fraktion.

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In der angeregten Diskussion zeigten sich Anlieger der B 300 nicht überzeugt, dass die Osttangente eine Entlastung bringen wird. Im Gegenteil befürchten sie mehr Verkehr auf der B 300, die dann eine Abkürzung zur Osttangente darstellen würde.

Auf völliges Unverständnis der Teilnehmer stieß das nach Ansicht der Grünen handstreichartige Vorgehen bei der Beschlussfassung zur Resolution des Stadtrates. „Wir Bürger wurden nicht informiert, es wird einfach entschieden“, so eine Bürgerin. Transparenz sieht anders aus, so Claudia Eser-Schuberth. Ein weiterer Aspekt aus dem Publikum war die Vernichtung landwirtschaftlicher Flächen. Man wolle weiterhin Nahrungsmittel aus der Region, so der Tenor.

Landtagsabgeordnete Christine Kamm berichtete von ihrer Landtagsanfrage zur Osttangente. Demnach würde allein im Bereich Friedberg der Landverbrauch etwa 40 Hektar betragen, insgesamt wird die gesamte Trasse rund 157 Hektar verschlingen. Zum Abschluss rief Stadträtin Johanna Hölzl die Teilnehmer des Bürgergesprächs dazu auf, aktiv zu werden, um die Aufnahme der Osttangente in den vordringlichen Bedarf zu verhindern.

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