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Porträt

09.11.2019

Polizistin in Friedberg: Im zweiten Anlauf zum Traumberuf

Die 26-jährige Stefanie Schmidbauer hat ihren Traumberuf gefunden: Sie arbeitet seit 1. März 2019 bei der Polizei in Friedberg im Innen- und Außendienst.
Bild: Heike Scherer

Plus Stefanie Schmidbauer hat sich für eine Ausbildung zur Polizistin entschieden. Warum sie trotz Schichtdienst weiß, dass sie die richtige Wahl getroffen hat.

Stefanie Schmidbauer erinnert sich noch genau: Ein Nachbar ihrer Eltern war Taucher bei der Bereitschaftspolizei. Schon als Kind war sie von seinen Erzählungen fasziniert. Und als sie später bei ihrer ersten Ausbildung zur Kauffrau für Bürokommunikation merkte, dass dieser Beruf nicht der richtige bis zum Rentenalter für sie sein würde, fasste sie den Beschluss, sich bei der Polizei für den mittleren Dienst zu bewerben. Das war vor sechs Jahren, und heute weiß Schmidbauer, dass es die richtige Entscheidung war. Wie in einer Familie fühle sie sich dort geborgen. Sie ist sich sicher, schließlich doch ihren Traumberuf gefunden zu haben.

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2013 begann Schmidbauer Ausbildung bei der Polizei

Im Jahr 2013 hatte Stefanie Schmidbauer die zweieinhalbjährige Polizeiausbildung in Königsbrunn im Alter von 20 Jahren begonnen. Anschließend wurde sie zur 14. Einsatzhundertschaft nach München versetzt und war dort auch beim Oktoberfest im Einsatz. „Da wurde ich einmal von einem Besucher getreten und beleidigt. Aber da es meinen Beruf und nicht mich persönlich betrifft, kann ich über so etwas hinwegkommen“, verrät sie.

Angst habe sie bei ihren Einsätzen nicht, weil sie im Außendienst immer mit einem Fahrzeug und einem männlichen Kollegen unterwegs sei. Das sei vor allem bei Durchsuchungen von männlichen Personen sehr wichtig. Sie spricht dagegen von einem verständlichen Respekt. Dass es im Jahr 2011 diesen tragischen Fall in Augsburg gab, bei dem ein Polizist getötet und die Kollegin verletzt wurden, hielt sie nicht davon ab, sich für die Polizeilaufbahn zu bewerben. „Gedanken macht man sich da schon, aber bis jetzt ist alles immer gut ausgegangen. Hilfreich bei starken oder schweren Personen ist meine gute Ausbildung in Selbstverteidigung“, erzählt Schmidbauer. Eine schwierige Situation sei es für sie, wenn Personen, die sie kenne, mit dem Gesetz in Konflikt geraten seien. Die häufigsten Einsätze seien Unfälle oder Körperverletzungen, weiß sie.

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Polizistin Schmidbauer in Friedberg im Schichtdienst

Stefanie Schmidbauer arbeitet in Friedberg an vier Tagen jeweils zehn Stunden im Innen- und Außendienst, es sind zwei Tag- und zwei Nachtschichten. Letztere liegen zwischen 16 und 2 Uhr oder 18 und 6 Uhr. Danach hat sie vier Tage dienstfrei. Schlafprobleme bereite ihr der Nachtdienst aber nicht, bei dem späteren Beginn müsse sie sich aber am Nachmittag schon hinlegen, um bis zum frühen Morgen durchhalten zu können.

„Ich lerne hier viele Menschen kennen, und meine Arbeit ist sehr abwechslungsreich“, schildert sie die Vorzüge als Polizistin. Außerdem weiß sie, dass sie als Beamtin mit Sicherheit nach einer Schwangerschaft wieder an ihren Arbeitsplatz zurückkehren könne. Die Ausbildung kann nach der Mittleren Reife oder qualifiziertem Hauptschulabschluss und einer abgeschlossenen Berufsausbildung begonnen werden. In Stefanie Schmidbauers Ausbildungsjahrgang hatten sogar viele das Abitur.

Einstellungstest bei der Polizei ist anspruchsvoll

Bei dem Einstellungsverfahren gibt es einen Sporttest, Allgemeinbildung, Deutsch und Diskussionsfähigkeit werden ebenfalls geprüft. Man muss deutscher Staatsbürger, zwischen 17 und 30 Jahre alt und mindestens 1,65 Meter groß sein. Kein Konflikt mit dem Gesetz, wirtschaftlich geordnete Verhältnisse und eine gesundheitliche Eignung sind ebenfalls nötig. Wer sich für die Ausbildung interessiert, findet Informationen und die Onlinebewerbung auf www.mit-sicherheit-anders.de.

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