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Theater

30.01.2019

Platzmangel im Himmel führt zu irdischen Turbulenzen

Nach einem Verkehrsunfall kommt Paul Serval (Jürgen Hopfensitz) in den Himmel und stellt sich beim heiligen Petrus (Hansi Wörl) vor.
Bild: Ines Schmitt

Die Spielzeit Freienried bringt das Stück „Im Himmel ist kein Zimmer frei“ auf die Bühne

Nach einer schöpferischen Spielpause im letzten Jahr begeisterten die Theaterleute der Spielzeit Freienried nun wieder ihr Publikum. In seiner gekonnt lustigen Art begrüßte Regisseur Robert Popfinger die Gäste zum Zweiakter von Jean Stuart „Im Himmel ist kein Zimmer frei“ und lud zu einem vergnüglichen Theaterabend ein.

Bevor sich jedoch der Vorhang öffnete, herrschte für kurze Zeit absolute Dunkelheit im Zuschauerraum. Dies erhöhte zweifelsohne die Dramatik und richtig – gleich darauf krachte und schepperte es gewaltig. Als das Licht endlich anging und der Vorhang aufgezogen wurde, erschallte sogleich kräftiges Lachen aus dem Publikum. Zu komisch sah Geschäftsmann Paul Serval (Jürgen Hopfensitz) aus, wie er arg demoliert vor dem heiligen Petrus (Hansi Wörl) stand. Er sei bei einem Autounfall tödlich verunglückt, ließ Petrus verlauten, aber aufgrund eines technischen Problems sei er im Himmel noch nicht angemeldet und könne deshalb auch nicht bleiben.

Wieder auf der Erde zurück, muss Paul erkennen, dass er in seinem eigenen Zuhause nicht willkommen ist. Hat sich doch dort für zwei Wochen sein Geschäftspartner André Marsan (Lorenz Steinhard) mit seiner Geliebten Sophie Lantier (Anita Metzger) einquartiert. Als dann auch noch plötzlich seine Ehefrau Irene Marsan (Petra Zaspel) auftaucht, nimmt die vergnügliche Geschichte ihren Lauf. Paul versucht immer wieder, Pluspunkte für seine Lebensakte zu gewinnen, manövriert sich dabei aber selber in echte Schwierigkeiten. Das Theaterstück wird komplett auf Hochdeutsch gespielt, was aber bestens bei den Besuchern ankommt. Immer wieder wurde gelacht und reichlich applaudiert. „Genial gespielt“ und „tolle schauspielerische Leistung“ waren aus den Zuschauerreihen zu hören. Besonders gefiel die Slapstickeinlage von Irene und Paul. Fehlerlos im raschen Ablauf und dazu im Takt der Musik wirbelten die beiden wortlos über die Bühne, und boten Schauspielkunst in Perfektion.

Wie es bei den Inszenierungen der Spielzeit Freienried üblich ist, wurden auch in diesem Jahr einige kleine spezielle Hingucker eingebaut, die das Stück noch sehenswerter machen. So erscheint das banale Blumengießen durch die Putzfrau Maria (Andrea Steinhard) plötzlich in einem ganz anderen Licht und auch Petrus’ Eingriff ins Zeitgeschehen würde sicherlich so mancher Mann im Publikum gerne übernehmen wollen.

Regisseur Robert Popfinger hat wieder einmal alle Register gezogen und für jeden Darsteller die richtige Rolle gefunden.

Seit Oktober wurde an knapp 30 Abenden geprobt und am sehr schönen und modernen Bühnenbild gebaut. Zusammen mit den fleißigen Mitstreitern hinter und vor der Bühne ist es einmal mehr gelungen, für einen erlebnisreichen Theaterabend und ein äußerst zufriedenes Publikum zu sorgen.

Weitere Aufführungen im Gemeinschaftshaus in Freienried sind am Freitag und Samstag, 1. und 2., 8. und 9. Februar (Beginn 19.30 Uhr) sowie am Sonntag, 3. und 10. Februar (Beginn 18 Uhr). Eintrittskarten können online unter www.spielzeit-freienried.de und telefonisch unter 08208/958701 reserviert werden. Restkarten sind außerdem an der Abendkasse erhältlich.

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