1. Startseite
  2. Lokales (Friedberg)
  3. Polizeihubschrauber landet beim Blaulichttag

Mering

30.06.2019

Polizeihubschrauber landet beim Blaulichttag

DSCF9596(1).JPG
4 Bilder
Das Highlight des dritten Meringer Blaulichttages war die Ankunft des Polizeihubschraubers gegen 13 Uhr.
Bild: Heike Scherer

Die Veranstaltung am Meringer Badanger knackt den Besucherrekord. Vor allem Familien mit Kindern freuen sich über spektakuläre Aktionen und ein buntes Mitmach-Programm.

Um 13 Uhr landete Michael Landmann vom Flughafen München mit seinem Polizeihubschrauber Edelweiss 2 auf der Wiese hinter dem Tunnel beim Badangergelände. Vor allem Familien mit Kindern nutzten die Möglichkeit, in den Hubschrauber zu klettern und ein Foto zu machen. Es war der Höhepunkt beim dritten Blaulicht-Tag, den das BRK Mering unter der Schirmherrschaft des zweiten Bürgermeisters Florian Mayer gemeinsam mit anderen Hilfsorganisationen organisierte.

Weiterlesen mit dem Plus+ Paket

Dieser Inhalt ist älter als 30 Tage und steht daher nur Abonnenten mit einem Plus+ Abo zur Verfügung.
Jetzt ab 0,99 € testen

Bis zum Abend informierten sich rund 1000 Besucher über das Bayerische Rote Kreuz, die Wasserwacht, die Polizei, Feuerwehr und viele weitere Rettungsorganisationen und genossen die kulinarischen Angebote und vielfältigen Aktionen auf dem weitläufigen Veranstaltungsgelände.

Blaulichttag: Ehrenamtliche nehmen sich für die Vorbereitung extra Urlaub

Bereitschaftsleiter Daniel Stöckl und sein Team waren am Samstag von 13 Uhr bis in die Nacht hinein im Einsatz, um alles für den großen Blaulicht-Tag aufzubauen. Er hatte sich genauso wie sein Stellvertreter Marco Petri in der Woche vorher Urlaub genommen, um die Plakate aufzustellen, in den Geschäften, bei Ärzten oder Eisdielen in Mering, Kissing, Merching, Egling und Prittriching abzugeben und in den Schulen auf die wichtige Veranstaltung hinzuweisen.

ecsImgBannerWhatsApp250x370@2x-5735210184021358959.jpg

Gemeinsam mit seiner Frau Julia, die für Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist, freute er sich, dass kurz nach 10 Uhr das Gelände voller Besucher war. „Es ist unser erfolgreichster Blaulicht-Tag. Wir haben soeben noch Pommes frites nachbestellt“, sagten sie gegen 13 Uhr.

Friedberger Polizei zeigt ihre schusssicheren Westen

Die Friedberger Polizei war mit Dienstgruppenleiter Michael Weiß, Stefanie Schmidbauer und Yvonne Nischwitz vor Ort. Sie zeigten ihre Ausrüstung wie die schwere schusssichere Weste, Blitzlampen für die Unfallstellenabsicherung, einen Alkomaten und ihr Fahrzeug. „Wir wollen den Kindern die Angst vor der Polizei nehmen, die ihnen Eltern oft machen“, verriet Weiß.

Polizist zu werden, sei immer noch ein großer Kindheitstraum, auch wenn Polizisten vermehrt mit negativen Erfahrungen wie Beschimpfungen und Angriffen konfrontiert werden. Es gebe derzeit viele Bewerber und Einstellungen, so Weiß.

Außerdem war die Meringer Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, Rüstwagen, Einsatzleitwagen und Kommandowagen vor Ort. „Jugendliche ab 14 Jahren sind bei uns willkommen, Interessierte können samstags zwischen 9 und 12 Uhr beim Feuerwehrhaus vorbeikommen“, sagte Kommandant Andreas Regau.

Kinderprogramm begeistert beim Blaulichttag

Bei der Notfalldarstellung Friedberg warteten Kinder in der Schlange, um sich als Blume oder Tier schminken zu lassen. Damian Hanick entschied sich dagegen für eine Schürfwunde und Niklas Stöckl für eine Wunde mit Glas. Silke Plettig erzählte, dass sie hierfür Dermawax, Vaseline, Puder, rote Farbe, Laminatfolie und Kunstblut verwende. Interessant war für die Kinder aber auch das Fahrzeug des Bezirksverbandes Schwaben „atv“, das „all terrain vehicle“ das im schwierigen Gelände für die Vermisstensuche, als Notarztzubringer oder für den Sanitätsdienst bei Festen verwendet wird, informierte Patrick Stadlmair.

Erstmals zum Blaulicht-Tag kam das Drohnenteam vom Kreisverband Augsburg-Land mit Jens Preussner. Er hatte zahlreiche kleine Fahrzeuge für Kinder dabei. „Die große Drohne komme bei der Vermisstensuche, bei Lageerkundung und Dokumentation bei Großschadenslagen zum Einsatz“, sagte er. Auch für das Team Bayern mit Raimund Heiny war es eine Premiere.

5000 Helfer für den Notfall in einer Datenbank

Es handelt sich um eine Kooperation zwischen BRK und Radio Bayern 3. „Wir haben eine Datenbank mit 5000 Menschen, die im Notfall wie bei beim Hochwasser in Simbach vor zwei Jahren Hilfe leisten“, informierte er. Die Freiwilligen werden erst über SMS alarmiert und erhalten dann genauere Informationen über E-Mail. Interessierte könnten sich gerne über www.teambayern.info melden.

Auch die Notfallseelsorge des Bistums Augsburg war erstmals vor Ort. Sie kümmert sich im Auftrag der Kirche und als Teil der Psychosozialen Notfallversorgung um Menschen in akuten Krisen, wenn sie beispielsweise mit dem Tod von Angehörigen bei Unfällen konfrontiert werden.

Die zwölfjährige Lilian Motzke von der Wasserwacht Mering legte Kindern und Eltern Schwimmwesten um, bevor sie in ein Schlauchboot auf der Paar klettern durften.

Bereitschaftsleiter Daniel Stöckl und Schirmherr Florian Mayer zeigten sich mit dem Verlauf des dritten Blaulichttages äußerst zufrieden. Sie freuten sich über den Besuch des von Bürgermeister Hans-Dieter Kandler, Landrat Klaus Metzger und Landtagsabgeordnetem Peter Tomaschko. „Die vielen Besucher beweisen, dass die Menschen sehr interessiert sind zu erfahren, was unsere Hilfsorganisationen leisten und sich unsere Vorbereitungen gelohnt haben“, resümierten sie.

Eine Vielzahl von Eindrücken gibt es in unserer Bildergalerie vom Blaulichttag:

FA_Blaulichttag042.jpg
44 Bilder
Großer Andrang beim Blaulichttag in Mering
Bild: Heike Scherer
Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren